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Nachruf auf Ludwig Kneitz – „Lubber von der Gemee“

Veröffentlicht am von Dieter Gürz


Ein Veitshöchheimer Urgestein ist gegangen

Veitshöchheim trauert um eine seiner prägendsten Persönlichkeiten: Ludwig Kneitz ist am 1. April 2026 im Alter von 84 Jahren verstorben. Mit ihm verliert die Gemeinde ein echtes Urgestein, einen unermüdlichen Ehrenamtlichen und einen Menschen, der wie kaum ein anderer das gesellschaftliche Leben vor Ort über Jahrzehnte mitgestaltet und bereichert hat.


Bekannt, geschätzt und überall dabei

Als „Lubber von der Gemee“ war er weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt – eine Persönlichkeit, die man einfach kannte. Seine gesellige Art, sein Humor und seine Hilfsbereitschaft machten ihn zu einem Menschen, der „wie ein bunter Hund“ geschätzt wurde.

Wo Gemeinschaft gefragt war, war Ludwig Kneitz zur Stelle.


33 Jahre im Dienst der Gemeinde

Sein beruflicher Weg führte ihn nach Stationen bei der Deutschen Bundesbahn und der Finanzverwaltung 1970 ins Rathaus seiner Heimatgemeinde, wo er über Jahrzehnte hinweg – zuletzt als Kassenverwalter bis 2003 – Verantwortung trug.

Doch sein Wirken ging weit über den Beruf hinaus.

Ob in der Freiwilligen Feuerwehr, im Sportverein, in der Kirchenverwaltung St. Vitus, im Männergesangverein oder im Eigenheimerbund – Ludwig Kneitz engagierte sich über viele Jahrzehnte in einer Vielzahl von Vereinen mit außergewöhnlicher Beständigkeit.


Leidenschaft für Fastnacht und Vereinsleben

Besonders eng verbunden war er dem Veitshöchheimer Carneval-Club, dem er seit 1972 angehörte. Dort prägte er als Büttenredner, Schriftführer, Elferrat und „Mädchen für alles“ über Jahrzehnte das Vereinsleben und wurde für sein Wirken unter anderem mit dem „Till von Franken“ sowie dem selten verliehenen Ehrenorden ausgezeichnet.


Brückenbauer zwischen den Menschen

Auch als Partnerschaftsbeauftragter zur sächsischen Partnerstadt Geithain setzte er wichtige Impulse und lebte den Gedanken der Völkerverständigung auf ganz persönliche Weise – oft sogar, indem er Gäste bei sich zu Hause aufnahm.

2011 als Weingott Dionysos beim Festumzug "825 Jahre Geithain"


Aktiv bis ins hohe Alter

Seine Energie und Lebensfreude spiegelten sich auch in seiner Freizeit wider: Als leidenschaftlicher Schwimmer zog er jahrzehntelang im Geisbergbad seine Bahnen, als begeisterter Wanderer nahm er an über 1.000 Volksläufen teil und war regelmäßig bei den Wanderungen des Senioren-Arbeitskreises anzutreffen.

Bis ins hohe Alter blieb er aktiv, präsent und interessiert am Leben in seiner Heimatgemeinde.


Abschied von einem besonderen Menschen

Ludwig Kneitz hinterlässt seine Frau Rita, drei Kinder sowie mehrere Enkelkinder. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.

Die Trauerfeierlichkeiten finden am Donnerstag, 9. April 2026 statt. Um 10 Uhr beginnt der Trauergottesdienst in der Vituskirche, um 11 Uhr folgt die Aussegnungsfeier im Friedhof an der Martinskapelle.

Mit Ludwig Kneitz verliert Veitshöchheim einen Menschen, der mit Herz, Humor und Tatkraft für seine Gemeinde lebte. Sein Wirken wird unvergessen bleiben.

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