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NaturFreunde trauern um ihren zweiten Vorsitzenden Ulrich Birkhold – Ein Mensch, der Spuren hinterlässt

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Mit großer Betroffenheit nehmen die NaturFreunde Deutschlands, Ortsgruppe Veitshöchheim/Würzburg e.V., Abschied von ihrem zweiten Vorsitzenden Ulrich Birkhold. Sein plötzlicher Tod am 18. Juni 2026 im Alter von 76 Jahren hat Vorstand, Ausschuss und Vereinsmitglieder tief erschüttert. Er wurde völlig unerwartet mitten aus dem Leben gerissen und hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu schließen sein wird.

„Bis heute ist es nicht fassbar, dass er nicht mehr an unseren Ausschusssitzungen teilnehmen, nicht mehr unsere Jungseniorenwanderungen führen wird“, schreibt Vorsitzender Jürgen B. Schrader im Namen des Vorstandes, des Ausschusses und des Vereins im Nachruf der NaturFreunde.

Eine verlässliche Stütze des Vereins

Ulrich Birkhold gehörte über viele Jahre zu den prägenden Persönlichkeiten der NaturFreunde Veitshöchheim/Würzburg. Als zweiter Vorsitzender brachte er sich mit großem Verantwortungsbewusstsein, Fachkompetenz und persönlichem Einsatz in die Vereinsarbeit ein. Seine ruhige, ausgleichende Art und seine natürliche Autorität machten ihn zu einem geschätzten Ansprechpartner und einer wesentlichen Stütze der Vereinsführung.

Viele Aufgaben im Vorstand übernahm er selbstverständlich und zuverlässig. Besonders engagierte er sich für die Erneuerung und Weiterentwicklung der vereinseigenen Liegenschaft. Dabei kamen den NaturFreunden seine beruflichen Erfahrungen und seine zahlreichen Kontakte zugute. Für dieses weitsichtige Engagement zeigen sich die Vereinsverantwortlichen besonders dankbar.

Mit Herzblut Wanderführer der Jungsenioren

Vielen Veitshöchheimern wird Ulrich Birkhold vor allem als Organisator und Wanderführer der beliebten Jungseniorenwanderungen in Erinnerung bleiben. Mit viel Liebe zum Detail plante er abwechslungsreiche Touren, bei denen nicht nur das gemeinsame Wandern, sondern vor allem das Miteinander im Mittelpunkt stand.

Über Jahre entwickelte er dieses Angebot zu einer der beliebtesten regelmäßigen Veranstaltungen des Vereins. Zahlreiche Teilnehmer schätzten seine sorgfältige Vorbereitung, seine Ortskenntnis und seine ruhige, herzliche Art.

Seine Einladungen endeten fast immer mit einem kleinen, aber wichtigen Hinweis: Die Teilnehmer sollten bitte „mit festem Schuhwerk“ kommen. Für die Stammwanderer gehörte dieser Satz einfach zu Uli dazu.

Ein Satz, der in Erinnerung bleibt

Umso bewegender ist es, dass sich genau dieser Hinweis auch in der Todesanzeige seiner Familie wiederfindet. Dort heißt es: „In Ulis Sinne ist Trauerkleidung nicht erforderlich; festes Schuhwerk wird empfohlen.“

Dieser Satz beschreibt Ulrich Birkhold vielleicht besser als viele große Worte. Er war ein Mensch, der die Natur liebte, der gerne gemeinsam mit anderen unterwegs war und der Begegnungen wichtiger nahm als Äußerlichkeiten. Dass seine Familie diesen Gedanken für seinen letzten Weg gewählt hat, berührt viele seiner Weggefährten.

Erinnerungen an gemeinsame Wege

Gemeinsam unterwegs: Impressionen der Wanderung vom 18. September 2025. 

Die Aufnahme erinnert an gemeinsame Erlebnisse, an Gespräche unterwegs, an gesellige Einkehr und an einen Menschen, der es verstand, andere zusammenzubringen. Gerade deshalb erzählen sie heute mehr über Ulrich Birkhold als viele Worte.

Dankbarkeit überwiegt die Trauer

In ihrem Nachruf schreiben die NaturFreunde:

„Unser Uli war und ist ein Vorbild für soziales und gesellschaftliches Engagement, auf das unsere Gesellschaft für ein gutes Miteinander angewiesen ist. Wir danken Uli Birkhold für sein Tun in unseren Reihen und werden ihm ein ehrendes Andenken in unseren Köpfen und Herzen bewahren.“

Wenn die NaturFreunde und viele Weggefährten am Samstag im Friedwald Rieneck Abschied nehmen, wird neben der Trauer vor allem die Dankbarkeit spürbar sein. Dankbarkeit für einen Menschen, der Verantwortung übernahm, Gemeinschaft lebte und unzählige schöne Erinnerungen hinterlassen hat.

Und vielleicht werden manche seiner Wanderfreunde künftig bei jeder Tour an den Satz denken, mit dem Uli Birkhold so viele Einladungen schloss – und der nun auch seinen letzten Weg begleitet: „Bitte an festes Schuhwerk denken.“ Ein passenderes Vermächtnis hätte ein leidenschaftlicher Naturfreund kaum hinterlassen.

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