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60 Jahre Balthasar-Neumann-Kaserne: Bundeswehr und Veitshöchheim feiern gemeinsam ein starkes Bündnis

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Mit einem großen, dreigeteilten Festtag hat die Bundeswehr am Mittwoch, 12. November 2025, gemeinsam mit der Gemeinde Veitshöchheim das 60-jährige Bestehen der Balthasar-Neumann-Kaserne gefeiert. Die Veranstaltung markierte zugleich den zentralen Festtag zum 70-jährigen Bestehen der Bundeswehr in Nordbayern – ein Doppeljué um, das Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Standortes eindrucksvoll verband - über das überaus gelungene Event freuen sich die Verantwortlichen v.l. Brigadegeneral André Abed, Bürgermeister Jürgen Götz und Generalmajor Jörg Thorsten See.


 Ausstellung in den Mainfrankensälen: Geschichte und Gegenwart zum Anfassen

Der Festtag begann am Morgen mit einer großen öffentlichen Ausstellung in den  Mainfrankensälen. Zahlreiche Dienststellen, die heute in der Kaserne beheimatet sind, präsentierten ihre Arbeit und zeigten den 1100 Besuchern, wie vielfältig die Bundeswehr am Standort aufgestellt ist.

Ein besonderer Anziehungspunkt war die historische Rückschau auf die Geschichte der Balthasar-Neumann-Kaserne – anschaulich gestaltet vom Traditionsverband der 12. Panzerdivision. Deren Präsident, Obeürstleutnant a. D. Wolfgang Hagedorn informiert hierüber im Bild oben Bürgermeister Jürgen Götz .

Unter den Exponaten befand sich auch der Original-Schlüssel der Kaserne, der am 10. Oktober 1965 vom Finanzbauamt Würzburg an die 12. Panzerdivision übergeben worden war – ein symbolträchtiges Stück Standortgeschichte.

Weitere Impressionen über die Ausstellung am Ende


 Zeitzeugen erinnern sich

Durch die Ausstellung der Zeitzeugen führte Oberstleutnant Karsten Dyba, Presseoffizier der 10. Panzerdivision. Er hatte fünf Zeitzeugen eingeladen, die über ihre Erlebnisse aus sechs Jahrzehnten Standortgeschichte berichteten. So erzählte etwa der Freiburger Leutnant d.R. Thomas Ruff (links) von seinem Einrücken am 1. Juli 1970 ins Fernmeldebataillon 12 – und von einer jugendlichen Haarrebellion, die ihn kurzzeitig in die Arrestzelle des Pförtnerhauses brachte.

Der Infrastruktur-Offizier Torben Fedder berichtete über den Wandel des Kasernenareals – ein Wandel, der bis heute anhält und mit Millioneninvestitionen die Zukunft des Standorts sichert (siehe nachstehender Link).


Musikalischer Glanz im Rokokogarten

Nach Eintritt der Dunkleheit setzte das Heeresmusikkorps Veitshöchheim im Hofgarten den nächsten Höhepunkt des Jubiläumstages. Vor der prachtvoll angestrahlten Kulisse des Schlosses begeisterten die 50 Musiker unter Leitung von Major Wolfgang Dietrich die schätzungsweise 400 Zuhörer mit einem festlichen Platzkonzert – ein stimmungsvoller Übergang vom öffentlichen Teil in den offiziellen Festabend (siehe nachstehender Link).


Festakt mit Ehrengästen undFestredner Staatsminister Hermann

Den abendlichen Festakt für rund 220 geladene Gäste eröffnete Brigadegeneral André Abed, Standortältester der Balthasar-Neumann-Kaserne. „Ich freue mich auf einen schönen Abend mit Ihnen – die Gemeinde Veitshöchheim wird sich einmal mehr als kulturelles Zentrum Unterfrankens beweisen“, sagte er zur Begrüßung.

Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Kirche, Justiz und Gesellschaft – darunter Staatsminister Dr. Florian Herrmann, Regierungspräsidentin Dr. Susanne Weigandörfer, Landrat Thomas Ebert, Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé sowie Bischof Dr. Franz Jung. Auch Vertreter der Justiz, der Polizei, zahlreiche hohe Offiziere und auch viele ehemalige Kommandeure und Vertreter des Traditionsverbandes der 12. Panzerdivision nahmen teil.

Abed dankte allen Beteiligten, die zum Gelingen des Jubiläums beitrugen – von der Gemeindeverwaltung über die Bayerische Schlösserverwaltung bis hin zur Freiwilligen Feuerwehr.


Musikalisch wurde der Abend vom Heeresmusikkorps Veitshöchheim getragen, das mit dem „Taxis-Marsch“ des Würzburger Komponisten Christian Anton Kolb eröffnete. „Musik ist eine Sprache, die unsere Seele berührt – viel mehr als Worte es können“, sagte Abed augenzwinkernd, bevor er mit den Worten schloss: „Wenn die Sprache aufhört, fängt die Musik an – und deswegen halte ich jetzt meinen Mund.“


 Dank und Erinnerung: Gemeinde und Bundeswehr eng verbunden

Bürgermeister Jürgen Götz würdigte in seinem Grußwort die jahrzehntelange enge Verbindung zwischen Bundeswehr und Gemeinde. Seit 60 Jahren sei der Standort fest im Gemeindeleben verankert und habe Veitshöchheims Entwicklung entscheidend mitgeprägt. „Es hat sich für beide Seiten gelohnt – eine klassische Win-win-Situation“, sagte Götz. Als Symbol der Verbundenheit überreichte er dem Divisionskommandeur eine Steintafel mit Gravur an die Bundeswehr.

Ausführlicher Text mit Einbeziehung des Bürgermeisters als Zeitzeuge siehe nachstehender Link


Nach dem Grußwort von Garnisons-Bürgermeister Jürgen Götz spielten die Heeresmusiker das Frankenlied von Richard Stegmann.

Generalmajor Jörg Thorsten See, Kommandeur der 10. Panzerdivision, hob die Stärke und Vielfalt des Standorts hervor: 19 Dienststellen, zahlreiche Soldaten und zivile Mitarbeiter prägten gemeinsam das Bild der Kaserne. „Alle tragen zum Erfolg bei“, so See. Besonders dankte er den Familien und Bürgern der Region für ihre Unterstützung über Jahrzehnte. Die Bundeswehr sei und bleibe eine Bürgerarmee – gegründet, um Freiheit und Demokratie zu schützen. „Der Standort Veitshöchheim ist ein Anker der Stabilität. Hier vertrauen, achten und sorgen wir füreinander – stark und verbunden“, sagte der General.


Passend dazu erklang anschließend der Konzertmarsch „Viribus Unitis“ – „Mit vereinten Kräften“ von Josef Bach.

 Festrede Staatsminister Dr. Florian Herrmann 

Höhepunkt des Abends war die Festrede von Staatsminister Dr. Florian Herrmann, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei. Er würdigte die Bundeswehr als „tragende Säule der Freiheit“ und mahnte angesichts der sicherheitspolitischen Zeitenwende mehr Entschlossenheit bei Verteidigung und Abschreckung an. „Putin meint es ernst – wir müssen es auch“, betonte Herrmann. Bayern sehe sich dabei als „sicherheitspolitischer Taktgeber“, der die Bundeswehr mit moderner Infrastruktur, Hightech und klarer politischer Unterstützung stärke. „Ohne Sicherheit keine Freiheit“, sagte Herrmann und dankte allen Soldaten für ihren Dienst.

(ausführlicher Text siehe nachstehender (Link)


Zum Abschluss des offiziellen Teils erklangen die Hymnen von Bayern und der Bundesrepublik Deutschland.

 

Empfang zum Ausklang im Foyer

Beim anschließenden Empfang im Foyer der Mainfrankensäle sorgte die Casinogesellschaft der Kaserne für das leibliche Wohl der Gäste – mit Suppen, belegten Schnitten und Getränken. Ein Bläserquintett mit Schlagzeuger rundete den Abend musikalisch ab.

So endete ein Jubiläumstag, der eindrucksvoll zeigte, wie stark das Band zwischen Bundeswehr, Gemeinde und Bürgern in Veitshöchheim nach sechs Jahrzehnten gewachsen ist – und wie fest die Balthasar-Neumann-Kaserne in der Region verwurzelt bleibt.

Impressionen Ausstellung:

Zeitzeugen

 

Werben um Nachwachs

Fernmeldebataillon

 

Heeresmusikkorps

Bundeswehrdienstleistungszentrum (Ausbildung Verwaltungsfachangestellte, Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte, Elektroniker , Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft)

Vorstellung

Einsatzverpflegung - Tagesrationen (Einpersonenpackungen) fanden reißenden Absatz

 

Stand des Sicherungsbataillons der 10. PzDiv (Reservisten)

Stand der Geländebetreuung

 Ausstellungsstände Traditionsverband 12. Panzerdivision

 Besucher

1100 Besucher wurden im Laufe des Tages gezählt

 Vorstellung Sanitätszentrum auf dem Parkplatz vor den Mainfrankensälen

Fotos Dieter Gürz

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