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16K3-Gedenkmarsch: Soldaten erinnern in Veitshöchheim an Gefallene des Afghanistaneinsatzes

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

 

Der Gedenkmarsch verlässt die Balthasar-Neumann-Kaserne und begibt sich auf die 16 Kilometer lange Marschstrecke.

Mit einem 16 Kilometer langen Gedenkmarsch haben am Donnerstag rund 100 Soldaten aus der Balthasar-Neumann-Kaserne an die Gefallenen und Geschädigten des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan erinnert.

Der sogenannte 16K3-Marsch führte die Teilnehmenden durch Veitshöchheim und die umliegende Region und verband körperliche Anstrengung mit stillem Gedenken.


Erinnerung an die Karfreitagsgefechte 2010
Hintergrund des Marsches ist ein einschneidendes Ereignis der Bundeswehrgeschichte: Am 2. April 2010, dem Karfreitag, kamen bei Gefechten nahe Isa-Khel in Afghanistan drei Soldaten des Fallschirmjägerbataillons 373 aus Seedorf ums Leben. Weitere Kameraden wurden teils schwer verwundet oder leiden bis heute an den psychischen Folgen des Einsatzes.


Der Name des Gedenkmarsches greift diese Ereignisse symbolisch auf: Das „K“ steht für Karfreitag, die „3“ für die drei Gefallenen. Die Zahl 16 verweist in diesem Jahr auf den 16. Jahrestag der Gefechte.

Seit mehreren Jahren wird der K3-Marsch bundesweit durchgeführt.


16 Kilometer durch die Region am Main
Die Länge der Marschstrecke orientiert sich traditionell am jeweiligen Jahrestag des Ereignisses. Entsprechend legten die Teilnehmenden in diesem Jahr 16 Kilometer zurück. Die Route führte von der Kaserne durch die Innenstadt von Veitshöchheim, entlang des Mains über Margetshöchheim bis nach Erlabrunn.

Ein Highlight der Marschroute war die Überquerung des Mains über den Höchheimer Mainsteg

Auch Kompaniewimpel wurden vereinzelt mitgeführt und verliehen dem Marsch ein sichtbares Zeichen militärischer Gemeinschaft.


Andacht und Schweigeminute am Wendepunkt

Am Wendepunkt in Erlabrunn, am dortigen Rollschuhplatz, wurde durch einen katholischen und evangelischen Militärpfarrer eine kurze Andacht mit Gedenkminute gestaltet.

Dabei wurde an das Karfreitagsgefecht erinnert. In diesem Moment stand das stille Erinnern an die Gefallenen sowie an die Verwundeten und Einsatzgeschädigten im Mittelpunkt.


Gemeinsamer Ausklang in der Kaserne
Nach dem Marsch kehrten die Soldaten in die Balthasar-Neumann-Kaserne zurück. Dort fand am Abend ein Kameradschaftsabend statt, bei dem die Teilnehmenden die Gelegenheit hatten, sich auszutauschen und den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.


Organisation durch das Fernmeldebataillon 10
Organisiert und durchgeführt wurde der Gedenkmarsch durch das Fernmeldebataillon 10. Alle Dienststellen der Kaserne beteiligten sich an der Veranstaltung und setzten damit ein gemeinsames Zeichen des Erinnerns und der Verbundenheit.


Bundesweite Beteiligung und Spendenaktion
Der 16K3-Marsch ist mittlerweile eine bundesweite Initiative. Im Jahr 2026 nahmen insgesamt 26.449 Menschen teil. Durch Teilnahmegebühren konnte eine Spendensumme von 221.152 Euro erzielt werden. Die Erlöse kommen der Soldaten- und Veteranenstiftung e.V., dem Verein krebskranker Kinder Mainz e.V. sowie der Deutschen Wildtier Stiftung zugute.


FOTOS: Bundeswehr/Heidinger 

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