Wa(h)lheimat - Betrachtungen von Günther Stadtmüller
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Es war da irgendwann einmal,
da schwamm ein großer Buckelwal
hinein in eine deutsche Bucht.
Man fragte sich, was er dort sucht.
War es Mangel an Verstand,
schließlich schwamm er bis zum Strand
und steckte plötzlich fest im Sand.
Man rätselte, weshalb, warum,
kam hierher dieses Riesendrum.
Schwamm der Wal wohl in die Bucht,
weil er dort eine Wal-Traud sucht.
Die Aufregung war ziemlich groß,
denn der Wal kam nicht mehr los.
Da trat der Tierschutz auf den Plan,
entwickelte mit viel Elan,
Ideen, wie man helfen werde,
dass der Wal zu seiner Herde
zurück in Bälde kommen kann.
Man schaffte einen Bagger an,
dazu Spaten und auch Seile,
denn geboten war ja Eile.
Zuletzt gelang es dann irgendwie,
dass das festgefahr`ne Vieh
befreit war aus dem nassen Schlamm
und in Richtung Meer hin schwamm.
Und all die engagierten Leute
hatten ihre helle Freude.
Doch die hat nur kurz gewährt,
denn der Wal ist umgekehrt.
Der dachte sicher froh und munter,
rutscht mir doch den Buckel runter.,
Es gefällt mir hier in dieser Bucht,
so was hab` ich lang gesucht.
Ich frage mich, wie es wohl wäre,
und sie zur Wa(h)lheimat erkläre.
Ich versuche hier mein Glück,
zur Nordsee will ich nicht zurück.
Denn, komme ich zu meiner Herde,
ich bestimmt gemobbt nur werde.
Da hab` ich`s besser hier am Strand,
ich probier`s als Asylant.
Doch aus dem Antrag konnt` nichts werden,
denn die Experten und Behörden,
meinten, dass ein solches Tier vom Meer,
niemals nicht gehört hierher.
Man hat es mehrmals noch versucht,
es zu scheuchen aus der Bucht.
Und als das alles gar nichts nutzte,
man einen großen Kahn benutze.
Der Wal wurde hineinbugsiert
und in die Nordsee navigiert.
Jetzt bleibt am Ende nur zu hoffen,
der Buckelwal ist nicht ersoffen
Ansonsten dem Tierfreund das Herz wohl bricht
und er von einer Wal-Schlappe spricht.
Foto Dieter Gürz