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Neueste Glosse von Günther Stadtmüller: Ihr Kinderlein kommet - Jens Spahn und die Leihmutterschaft

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

 

 

Kinderwunsch

 

Die Menschen manchmal seltsam sind,

kaum kriegt da Jens Spahn ein Kind,

da geht ein großer Aufschrei los,

was erlaubt sich dieser Herr da bloß.

Hat einfach deutsches Recht missachtet,

und eigenes für sich gepachtet.

 

Er flog wohl einstmals in die Staaten,

wer weiß, wer ihm dazu geraten,

und suchte sich dort eine Frau,

welche, weiß man nicht genau.

 

Dieser hat er Geld geboten,

etwas, was bei uns verboten,

und machte letztlich mit ihr aus:

Hör zu, du trägst ein Baby aus

für mich und meinen Ehemann,

der heißt Funke und nicht Spahn.

 

Ja, er dachte, mit einer Leihmutter,

sei die ganze Sache in Butter.

Weil man ja weiß, sind zwei Männer liiert,

in puncto Nachwuchs nix passiert.

 

Da muss bislang auch die Wissenschaft passen

und die Dinge so wie bisher belassen.

Man muss sich also der Natur noch beugen,

folglich, will man Kinder zeugen,

braucht`s einen Mann und ein weibliches Wesen,

so ist es bislang noch immer gewesen.

 

Jetzt hatte also die Frau nach fast 300 Tagen

für Spahn und seinen Mann das Kind ausgetragen.

Die haben es dann präsentiert voller Stolz,

und sicher gedacht, deutsches Recht, was soll`s.

 

Der Spahn dachte sicher, so wie ich schätz`,

was interessiert mich von einst mein Geschwätz.

 

Doch was folgte?  Diskussion und Geschrei

vor allem auch in der eig`nen Partei.

Man hat sich zum Teil ganz heftig erregt,

und ihm den Rücktritt nahegelegt.

Das hat er zwischenzeitlich auch getan.

 

Das wiederum bedeutet, dass der Herr Spahn

jetzt genügend Zeit hat - bestimmt wird er´s lieben -

zu füttern, zu wickeln und den Wagen zu schieben.

Foto Dieter Gürz

 

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