Gemeinderat bringt Sanierung des Kinderplanschbeckens im Geisbergbad auf den Weg
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Sanierung im Geisbergbad: Kinderplanschbecken soll endlich modern und sicher werden
Sanierung des Kinderbereichs im Geisbergbad Veitshöchheim beschlossen: Gemeinderat setzt Grundstein für moderne und sichere Ausstattung.
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In seiner ersten Sitzung nach der Neukonstituierung hat der Gemeinderat Veitshöchheim einstimmig die Freigabe zur Neukonzeptionierung und Sanierung des Kinderplanschbeckens im Geisbergbad beschlossen. Grundlage des Beschlusses sind eine Planungsskizze sowie eine belastbare Kostenschätzung. Damit schafft die Gemeinde die Voraussetzung für die Teilnahme an einem aktuellen Bundesförderprogramm für kommunale Schwimmbäder.
Wie Bürgermeister Jürgen Götz in der Sitzung erläuterte, entspricht das im Jahr 1995 errichtete Kinderplanschbecken in mehreren Bereichen nicht mehr den heutigen technischen und gestalterischen Anforderungen. So fehle unter anderem eine allseitig umlaufende Überlaufrinne. Auch die Fliesenauskleidung habe inzwischen das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Regelmäßige Reparaturen, insbesondere an den Fliesen, verursachten seit Jahren laufende Unterhaltskosten.
Während das Freibad in den Jahren 2005 bis 2007 umfassend generalsaniert und unter anderem mit Edelstahlbecken sowie einem neuen Entréegebäude ausgestattet wurde, blieb das Kinderplanschbecken damals unverändert.
Mit der geplanten Sanierung soll nicht nur die technische Infrastruktur erneuert, sondern zugleich ein moderner und attraktiver Kinderbereich geschaffen werden, der das Angebot des Geisbergbades langfristig stärkt.
Der zeitnahe Beschluss war laut Bürgermeister notwendig, um fristgerecht einen Förderantrag stellen zu können. Hintergrund ist das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“ (SKS-Schwimmbäder), mit dem der Bund Kommunen beim Abbau des Sanierungsstaus ihrer Schwimmbäder unterstützt (siehe nachstehender Link auf das Bundesprogramm).
Für das Jahr 2026 stehen bundesweit insgesamt 250 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden investive Maßnahmen zur nachhaltigen Modernisierung kommunaler Schwimmbäder einschließlich ihrer baulichen Anlagen, Becken und Folgeeinrichtungen.
Besonders interessant ist das Programm für finanziell belastete Kommunen: Während der Bund regulär bis zu 45 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben übernimmt, kann die Förderquote bei nachgewiesener Haushaltsnotlage auf bis zu 75 Prozent steigen.
Kommunen können ihre Projektskizzen bis spätestens 19. Juni 2026 digital über das Bundesportal „easy-Online“ einreichen. Voraussetzung dafür ist unter anderem ein Ratsbeschluss zur Teilnahme am Förderaufruf sowie der Nachweis einer gesicherten Gesamtfinanzierung.
Bereits bei der Verabschiedung des Haushalts 2026 im März hatte die Gemeinde für die Jahre 2027 und 2028 insgesamt 1,2 Millionen Euro in die Finanzplanung eingestellt.
Um die knappe Frist einhalten zu können, hatte Bürgermeister Götz im Rahmen seiner Geschäftsordnungsbefugnisse bereits die Firma Richter und Rausenberger Bäderbau mit der Erstellung der erforderlichen Vorplanungsunterlagen beauftragt. Das Unternehmen hatte auch die Generalsanierung des Freibades in den Jahren 2005 bis 2007 geplant.
Der Gemeinderat beschloss daraufhin einstimmig die Sanierung und gestalterische Aufwertung des Kinderplanschbeckens einschließlich einer Neukonzeption.
In der Sitzung selbst wurde die den Gemeinderatsmitgliedern und der Presse vorab zugesandte Neukonzeption allerdings nicht näher vorgestellt. Bürgermeister Götz machte deutlich, dass es zunächst ausschließlich um einen Grundsatzbeschluss zur Teilnahme am Förderverfahren gehe.
Die jetzt vorliegende Planung sei lediglich eine rudimentäre Vorplanung. Weitere Planungskosten würden zunächst nicht anfallen. Erst wenn Aussicht auf eine Förderung bestehe, werde der Gemeinderat über Umfang und konkrete Umsetzung der Maßnahme entscheiden.
Götz betonte auf Nachfragen aus dem Gremium mehrfach, dass mit dem aktuellen Beschluss weder eine endgültige Bauentscheidung noch eine Festlegung auf konkrete Kosten verbunden sei. Selbst im Fall einer Förderzusage könne die Gemeinde später noch entscheiden, ob und in welchem Umfang die Maßnahme tatsächlich umgesetzt werde.
Zugleich verwies der Bürgermeister auf die eher ungewisse Förderkulisse: „Die Wahrscheinlichkeit ist sowieso gering“, sagte Götz mit Blick auf die bundesweite Konkurrenz um die Fördermittel.
Auch die Sorge vor einer möglichen Erwartungshaltung in der Öffentlichkeit wurde im Gremium angesprochen, falls die vorliegenden Entwürfe bereits veröffentlicht würden. Die Verwaltung hatte deshalb laut Bürgermeister vorgeschlagen, den TOP in nicht öffentlicher Sitzung zu fassen. Aus Gründen der Transparenz habe er ihn dann doch öffentlich behandelt.
Link auf Projektaufruf Bundesprogramm
Das Geisbergbad: Familienbad mit Geschichte und hoher Bedeutung für Veitshöchheim
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Das Veitshöchheimer Geisbergbad, das 2018 sein 50. Jubiläum feiern konnte (Foto), gilt seit Jahrzehnten als eines der attraktivsten Freibäder der Region. Mit seinen über 2.000 Quadratmetern Wasserfläche, großzügigen Liegewiesen, altem Baumbestand, üppiger Begrünung und den silbergrauen Terrassen vermittelt das Bad bis heute ein besonderes Urlaubsgefühl. Die himmelblau schimmernden Edelstahlbecken, zahlreiche Freizeitangebote und die naturnahe Lage machen das Geisbergbad zu einem wichtigen Treffpunkt für Familien, Sportler und Erholungssuchende.
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Mit dem Bau des Kinderplanschbeckens kehrten 1995 nach langer Unterbrechung erstmals wieder die kleinsten Badegäste ins Geisbergbad zurück. Seit 1987 hatte dort ein eigener Mutter-und-Kind-Bereich gefehlt. Das neue Planschareal mit zwei Rundbecken, kleinen Wasserrutschen, Wasserpilz, Brunnen und Spielfiguren wurde damals bewusst familienfreundlich gestaltet.
Besonders bemerkenswert war zu dieser Zeit, dass der Fuldaer Unternehmer Leo Groll, Betreiber der Rhön-Therme in Fulda-Künzell, sich 1992 vertraglich verpflichtet hatte, auf dem rund 58.500 Quadratmeter großen Gelände ein modernes Freizeit- und Erlebnisbad mit Saunalandschaft mit einem Investitionsvolumen von rund 28 Millionen Mark zu errichten. Doch nachdem sich die Umsetzung über Jahre verzögerte und der Investor schließlich erhebliche Zuschüsse der Gemeinde forderte, kippte die Stimmung im Gemeinderat zunehmend. Im Juni 1995 erteilte der Gemeinderat den Erlebnisbad-Plänen schließlich mehrheitlich eine Absage.
Trotz der damals unsicheren Zukunft des Freibades entschied sich die Gemeinde Mitte der 1990er Jahre bewusst für den Bau des neuen Kinderplanschbeckens. Die Anlage wurde dabei so konzipiert, dass sie sich notfalls auch in ein späteres Erlebnisbad hätte integrieren lassen.
Nach nur achtmonatiger Bauzeit konnte das neue Planschbecken im Juni 1995 eröffnet werden. Die beiden kreisförmigen Wasserbecken wurden durch eine künstliche Felslandschaft verbunden, zwischen der sich kleine Wasserrutschen befanden. Unter der Felsenlandschaft wurden Pumpenräume und Schwallwasserbehälter untergebracht.
Bereits damals setzte die Gemeinde auf moderne Technik: Die Wassererwärmung erfolgte über die vorhandene Absorberanlage, zusätzlich entstanden neue Filter- und Chloranlagen. Die Investitionskosten beliefen sich auf eine Million Mark. Der Freistaat Bayern unterstützte das Projekt mit Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen aus dem Programm „Freizeit und Erholung“.
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Nachdem über Jahre hinweg nur das Notwendigste investiert worden war, entschloss sich die Gemeinde schließlich zur umfassenden Generalsanierung des Geisbergbades. In zwei Bauabschnitten wurde das Freibad zwischen 2005 und 2007 für insgesamt rund 6,9 Millionen Euro vollständig modernisiert.
Die ursprünglich 1968 errichteten Schwimmbecken entsprachen damals technisch längst nicht mehr den aktuellen Anforderungen.
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Im Zuge der Sanierung erhielten das Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken moderne Edelstahlauskleidungen mit Überlaufrinnen. Gleichzeitig entstand ein neues unterirdisches Technikgebäude mit moderner Wasseraufbereitung, energieeffizienten Pumpen, Wärmerückgewinnung und Solarabsorberanlage.
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Das frühere Nichtschwimmerbecken wurde zu einem modernen Erlebnisbecken mit Breitrutsche, Wasserspielen und Massagedüsen umgestaltet. Hinzu kamen neue Liegeflächen, Beachvolleyballfelder, Spielanlagen, Bocciabahn, neue Gastronomie sowie das markante neue Entreegebäude mit modernen Umkleiden und Sanitäranlagen.
Bemerkenswert war damals, dass die Gemeinde die gesamten Baukosten aus Eigenmitteln finanzieren konnte.
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Während die übrigen Freibadbereiche grundlegend modernisiert wurden, blieb das Kinderplanschbecken von 1995 technisch weitgehend unverändert - Foto Hochbetrieb im Jahr 2007
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Wie im Jubiläumsjahr 2018 mussten laufend Frostschäden an den Fliesen beseitigt werden.
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Auch im Haushalt 2023 beschäftigte sich der Gemeinderat erneut mit dem Sanierungsbedarf. Damals wurde darauf hingewiesen, dass allein die jährlichen Reparaturen an Fliesen und Technik bis zu 10.000 Euro Unterhaltungskosten verursachen. Bereits damals wurde beschlossen, wenn möglich schon nach der Badesaison, den gesamten Kleinkinderbereich einschließlich Wasserspielflächen und Beschattung für 876.000 Euro grundlegend zu erneuern.
Dies galt auch für die wegen ständiger Wasserrohrbrüche für 200.000 Euro zu erneuernde Rasenberegnungsanlage aus dem Jahr 1979, deren Austausch nun noch in diesem Jahr erfolgen soll.