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Ergänzt: In Veitshöchheim wohnende und für den Gemeinderat kandidierende Professorin Dr. Eva-Maria Kieninger wurde vom Bundespräsdienten in den Wissenschaftsrat berufen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Berufung in den Wissenschaftsrat

Ein großer Erfolg für die Julius-Maximilians-Universität Würzburg – und eine erfreuliche Nachricht auch für Veitshöchheim: Die in Veitshöchheim wohnende Rechtswissenschaftlerin Professorin Dr. Eva-Maria Kieninger wurde zum 1. Februar von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in den Wissenschaftsrat berufen (siehe nachstehender Link auf Pressemitteilung der Uni). Das Gremium gilt als das wichtigste wissenschaftspolitische Beratungsgremium in Deutschland und berät Bund und Länder zu Fragen von Wissenschaft, Forschung und Hochschulentwicklung.

Der Wissenschaftsrat besteht aus 32 Mitgliedern, die aufgrund ihrer wissenschaftlichen Exzellenz und ihrer Erfahrung in der Wissenschaftspolitik ausgewählt werden. Professorin Kieninger wird dem Gremium zunächst für drei Jahre angehören, eine einmalige Verlängerung ist möglich. Die Mitglieder sind bei ihrer Tätigkeit unabhängig und vertreten weder einzelne Fachrichtungen noch bestimmte Institutionen.

Wissenschaftlicher Werdegang und Forschungsschwerpunkte

Seit 2001 leitet Kieninger an der Universität Würzburg den Lehrstuhl für Deutsches und Europäisches Privatrecht sowie Internationales Privatrecht. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem:

  • Wirtschaftsrecht
  • Nachhaltigkeit
  • Klimaschutz und Klimahaftung
  • Menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in globalen Lieferketten

Neben ihrer neuen Aufgabe im Wissenschaftsrat bekleidet sie zahlreiche weitere überregionale Ehrenämter. Sie ist unter anderem Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Academia Europaea sowie in mehreren nationalen und internationalen Fachgremien aktiv.

Die Berufung unterstreicht nicht nur die wissenschaftliche Stärke der Universität Würzburg im Wettbewerb um den Exzellenzstatus, sondern zeigt auch, dass Persönlichkeiten mit engem Bezug zu Veitshöchheim auf Bundesebene Verantwortung übernehmen.


Engagement in Veitshöchheim

Für Veitshöchheim ist dies besonders interessant, da Eva-Maria Kieninger hier sowohl politisch als auch kulturell stark engagiert ist. Sie ist Mitglied des Grünen-Ortsverbands Veitshöchheim und kandidiert auf dessen Liste bei der Gemeinderatswahl am 8. März 2026.

Sie war mehrfach als Referentin in der Gemeinde aktiv, so zum Beispiel am 3. Mai 2024 bei einer Veranstaltung zum Thema „Faire Lieferketten“ (siehe nachstehender Link).

Kommunalpolitisches Engagement

Ihre Verbundenheit mit der Gemeinde zeigte sich auch in der aktiven Beteiligung an kommunalpolitischen Diskussionen:

So meldete sich die Professorin bei der Bürgerversammlung im November 2022 mehrfach sachkundig zu Wort. Sie thematisierte unter anderem die abschnittsweise Sanierung der Lindentalstraße und die Verkehrssicherheit der geplanten Radroute, äußerte sich kritisch zur Verwendung nicht-heimischer Gehölze wie Kirschlorbeer im Baugebiet Sandäcker und brachte finanzpolitische Bedenken angesichts der hohen Investitionssummen für die geplante Neugestaltung der Mainlände zum Ausdruck. Zuletzt kritisierte sie in einem Kommentar vom 16. Januar 2026 auf Veitshöchheim News vehement die geplante Fällung von Platanen auf dem Dreschplatz.


Kulturelles Engagement und Musik

Darüber hinaus ist Kieninger als Violinistin fest im kirchlichen und kulturellen Leben Veitshöchheims verankert. Sie war maßgeblich an der Wiederbelebung der Orchestermessen in der Pfarrkirche St. Vitus beteiligt. Gemeinsam mit Pfarrer Christian Nowak und Harald O. Kraus initiierte sie ein neues Ensemble zur Aufführung klassischer Orchestermessen, bei dem sie regelmäßig als Geigerin mitwirkt.

Dabei war sie auch (li.) Anfang Januar 2025 bei der einzigartigen Aufführung der Kantaten I, V und VI des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach durch den Projektchor der Sing- und Musikschule in der Vituskirche, bei dem vor allem die Streicher einen vollendeten Hörgenuss kredenzten.

Auch die Konzerte des Veitshöchheimer ökumenischen Singkreises „Mit Herz und Stimme“ bereichert sie durch ihr einfühlsames Spiel.

Ihr Engagement zeigt, dass Wissenschaft, Politik und Kultur in Veitshöchheim eng miteinander verbunden sind.

Fotos Dieter Gürz

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