Overblog Alle Blogs Top-Blogs Reisen & Veranstaltungen
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Gemeinderat nimmt Beteiligungsbericht 2024 zur Kenntnis

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Der Veitshöchheimer Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr am 2.12.2025 den Beteiligungsbericht 2024 beraten und ohne Einwände zur Kenntnis genommen. Einmal jährlich legt die Kommune gemäß Gemeindeordnung offen, an welchen privatrechtlich organisierten Unternehmen sie beteiligt ist, welche öffentlichen Zwecke damit verfolgt werden und wie sich deren wirtschaftliche Lage entwickelt hat. Der Bericht umfasst drei Gesellschaften: die Caritas Sozialstation St. Stephanus gGmbH, die Energieversorgung Lohr-Karlstadt und Umgebung GmbH & Co. KG sowie die Mainfrankensäle GmbH.

Caritas Sozialstation St. Stephanus gGmbH: Deutlich positives Jahresergebnis

Die Sozialstation St. Stephanus, seit 2005 in der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH geführt, ist ein zentraler Träger ambulanter Pflegeleistungen in Veitshöchheim und Thüngersheim. Zu den Aufgaben gehören Kranken-, Alten- und Familienpflege sowie weitere Unterstützungsangebote für Menschen im Einzugsgebiet. Die Gemeinde Veitshöchheim hält 40 Prozent des Stammkapitals; weitere Gesellschafter sind die Kirchengemeinden in Veitshöchheim, die Gemeinde Thüngersheim und der Krankenpflegeverein Thüngersheim.

Geschäftsführer ist Martin Klug. Finanziell konnte die Sozialstation 2024 ein außergewöhnlich starkes Ergebnis verbuchen: Der Jahresüberschuss stieg von rund 1.900 Euro im Vorjahr auf 127.579 Euro. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Die Gesellschaft verfolgt nach wie vor ausschließlich gemeinnützige und kirchliche Zwecke.

Energieversorgung Lohr-Karlstadt: Hoher Gewinn, neue Beteiligung

An der Energieversorgung Lohr-Karlstadt und Umgebung GmbH & Co. KG (EVLK), einem regionalen Energieversorger mit Sitz in Karlstadt, ist die Gemeinde Veitshöchheim im Jahr 2024 mit rund 6,6 Prozent beteiligt. Die Gesellschaft betreibt Anlagen zur öffentlichen Energieversorgung und beteiligt sich an ähnlichen Unternehmen. Außerdem gehören Installationsgeschäfte und Wasserversorgung zum Leistungsspektrum.

2024 konnte die EVLK ihren Gewinn erneut steigern: Die Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Jahresüberschuss von 7,01 Millionen Euro aus – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 5,13 Millionen Euro. Die Kreditverbindlichkeiten sanken von 19,0 auf 17,86 Millionen Euro.

Im September 2024 wurde das Kommanditkapital auf gut 6,26 Millionen Euro erhöht. Neu in den Gesellschafterkreis aufgenommen wurde der Markt Thüngen, der seither knapp ein Prozent der Anteile hält. Dem Beirat gehören weiterhin mehrere Vertreter der beteiligten Kommunen sowie der Thüga-Gruppe an, darunter auch Veitshöchheims Erster Bürgermeister Jürgen Götz. Geschäftsführer der Komplementär-GmbH ist Dipl.-Ing. (FH) Marek Zelezny. 

Mainfrankensäle GmbH: Defizit ausgeweitet

Die Mainfrankensäle GmbH – eine 100-prozentige Tochter der Gemeinde – ist für Betrieb, Vermietung und Vermarktung und die wirtschaftliche Verwaltung der Veranstaltungs- und Gastronomieflächen in den Mainfrankensälen verantwortlich. Als zentraler kultureller Veranstaltungsort erfüllt die Einrichtung einen wichtigen öffentlichen Zweck für Veitshöchheim und die Region.

Die Geschäftsführung lag seit Juli 2024 bei Julia Moutschka. Finanziell war das Jahr für das kommunale Unternehmen herausfordernd: Die Gewinn- und Verlustrechnung weist für 2024 einen Fehlbetrag von 145.640 Euro aus. Ein Jahr zuvor war der Betrieb mit einem Minus von 34.900 Euro durch das Geschäftsjahr gegangen. Kreditverbindlichkeiten gegenüber Banken bestehen laut Bilanz weiterhin nicht. Der Aufsichtsrat setzt sich aus Bürgermeister Jürgen Götz als Vorsitzendem sowie vier weiteren Mitgliedern des Gemeinderats Veitshöchheim zusammen.

Öffentliche Einsicht möglich

Der Beteiligungsbericht 2024 enthält neben den wirtschaftlichen Kennzahlen auch Informationen zu Organen, Beteiligungsverhältnissen und gesellschaftsrechtlichen Rahmenbedingungen der jeweiligen Unternehmen. Die Gemeinde weist darauf hin, dass der Bericht öffentlich ausliegt und von allen Gemeindeangehörigen eingesehen werden kann.


Kommentiere diesen Post