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Haushalt 2026: Landkreis Würzburg investiert – deutlich höhere Belastung für Veitshöchheim

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Investitionen trotz angespannter Finanzlage
Neue Klassenzimmer, sanierte Schulgebäude und bessere Straßen: Der Landkreis Würzburg will auch im Jahr 2026 kräftig investieren. Rund 36 Millionen Euro sind dafür im Haushaltsentwurf vorgesehen. Gleichzeitig bleibt die finanzielle Lage angespannt. Mit dem Entwurf des Haushaltsplans 2026 und der Fortschreibung des Haushaltskonsolidierungskonzeptes hat sich der Kreisausschuss befasst. Die zentrale Botschaft laut Pressemitteilung vom 31.3.2026: Der Landkreis muss weiter sparen und investiert dennoch gezielt in zentrale Zukunftsbereiche.

„Gerade in schwierigen Zeiten dürfen wir nicht anfangen, an der Zukunft zu sparen. Investitionen in unsere Schulen und unsere Infrastruktur sind Investitionen in die nächste Generation“, betonte Landrat Thomas Eberth. Der Haushaltsentwurf umfasst ein Gesamtvolumen von rund 250 Millionen Euro, weist aktuell jedoch ein Defizit von rund 4,57 Millionen Euro auf und wäre in dieser Form nicht genehmigungsfähig.

Kreisumlage steigt – deutliche Auswirkungen auf Veitshöchheim
Zur Finanzierung ist eine Kreisumlage von 49,69 Prozent vorgesehen – ein Anstieg um 0,69 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt sollen die 52 Gemeinden rund 122,3 Millionen Euro abführen.

Für Veitshöchheim steigt aufgrund der stark gestiegenen Umlagekraft der Gemeinde die Kreisumlage um rund 1,36 Millionen Euro auf 8,0 Millionen Euro im Jahr 2026. Im Vorjahr lag die Belastung noch bei rund 6,64 Millionen Euro. Damit verliert die Gemeinde deutlich an finanziellen Spielräumen. 

„Wir wissen, dass jede Anpassung der Kreisumlage unsere Gemeinden belastet. Deshalb wägen wir sehr genau ab, was notwendig und verantwortbar ist“, so Landrat Thomas Eberth.

Schwerpunkt Bildung: Millionen für Schulen im Landkreis
Ein großer Teil der Investitionen fließt erneut in die Schulen des Landkreises. Geplant sind unter anderem der Neubau der Drei-Linden-Schule in Gaukönigshofen sowie umfangreiche Sanierungen in Höchberg. Weitere Maßnahmen betreffen Schulen in Rimpar, Ochsenfurt und Veitshöchheim. Ziel ist es, die Lernbedingungen weiter zu verbessern und auf steigende Anforderungen zu reagieren.

Straßenbau und Radwege im Fokus
Auch die Infrastruktur bleibt ein wichtiger Schwerpunkt. Mehrere Kreisstraßen sollen ausgebaut oder saniert werden, etwa in Burggrumbach, zwischen Greußenheim und Hettstadt sowie im Bereich Winterhausen und Eisenheim. Zusätzlich sind Investitionen in den Ausbau von Radwegen vorgesehen.

Investitionen nur mit Krediten möglich
Da der Landkreis die geplanten Maßnahmen nicht vollständig aus eigenen Mitteln finanzieren kann, ist für 2026 eine Kreditaufnahme von 17 Millionen Euro vorgesehen. In der Vergangenheit lag die tatsächliche Kreditaufnahme jedoch häufig unter den veranschlagten Beträgen.

Parallel dazu soll der Sparkurs fortgesetzt werden. Kreiskämmerin Sabine Hümmer und ihr Stellvertreter Matthias Schebler stellten die Details im Kreisausschuss vor. Grundlage sind Vorgaben der Regierung von Unterfranken, wonach das Haushaltskonsolidierungskonzept bis 2028 fortgeführt und weiterentwickelt werden muss.

Konsolidierung mit 17 Maßnahmen geplant
Das Konzept umfasst insgesamt 17 Maßnahmen, die helfen sollen, das Defizit auszugleichen und einen genehmigungsfähigen Haushalt zu erreichen. Dazu gehören Einsparungen sowie Anpassungen bei Ausgaben und Leistungen.

Der Schuldenstand des Landkreises liegt zum Jahresende 2025 bei rund 75 Millionen Euro – davon 38 Millionen Euro beim Landkreis selbst und 37 Millionen Euro beim landkreiseigenen Kommunalunternehmen.

„Wir müssen weiterhin konsequent Prioritäten setzen. Es geht darum, das Notwendige zu sichern und gleichzeitig Schritt für Schritt wieder zu einem tragfähigen Haushalt zu kommen“, so Eberth.

Entscheidung fällt im Kreistag
Der Kreisausschuss nahm die vorgestellten Planungen zur Kenntnis. Die endgültige Entscheidung über den Haushalt 2026 fällt in der Sitzung des Kreistags am 17. April 2026.

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B
Sehr geehrter Herr Gürz,<br /> <br /> haben Sie herzlichen Dank für Ihren Beitrag.<br /> <br /> Eine nachhaltige Verbesserung auf der Einnahmeseite oder eine spürbare Reduzierung der Ausgaben erscheint mir auf längere Sicht derzeit nicht absehbar. Insbesondere auf der Ausgabenseite wird sich der bislang vernachlässigte Sanierungsbedarf unserer Infrastruktur zunehmend bemerkbar machen und finanziell deutlich zu Buche schlagen.<br /> <br /> Die Straße Am Geisberg ist hierfür lediglich ein stiller und bislang noch vergleichsweise harmloser Hinweis auf die Herausforderungen, die uns in Zukunft erwarten.
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