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Gemeinderat nimmt Stellungnahmen zur Bürgerversammlung zur Kenntnis – Verkehrsthemen dominieren

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Gemeinderat behandelt Niederschrift der Bürgerversammlung – Verkehr bleibt Hauptthema

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 2. Dezember die Niederschrift der Bürgerversammlung vom 20. November beraten. Alle Wortmeldungen der Bürgerinnen und Bürger sowie die Antworten von Bürgermeister Jürgen Götz wurden innerhalb der Dreimonatsfrist behandelt. Das Gremium nahm die Stellungnahmen ohne Einwände zur Kenntnis. Einmal mehr standen Verkehrs- und Infrastrukturfragen im Mittelpunkt.

Lindentalstraße: weniger Parkplätze
Ein Bürger erkundigte sich nach dem Wegfall von Stellplätzen bei der geplanten Sanierung der Lindentalstraße. Rund 20 Parkplätze würden entfallen, erklärte Götz. Angesichts des hohen Parkdrucks müssten Anwohner künftig auf benachbarte Abstellmöglichkeiten ausweichen.

Sendelbach- und Günterslebener Straße
In der Sendelbachstraße werde trotz Tempo-30-Zone häufig zu schnell gefahren, kritisierte eine Bürgerin. Ein mobiles Geschwindigkeitsdisplay könne Abhilfe schaffen. Auch entlang des Neubaugebiets Sandäcker werde viel zu schnell gefahren, kündigte Götz an, ein Display prüfen zu lassen.

REWE-Ladesäulen weiter außer Betrieb
Zu den abgedeckten Schnellladesäulen erklärte Götz, dass es sich um eine private Anlage handle. Für den Betrieb fehle noch die Trafoeinrichtung; ein Termin für die Inbetriebnahme sei nicht bekannt. Insgesamt sei die Gemeinde bei der Ladeinfrastruktur aber gut aufgestellt.

Zebrastreifen am Geisberg-Kreisverkehr
Ein Zebrastreifen am Kreisverkehr zwischen Neubaugebiet und Netto-Markt wurde erneut gefordert. Götz wies darauf hin, dass es sich um eine Kreisstraße handelt und Polizei wie Landkreis bisher ablehnten. Die Grünen-Gemeinderätin Beate Hofstetter kritisierte zudem die schlechte Beleuchtung: Fußgänger seien nachts kaum sichtbar. Götz kündigte an, die Anregung weiterzugeben.

Herrnstraße: Tempo 20 statt 30
In der Herrnstraße, wo ein Bürger mehrfach bei etwa 20 km/h geblitzt wurde, sei die Fahrbahn stark beschädigt. Die Sanierung ist für 2026 geplant. Danach könnte eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden. Die Grünen-Fraktionssprecherin Christina Feiler sprach sich wegen der Engstelle am LWG-Eingang ohne Gehsteig gegen Tempo 30 aus. Götz bestätigte, dass analog zu den Thüngersheimer und Würzburger Straßen eher Tempo 20 sinnvoll sei.

Vandalismus und Straßenbeleuchtung
Vandalismusfälle in der Arndstraße zur Halloween-Nacht wurden kritisiert. Götz rief die Bürger zur Wachsamkeit auf und verwies auf Polizei und Sicherheitswacht. Straßenlampen schalten automatisch mit Dämmerung; mögliche Anpassungen würden geprüft.

Städtereise 2026
Die ausgefallene Bürgerreise nach Pont-l’Évêque soll künftig mit Schülergruppen stattfinden. Gespräche mit dem Gymnasium laufen, ein Termin steht noch nicht fest.

Waldfriedhof und Grünüberhänge
Ein Bürger monierte Aussetzer der Lautsprecher bei Trauerfeiern. Die Verwaltung prüft feste Voreinstellungen. Zudem erinnerte Götz an die bestehende Praxis bei überhängendem Grün: Kontrolle, Anschreiben der Eigentümer und ggf. Ersatzvornahme.

Ampelschaltung Am Geisberg
Bürger kritisierten die Ampeln, besonders nachts. Änderungen sind kurzfristig nicht möglich, die Verwaltung will aber die Nachtabschaltung weiter verfolgen - siehe dazu ergänzend die dem Gemeinderat in den Sitzungsunterlagen unterbreitete schriftliche Begründung seines Anliegens.

Fußgängersicherheit Kirch-/Würzburger Straße
Eine Bürgerin beklagte zu schnell fahrende Busse beim Überqueren der Straße. Die Verwaltung plant weitere Messungen. Hinweise zu konkreten Vorfällen sollen direkt an Busunternehmen oder das Rathaus gemeldet werden.


 

Manfred Roßner fordert bessere nächtliche Ampelschaltungen auf der WÜ 3

In der Bürgerversammlung meldete sich der Veitshöchheimer Manfred Roßner mit einem präzise ausgearbeiteten Anliegen zu Wort: Die drei „intelligenten“ Ampeln auf der WÜ 3 funktionierten tagsüber gut, nachts aber nicht optimal.

Als regelmäßiger Nutzer der Strecke – vor allem nach seinen späten Volleyballspielen – beobachte er immer wieder unnötige Stopps und Energieverluste, obwohl er konstant 50 km/h fahre.

Roßner, der aus seiner Zeit als Leichtathlet und Trainer ein ausgeprägtes Gefühl für perfekte Abläufe mitbringt, hat die Ampelabstände vermessen und aus seinen Beobachtungen ein eigenes Taktungsmodell entwickelt.

Seine Idee: Die Grünphasen der Ampeln an Main-Center, Lidl und Schenkenfeld sollen nachts zeitlich so aufeinander reagieren, dass Autofahrer ohne Abbremsen durchfahren können. Kontaktschleifen für Abbieger sollen bleiben, aber sinnvoller greifen.

Ihm gehe es nicht nur um Komfort, betonte Roßner, sondern um weniger Lärm, weniger Feinstaub und einen flüssigen Verkehr – auch für den nächtlichen Lieferverkehr. „Wie bei einer Staffel entscheidet der richtige Zeitpunkt über den Erfolg“, sagt er. „Auch im Straßenverkehr schafft eine gute Abstimmung einen reibungslosen Ablauf.“

Roßner übergab seine ausgearbeiteten Skizzen und Vorschläge in der Bürgerversammlung an Bürgermeister Götz mit der Bitte, die Optimierungsideen in einem Workshop im Rathaus weiterzuentwickeln und anschließend dem Staatlichen Bauamt vorzulegen. 

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B
Für den Geisberg gibts eine ganz einfache Lösung. Ampeln auf dauergrün und Abbiege-/Querverkehr nur bei bedarf. Alles andere ist doch absolut sinnfrei und wird nie zu 100% funktionieren.<br /> Wird ein deutlich zu schnell fahrendes Fahrzeug registriert, kann man die nächste und vielleicht auch die übernächste Ampel auf Rot schalten.<br /> <br /> Eine Zebrastreifen an der Querungshilfe beim Netto behindert den Verkehrsfluss zu sehr. Zudem wird es zu gefährlichen Situationen durch nicht absteigende Radfahrer kommen so wie bereits jetzt am Kindergarten, daher ist es gut das dieser abgelehnt wird.<br /> An der Ausleuchtung könnte man aber definitiv was tun, teilweise laufen da nämlich auch bei Dunkelheit Leute über die Fahrbahn als wäre dort ein Zebrastreifen.
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