Noch ein paar Gedanken zu Weihnachten……..des Veitshöchheimer Kabarettisten Günther Stadtmüller
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Alle Jahre wieder, so heißt`s in einem Lied
und sollt`s noch einer kennen, dann singt er`s gerne mit.
Erinnert wird an`s Christkind, das auf die Erde fliegt.
Man singt auch noch von Jesus, der in der Krippe liegt.
Diese steht in einem Stall, der zugig ist und kalt.
Und Josef, der dabeisteht, sieht aus …recht blass und alt.
Daneben sitzt Maria, sie ist des Joseph`s Weib.
Die beiden überlegen, halt so zum Zeitvertreib,
was sollen wir bloß machen, mit unser`m Jesulein,
denn außer Ochs und Esel, sind wir drei allein.
Gut, es kamen ein paar Hirten, um mal nachzuschau`n.
Doch die sind nach `ner Weile schnurstracks abgehau`n.
Auch die Engel. die da sangen, die flogen wieder heim.
Danach war die Familie auf sich gestellt ….allein.
Und als sie da so saßen und blickten in die Welt,
hat ein Stern ganz plötzlich die Szene aufgehellt.
Dem Stern folgten drei Weise, die kamen von weit her,
von fern, vom Morgenlande, so hieß es hinterher.
Dem geneigten Bibelkenner, dem ist es längst schon klar,
die Männer hießen Kaspar, Melchior und Balthasar.
Sie brachten auch Geschenke für den kleinen Knaben,
Gold und Weihrauch, etwas Myrrhe, das waren ihre Gaben.
Wenn man das so recht betrachtet, das mit den Geschenken,
da muss man doch mal ehrlich ist, da kommen doch Bedenken.
Zum Spielen war gar nichts dabei, geschweige denn zum Essen.
Das Knäblein hat bestimmt gedacht, das kannste doch vergessen.
Wenn man das mit heut` vergleicht, da geht`s uns sehr viel besser:
Was da an Speisen steht am Tisch, da freut sich doch der Esser.
Die Esserin natürlich auch, sie kann es kaum erwarten,
bis es in der Runde heißt: Der Verzehr kann starten.
Egal, ob`s Gänsebraten gibt, Wildschwein oder Pute,
Hauptsache, das Wasser läuft zusammen in der Schnute.
Und auch der Vegetarier, der sich an Tofu weidet,
kann mit Fug und Recht behaupten, dass er nicht Hunger leidet.
In diesem Sinne lasst`s euch schmecken, greift zu und haut fest rein.
Und um die Sache abzurunden, mein Rat: trinkt einen Wein.
Die Sorte spielt da keine Rolle, nur eines ist da schlüssig,
wenn der Wein auch trocken ist, trotzdem sei er flüssig.
Liegt man später auf dem Sofa, dann bittet man das Schätzchen:
Liebling, bitte sei so gut und reich mir ein paar Plätzchen.
Danach drücke mir Augen zu, gefühlvoll und ganz sacht
und singe mir getrost in`s Ohr den Text von „Stille Nacht“.
Foto Dieter Gürz