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Stimmungsvolles gemeinsames Singen im Advent – eine besinnliche Stunde voller Klang und Hoffnung in der Kuratiekirche am 4. Adventssonntag

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Stimmungsvolles gemeinsames Singen im Advent

Am 4. Adventssonntag lud der Chor „Mit Herz und Stimme“ erneut zum traditionellen Gemeinsamen Singen im Advent in die Kuratiekirche Heiligste Dreifaltigkeit ein. An die 300 Besucher folgten der Einladung und erlebten eine besinnliche musikalische Stunde, die Raum für Ruhe, Vorfreude und Gemeinschaft bot.

Die musikalische Gesamtleitung lag in den bewährten Händen von Bernhard von der Goltz.

Einladung zur Ruhe und Besinnung

Zu Beginn begrüßte Andrea Huber im Namen des Chores die Anwesenden. Sie erinnerte daran, dass die Adventszeit eine Einladung zum Stillwerden sei – dazu, sich in Liedern, Melodien und Texten auf andere Sinne einzulassen und innerlich zur Ruhe zu kommen. Der Chor wolle mit seinem Gesang dazu beitragen, die Herzen ein wenig heller werden zu lassen und gemeinsam auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Ihr Dank galt der Kirchengemeinde und Pfarrer Christian Nowak, der an diesem Abend verhindert war, sowie Chorleiter Bernhard von der Goltz für seine geduldige und engagierte Arbeit.

Internationale Weihnachtslieder verbinden Menschen

Der Chor präsentierte ein abwechslungsreiches Programm mit Advents- und Weihnachtsliedern aus aller Welt. Lieder aus Ghana, Norwegen, Italien, Österreich, Frankreich, England, der Schweiz und Deutschland machten die musikalische Vielfalt der Weihnachtszeit hörbar. Andrea Huber betonte, dass diese Lieder trotz unterschiedlicher Sprachen und Kulturen ähnliche Gefühle wie Hoffnung, Freude, Geborgenheit und Frieden ansprechen und Menschen auf besondere Weise miteinander verbinden.

Musikalische Glanzpunkte mit Violine und Klavier

Für besondere musikalische Höhepunkte sorgte die Violinistin Lena Dantonello, gebürtige Veitshöchheimerin und diplomierte Orchestermusikerin. Ihre musikalische Ausbildung führte sie früh an die Hochschule für Musik in Würzburg. Mit ihrem ausdrucksstarken Geigenspiel verzaubert sie im Zusammenspiel mit Bernhard von der Goltz  und seiner Konzert Gitarre das Publikum, von diesem mit großem Beifall bedacht.

So erklang gleich zu Beginn von ihr die bekannte Pastorale aus dem Concerto grosso F-Dur op. 6 Nr. 8 von Arcangelo Corelli, das oft als „Weihnachtskonzert“ bezeichnet wird und seit Jahrhunderten zu den klassischen Werken der Weihnachtszeit zählt.

Ein weiterer ruhiger Höhepunkt war die Interpretation von „Passaggio“ des zeitgenössischen Komponisten Ludovico Einaudi. Das ursprünglich für Klavier geschriebene Werk entfaltete in der Bearbeitung für Violine eine besonders meditative Wirkung. Mit klaren, getragenen Melodielinien und zurückhaltender Dynamik schuf Lena Dantonello einen Moment der inneren Einkehr, der vom Publikum als wohltuende musikalische Auszeit wahrgenommen wurde.

Das Stück  „O Come Emanuel“ strahlte mit seinem getragenen, feierlichen und zugleichehnsüchtigen Charakter mit archaischen Klängen sehr passend zur Adventszeit eine Atmosphäre der Erwartung und Hoffnung aus. Auf ihrer Violine gab Donatello die sehr lyrische Melodie den melancholischen und ausdrucksstarken Ton excellent wieder. Der klare, warme Klang ihrer Geige verlieh dem Kirchenraum eine besondere Tiefe und trug wesentlich zur besinnlichen Stimmung bei.

Ausdrucksstarker Chorgesang aus vielen Ländern

Der Chor überzeugte mit acht ausdrucksstarken Darbietungen internationaler Weihnachtslieder.

Das ghanaische Adventslied „Komm, Herr, zu uns“ eröffnete und beschloss den Chorgesang und lud mit seiner eingängigen Melodie zum inneren Mitsingen ein, begleitet von Lena Dantonello.

Mit „Ein Licht in dir geborgen – Ein Funke aus Stein geschlagen“ von Gregor Linßen brachte der Chor ein nachdenkliches und hoffnungsvolles Kirchenlied zu Gehör. Das Stück vermittelt, dass selbst in dunklen Zeiten ein Licht in uns geborgen ist und neue Kraft für den Beginn von etwas Neuem schenkt – eine Botschaft, die besonders in der Adventszeit tröstlich und inspirierend wirkt.

Georg Friedrich Händels festliche Akzente setzendes weltbekanntes Weihnachtslied „Joy to the World“, unterstrich mit seiner strahlenden Melodik und kraftvollen Aussage von Freude und Hoffnung die internationale Dimension des Programms.

Mit „Noël, c’est l’amour“ von Norbert Glanzberg entführte der Chor in die Gefühle der Kindheit und lud dazu ein, Weihnachten wieder mit Kinderaugen zu sehen.

Der Chorsatz „Quando nascette Ninno“, ein traditionelles neapolitanische Weihnachtslied erinnerte stimmungsvoll an die Geburt Jesu in Bethlehem.

Das Lied schildert in poetischen Bildern den weihnachtlichen Frieden, von der Harmonie zwischen Mensch und Tier bis hin zu Engeln und Hirten, die die frohe Botschaft empfangen.

Mit dem österreichischen Weihnachtslied „Es wird scho glei dumpa“ im Dialekt zeichnete der Chor eine ruhige abendliche Szene, in der das Kind behutsam in den Schlaf gewiegt wird. Die schlichte, innige Liedsprache vermittelte dabei Geborgenheit und den Wunsch nach Frieden und sorgloser Ruhe.

Mit „Deilig er jorden“, einem norwegischen Weihnachtslied, das Goltz aus seiner Jugend in Norwegen  kennt, besang der Chor die Schönheit der Erde und die Hoffnung auf Frieden. Die Melodie stammt ursprünglich aus Schlesien und ist im deutschen Raum als „Schönster Herr Jesu“ bekannt.

Mit dem traditionellen Schweizer Sternsingerlied „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ erinnerte der Chor an alte Weihnachtsbräuche.

Das Lied, das im 19. Jahrhundert im Wiggertal entstand und später in das Evangelische Gesangbuch aufgenommen wurde, erzählt von der Geburt Jesu und ist eng mit dem Brauch des Sternsingens verbunden.

Gemeinde singt begeistert mit

Zwischendurch wurde das Publikum immer wieder aktiv einbezogen.

Bei bekannten Liedern wie „Wir sagen euch an den lieben Advent“, „Mache dich auf und werde Licht“, „Vom Himmel hoch“, „Macht hoch die Tür“, „O du fröhliche“, „Alle Jahre wieder“, „O Tannenbaum“ oder „Leise rieselt der Schnee“ sang die Gemeinde engagiert mit.

Diese Mischung aus Zuhören und aktivem Mitwirken machte den besonderen Reiz der Veranstaltung aus.

Dank und adventliche Friedensbotschaft

Zum Abschluss dankte Andrea Huber allen Mitwirkenden und Gästen für das gemeinsame Erleben dieser adventlichen Stunde. In ihrer Verabschiedung erinnerte sie daran, dass die Sehnsucht nach Frieden und Geborgenheit Menschen weltweit verbinde. Auch wenn man den Frieden in der Welt nicht allein schaffen könne, sei es möglich, Frieden im eigenen Inneren wachsen zu lassen.

Der langanhaltende Applaus zeigte, dass es gelungen war, die Adventsbotschaft von Licht, Hoffnung und Gemeinschaft musikalisch spürbar werden zu lassen. Der Eintritt war frei, über Spenden zugunsten der Chorarbeit freute sich der Chor sehr.

 

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