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„Bilder, die Geschichten erzählen“ – Fototeam Veitshöchheim präsentiert 70 Fotografien und 13 Bild-Ton-Shows

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Seit 46 Jahren widmen sich die Mitglieder des Fototeams Veitshöchheim mit Leidenschaft der Fotografie. 1980 als „Foto-Film-Club 80“ in Margetshöchheim gegründet und seit 1986 unter dem heutigen Namen aktiv, hat sich der Verein zu einer festen Größe im kulturellen Leben der Region entwickelt.

Mit einer vielseitigen Fotoausstellung gab nun das Fototeam Veitshöchheim e. V. am Samstag, 31. Oktober 2026, im Haus der Begegnung Einblicke in das fotografische Schaffen seiner Mitglieder. Am Sonntag, 1. November, wird die Ausstellung mit dem gesamten Programm fortgesetzt.

Unter dem Motto „Bilder, die Geschichten erzählen“ sind 70 Fotografien von 20 Vereinsmitgliedern zu sehen. Ergänzt wird die Ausstellung durch 13 abwechslungsreiche Bild-Ton-Shows mit Musik, Sprechertexten und bewegten Bildern.


Fotografische Entdeckungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln

Rolf Oberweis - historischer Bahnhof in  Litauen

Mühle in der spanischen Abendsonne

Karl-Heinz Koch

Wie vielseitig sich die Welt durch das Objektiv einer Kamera betrachten lässt, verdeutlichen die ausgestellten Arbeiten. Natur, Landschaften, Architektur, Technik und alltägliche Beobachtungen bilden die Grundlage für ganz unterschiedliche fotografische Interpretationen.

Neben den 70 Einzelbildern präsentierte das Fototeam 13 Bild-Ton-Shows mit Musik, Sprechertexten und bewegten Bildern. Sie verbinden Fotografien zu zusammenhängenden Geschichten und vermitteln Eindrücke, die über das einzelne Bild hinausgehen.

Am Samstag standen dafür zwei Vorführtermine um 14 und 19 Uhr auf dem Programm.


Faszinierende Einblicke in die Welt der Bienen

Besonders auffällig waren die Fotografien von Mario Fuchs, die sich mit der faszinierenden Welt der Bienen beschäftigten.

Seine detailreichen Aufnahmen rückten die kleinen Insekten in den Mittelpunkt und machten Einzelheiten sichtbar, die dem menschlichen Auge im Alltag häufig verborgen bleiben.

Passend dazu widmete Birgit Dörr den Bienen eine eigene Bild-Ton-Show unter dem Titel „Die Welt der Bienen“. Unter dem Leitgedanken „Bienen – systemrelevant seit Millionen Jahren“ beleuchtete sie die Lebensweise dieser Insekten und ihre unverzichtbare Bedeutung für die Bestäubung zahlreicher Pflanzen und das ökologische Gleichgewicht.

Für ihre Präsentation hatte Birgit Dörr auch beim Institut für Bienenkunde und Imkerei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim recherchiert und damit ihre fotografischen Beobachtungen durch fachliche Informationen ergänzt.

Die Verbindung aus den ausgestellten Einzelaufnahmen (hier Birgit Dörr) und der fundierten Bild-Ton-Show verdeutlichte, wie spannend und vielschichtig Naturfotografie unmittelbar vor der eigenen Haustür sein kann. Zugleich machte sie deutlich, dass die Bienen nicht nur faszinierende Fotomotive sind, sondern seit Millionen Jahren eine entscheidende Rolle für das Funktionieren unserer Ökosysteme spielen.


Smartphone-Fotografie als erfolgreiches zweites Standbein des Fototeams

Dass sich klassische Fotografie und moderne Smartphone-Technik hervorragend ergänzen können, zeigte eine besondere Mitmachaktion bei der Fotoausstellung. Das Fototeam Veitshöchheim hat sich mit seiner erst im Januar 2025 gegründeten Smartphone-Gruppe ein weiteres erfolgreiches Standbein geschaffen. Die Gruppe zählt inzwischen 20 Mitglieder und erfreut sich großer Beliebtheit.

Unter der Regie von Schriftführer Michael Weber (imBild) werden sowohl die Grundlagen der Fotografie mit dem Handy als auch kreative Gestaltungstechniken vermittelt. Das Spektrum reicht von Bildaufbau, Perspektive und Lichtführung über den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) bis hin zum experimentellen Light Painting, bei dem durch bewegte Lichtquellen faszinierende Bildeffekte entstehen.

Die klassische Fotografie mit der Spiegelreflexkamera bleibt weiterhin das Herzstück der Vereinsarbeit. Allerdings sind inzwischen viele Mitglieder zweigleisig unterwegs und nutzen je nach Motiv und Situation sowohl die Kamera als auch das Smartphone. Mit diesem zusätzlichen Angebot spricht das Fototeam neue Interessenten an und hat sich in der Region ein besonderes Profil erarbeitet.

Wie nahe die Bildqualität moderner Smartphones inzwischen an die klassischer Kameras heranreichen kann, demonstrierte eine Foto-Rätselaktion an der linken Reihe der Ausstellungstafeln. Dort waren 20 Aufnahmen in zehn Bildpaaren zu sehen. Jeweils ein Foto war mit einer Kamera, das andere mit einem Smartphone entstanden.

Die Besucher konnten auf einem Teilnahmezettel anhand der Bildnummern angeben, welche Aufnahme eines Paares mit dem Handy und welche mit der Kamera gemacht worden war.

Die Unterscheidung erwies sich als alles andere als einfach. Selbst bei genauer Betrachtung ließ sich nicht immer eindeutig erkennen, mit welchem Gerät ein Bild aufgenommen worden war.

Vereinsmitglied Helmuth Platz betreute die Umfrage. Wer bei mindestens neun der zehn Bildpaare richtig lag, konnte einen Essensgutschein gewinnen.

Die Aktion machte anschaulich deutlich, dass für eine gelungene Fotografie nicht allein die technische Ausstattung ausschlaggebend ist, sondern vor allem das fotografische Auge, die Wahl des Motivs und die bewusste Bildgestaltung. Zugleich unterstrich sie, wie sinnvoll sich klassische Kamera- und Smartphone-Fotografie innerhalb des Vereins ergänzen.


Bürgermeister Jürgen Götz würdigte kulturelles Engagement

Auch Bürgermeister Jürgen Götz stattete der Fotoausstellung am Samstag einen Besuch ab. Dabei informierte er sich über die ausgestellten Arbeiten und das vielseitige Programm des Fototeams Veitshöchheim.

Er dankte der Vorstandschaft für ihr ehrenamtliches Engagement und würdigte die Ausstellung als wertvolle kulturelle Bereicherung des Veitshöchheimer Ortslebens.

Mit ihren gemeinsamen Unternehmungen, kreativen Projekten und öffentlichen Präsentationen leisteten die Vereinsmitglieder einen Beitrag zum kulturellen Angebot der Gemeinde.

Bildunterschrift: Bürgermeister Jürgen Götz zu Besuch bei der Fotoausstellung des Fototeams Veitshöchheim. Im Bild von links: 1. Vorsitzender Roland Dörr, Schriftführer Michael Weber, 2. Vorsitzender Andreas Fritz, Bürgermeister Jürgen Götz und Schatzmeister Karl-Heinz Koch.


Gemeinsame Fototouren nach Heidelberg, Schwetzingen und Speyer

Einen Einblick in die gemeinsamen Aktivitäten des Fototeams gab die Präsentation „Ausflug nach Heidelberg“. 14 Teilnehmer hatten die historische Stadt auf einer gemeinsamen Fototour erkundet und ihre Eindrücke aus unterschiedlichen Blickwinkeln festgehalten. Aus den Aufnahmen entstand ein facettenreiches Gemeinschaftswerk.

Auch ein Zwischenstopp in Schwetzingen auf der Rückreise wurde fotografisch dokumentiert und in einer eigenen Bild-Ton-Show verarbeitet.

Im Technikmuseum Speyer fanden die Fotografen zwischen historischen Fahrzeugen, Flugzeugen und außergewöhnlichen technischen Exponaten zahlreiche reizvolle Motive.


Von Grönlands Eisbergen zur Skyline Singapurs

In weit entfernte Regionen führten die Reisepräsentationen von Silke Becker und Andreas Fritz.

Die Bild-Ton-Show „Grönland“ dokumentierte eine Schiffsreise in den hohen Norden. Gewaltige Eisberge, eindrucksvolle Küstenlandschaften und die besondere Atmosphäre der Arktis bestimmten die Aufnahmen.

Einen reizvollen Gegensatz dazu bildete „Singapur“ mit seiner modernen Skyline, spektakulären Architektur und dem Nebeneinander unterschiedlicher kultureller Einflüsse.


Ehemalige Steinbrüche und Veitshöchheimer Gartenparadiese

Dass faszinierende Fotomotive auch in der näheren Umgebung zu finden sind, verdeutlichten mehrere Beiträge aus dem Bereich Natur und Landschaft.

Mit „Metamorphose“ dokumentierte Walter Jäger den Wandel stillgelegter Steinbrüche. Seine Bilder zeigten, wie sich ehemalige Abbauflächen im Laufe der Jahre in Geotope, Biotope, Freilichtmuseen, Kunstlandschaften oder gestaltete Naturparadiese verwandeln können.

Einen besonderen örtlichen Bezug stellte die Präsentation „Prämierte Gärten in Veitshöchheim“ von Birgit und Roland Dörr her. Die beiden hatten einige der vom Verschönerungsverein Veitshöchheim ausgezeichneten Privatgärten fotografisch festgehalten. Ihre Aufnahmen zeigten liebevoll gestaltete Anlagen, harmonische Pflanzenarrangements und kreative Details. Zugleich würdigten sie das Engagement der Gartenbesitzer für ein attraktives Ortsbild.


Monumentale Brücken und außergewöhnliche Museumsarchitektur

Auch architektonische Besonderheiten waren Bestandteil des Ausstellungsprogramms.

Birgit und Roland Dörr beschäftigten sich in „Die Göltzschtalbrücke“ mit einem monumentalen historischen Eisenbahnbauwerk. Die Fotografien machten dessen gewaltige Dimensionen und beeindruckende Konstruktion deutlich. Ein augenzwinkernder Vergleich mit dem wesentlich kleineren heimischen Höchheimer Steg sorgte dabei für eine humorvolle Note.

Eine weitere architektonische Besonderheit stellte Rolf mit dem „Guggenheim-Museum Bilbao“ vor. Seine Aufnahmen rückten die außergewöhnliche Gestaltung des weltbekannten Museums mit seinen geschwungenen Formen und markanten Oberflächen in den Mittelpunkt.


Inge Brendel dokumentierte Veränderungen am Neuen Hafen

Gleich zwei Bild-Ton-Shows von Inge Brendel beschäftigten sich mit dem Neuen Hafen.

In „Der blaue Kran“ rückte sie ein markantes technisches Objekt in den Mittelpunkt und arbeitete dessen besondere Formen und Strukturen fotografisch heraus.

Ihre zweite Präsentation „Neuer Hafen“ besaß vor allem dokumentarischen Charakter. Über mehrere Monate hinweg hatte sie die baulichen Veränderungen auf dem Hafengelände mit der Kamera begleitet. Dabei hielt sie unter anderem den Abriss des alten Raiffeisengebäudes fest. Die entstandene Bildfolge machte die Veränderungen des Areals nachvollziehbar und bewahrte zugleich Erinnerungen an frühere Zustände.


Eine Geistergeschichte mit Augenzwinkern

Dass sich mit Fotografie auch fantasievolle Geschichten erzählen lassen, zeigte die Bild-Ton-Show „Die Geister“. Ausgangspunkt der Inszenierung war ein gemütlicher Grillabend, der plötzlich eine unheimliche Wendung nahm. Mit kreativen Bildideen, fotografischer Gestaltung und einer gehörigen Portion Humor hatten Mitglieder des Fototeams daraus eine unterhaltsame Geschichte entwickelt.

Der Beitrag setzte einen augenzwinkernden Schlusspunkt unter das abwechslungsreiche Präsentationsprogramm.


Fotografie als gemeinschaftliches Erlebnis

Kristin Mahler

Ute Schnapp

Die Ausstellung verdeutlichte am ersten Tag zugleich die Bandbreite der Vereinsarbeit. Gemeinsame Ausflüge, kreative Projekte und die Beschäftigung mit unterschiedlichen fotografischen Techniken prägen das Fototeam Veitshöchheim.

1. Vorsitzender Roland Dörr

Neben der Betrachtung der Fotografien bot sich Gelegenheit, mit den Vereinsmitgliedern über die Entstehung der Bilder und ihre fotografischen Erfahrungen ins Gespräch zu kommen.

Auch für das leibliche Wohl war mit Kaffee, Kuchen, verschiedenen Speisen und Getränken gesorgt.


Am Sonntag geht es weiter – alle Fotografien und Bild-Ton-Shows nochmals zu sehen

Wer die Ausstellung am Samstag verpasst hat, erhält am Sonntag, 1. November 2026, nochmals Gelegenheit, das gesamte Programm im Haus der Begegnung zu erleben.

Ab 11 Uhr sind erneut alle 70 Fotografien der 20 Vereinsmitglieder zu sehen. Gleichzeitig beginnt der zweite Ausstellungstag mit einem Weißwurstfrühstück, das zu einem gemütlichen Auftakt einlädt.

Die 13 Bild-Ton-Shows werden am Sonntag nochmals vollständig präsentiert, und zwar zu folgenden Zeiten:

  • 12.30 Uhr: Erste Vorführung des gesamten Programms

  • 17 Uhr: Zweite Vorführung des gesamten Programms

Damit können Interessierte sowohl die Einzelbilder in Ruhe betrachten als auch sämtliche fotografischen Geschichten erleben.

Der Eintritt ist frei. Für Speisen und Getränke ist gesorgt.


Fotos über die Ausstellung Dieter Gürz - Fotos aus den Tonbild-Shows vom Fototeam zur Verfügung gestellt

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