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Aktualisiert: Beginn der Wasserbau-Arbeiten für die Umgestaltung der "Urbanen Lände" am Höchheimer Steg vor den Mainfrankensälen in Veitshöchheim

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Schutz der Platanen durch ein Holzgerüst im  um ein Meter größeren Umkreis der Kronen

Die Umgestaltung der „Urbanen Lände“ am Höchheimer Steg vor den Mainfrankensälen geht in die nächste Phase. Während der erste Bauabschnitt mit dem Ausbau des Radweges seinem Abschluss entgegengeht, haben heute die Wasserbauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt begonnen.


 

Radweg vor der Fertigstellung

Seit Anfang August rollt der Verkehr wieder durch die Mainuferstraße. Inzwischen hat die Baufirma Würzburger Pflasterbau den Untergrund für den parallel verlaufenden Radweg von der Steg-Rampe bis zur Tiergartenstraße eingebracht.

In den nächsten Tagen soll der Radweg asphaltiert werden. Damit kann der rund 2,0 Millionen Euro teure erste Bauabschnitt der Neugestaltung der „Urbanen Lände“ abgeschlossen werden.


Wasserbauarbeiten am nördlichen Mainufer gestartet

Noch bevor dieser Abschnitt endgültig fertiggestellt ist, haben heute die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt begonnen. Die Gemeinde Veitshöchheim hat hierfür die dechant hoch- und ingenieurbau gmbh aus Weismann beauftragt.

Während das Ausschreibungsverfahren für die Gesamtmaßnahme noch läuft, hatte die Gemeinde für die Wasserbauarbeiten am  nördlichen Ufer des Platzes, rund um den Mainbalkon, separat als eigenes Los ausgeschrieben


 

Neue Uferwand aus Bohrpfählen

Die jetzt begonnenen Wasserbauarbeiten konzentrieren sich auf das nördliche Mainufer rund um den Mainbalkon.

Zum Platz hin wird eine Uferwand aus Bohrpfählen mit Stahlblende hergestellt.

Parallel zur Fließrichtung des Mains entsteht außerdem eine Steinschüttung zur Ufersicherung.


Slipstelle wird zur Ufertreppe

Eine weitere wichtige Veränderung betrifft die bisherige Slipstelle. Sie wird zu einer Ufertreppe ins Wasser umgebaut. Vorgesehen ist dort auch ein Anlegepunkt für Wasserwanderer nach dem Konzept „Gelbe Welle“.

Der bestehende Sportbootanleger aus einer Stahlkonstruktion mit Gitterrostabdeckung erhält ebenfalls einen neuen Standort. Er soll nördlich der Ufertreppe an der benachbarten Uferpromenade im Bereich der inzwischen abgebauten Sitzbank neu errichtet werden.

Der Anleger befindet sich damit künftig rechts vom Waschschiff, das in die neugestaltete Platzfläche integriert wird.


Bestehender Sportbootanleger bereits abgebaut

Die Baufirma war am Dienstag bereits damit beschäftigt, den bisherigen Anleger für Sportboote abzubauen.

Damit haben die vorbereitenden Arbeiten für die Neugestaltung des Uferbereichs sichtbar begonnen.


Schutz für die Platanen

Auch die vorhandenen Platanen auf dem Platz werden während der Bauarbeiten besonders geschützt. Rund um die Baumkronen wird ein  ein Holzlattenzaun errichtet (siehe rote Markierung auf dem Plaster = 1 m außerhalb der Baumkrone).

Damit sollen Schäden im Wurzelbereich durch die Bauarbeiten verhindert werden. 


Wasserbauarbeiten bis November

dhib-Polier Florian Fischer geht davon aus, dass sich die Wasserbauarbeiten seiner Firma bis in den November hinein erstrecken werden.


 

 Große Platzfläche vor den Mainfrankensälen

Der zweite Bauabschnitt umfasst die Neugestaltung des Bereichs zwischen Parkstraße und Oberer Maingasse nach den Plänen des Berliner Büros relais. Die Kosten sind mit insgesamt rund 4,6 Millionen Euro veranschlagt. Wie bereits beim ersten Bauabschnitt wird ein erheblicher Teil der Kosten über die Städtebauförderung mit einem Fördersatz von 60 Prozent finanziert.

Im Mittelpunkt der künftigen „Urbanen Lände“ steht eine große, offene Platzfläche vor den Mainfrankensälen. Die bisherige klare Trennung zwischen Straße und Platz soll entfallen. Dadurch entsteht ein zusammenhängender Aufenthaltsraum direkt am Main.

Damit der Platz künftig nicht unerlaubt mit Fahrzeugen befahren wird, ist nach der Einmündung der Parkstraße eine elektrische Schrankenanlage mit Anforderungssäulen auf beiden Seiten vorgesehen.

Die neue Platzfläche soll Raum für gastronomische Angebote, den wöchentlichen Grünen Markt und Veranstaltungen bieten. Auch der Veitshöchheimer Maibaum erhält hier künftig einen neuen Standort. Für Abkühlung an heißen Sommertagen ist eine Nebelanlage vorgesehen.

Ein gestalterischer Schwerpunkt ist der sogenannte Mainbalkon am nördlichen Rand des Platzes. Dieser leicht abgesenkte Aufenthaltsbereich ermöglicht einen direkten Blick auf den Fluss. Der Mainbalkon wird durch eine steinerne Stützwand gefasst, die zugleich Sitzgelegenheiten und Treppen integriert. Eine großzügige, geschwungene Sitzbank mit roter Holzauflage lädt zum Verweilen ein.  Zum Schutz der Besucher wird die Uferkante mit einem Geländer ausgestattet, dessen Gestaltung an eine Schiffsreling erinnert.


Das Ausschreibungsverfahren für die Gesamtmaßnahme des zweiten Bauabschnitts  läuft unterdessen noch. Mit den separat vergebenen Wasserbauarbeiten ist nun jedoch der nächste sichtbare Schritt bei der Umgestaltung der „Urbanen Lände“ am Main in Veitshöchheim getan.

Fotos Dieter Gürz - Planunterlagen relais Landschaftsarchitekten Berlin

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A
..."Auch die vorhandenen Platanen auf dem Platz werden während der Bauarbeiten besonders geschützt. Rund um die Baumkronen wird ein etwa ein Meter hoher Holzlattenzaun errichtet".<br /> Na da bin ich gespannt, ob die Pfähle etwas wurzelschonender eingetrieben werden, wie beim Schutzzaun am Radweg.
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