Bayerische Gartenakademie empfiehlt: Leere Beete noch sinnvoll nutzen
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Wer im Garten nach der Ernte freie Flächen hat, sollte den Boden nicht einfach offen liegen lassen. Herbst- und Wintersalate sowie verschiedene Aussaaten sorgen schnell wieder für eine schützende Pflanzendecke. Darauf weist die Bayerische Gartenakademie in Veitshöchheim hin.
Offenen Boden begrünen
Abgeerntete oder durch Witterung und Krankheiten geschädigte Beete können im Herbst noch genutzt werden. Pflücksalat, Endivien, Batavia-Salat, Chinakohl und Zuckerhut lassen sich jetzt pflanzen. Auch Asia-Salate und sogenannte Babyleafs können ausgesät werden.
Die Pflanzen bedecken den Boden und schützen ihn vor Erosion, Verschlämmung und Verkrustung. Gleichzeitig unterdrücken sie Unkraut und verhindern, dass vorhandene Nährstoffe, insbesondere Stickstoff, ausgewaschen werden. Durch die inzwischen häufig milderen Herbsttemperaturen verlängert sich zudem die Anbauzeit für Gemüse.
Salate für Herbst und Winter
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Feldsalat kann den ganzen Herbst und Winter über geerntet werden. Eine Aussaat ist noch im September möglich. Besonders praktisch ist das Pflanzen von jungem Feldsalat in Erdpressballen. So lassen sich auch kleinere Lücken im Beet schnell schließen. Bereits nach wenigen Wochen sind die Blattrosetten erntereif.
Feldsalat und Spinat werden vorzugsweise in Reihen gesät. Das erleichtert später das Hacken und Jäten. Pflücksalat und Endivien sollten bei drohendem Frost mit einem Vlies geschützt werden.
Chinakohl und Zuckerhut vertragen Kälte und können bei günstiger Witterung noch bis in den November hinein wachsen. Radieschen und Kresse liefern bereits kurze Zeit nach der Aussaat erste Erträge. Bei der Wintererbse dauert es länger: Sie kann noch bis Oktober ausgesät werden und wird im folgenden Mai geerntet.
Gründüngung als Alternative
Wer kein weiteres Gemüse anbauen möchte, kann die freien Beete mit Gründüngung bedecken. Sie trägt dazu bei, den Humusgehalt und die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen. Außerdem verbessert sie die Krümelstruktur und die Wasserhaltefähigkeit des Bodens und fördert das Bodenleben.
Schnell wachsende und winterharte Gründüngungspflanzen können in wintermilden Regionen noch bis Anfang Oktober ausgesät werden. Gelbsenf und Phacelia bilden bis zum Frost eine schützende Blattmasse. Winterroggen lässt sich sogar noch bis November aussäen.
Bei der Auswahl sollte die Fruchtfolge berücksichtigt werden. Wer viel Kohl, Rettich oder Radieschen anbaut, sollte möglichst keine Kreuzblütler wie Senf, Ölrettich oder Raps als Gründüngung verwenden.
Gründüngung über den Winter stehen lassen
Im Frühherbst sollte die Gründüngung grundsätzlich noch nicht eingearbeitet werden. Bei der Verrottung entstehen wertvolle Nährstoffe, die sonst ausgewaschen werden können. Ein Umgraben ist häufig im Dezember oder Januar möglich, kurz bevor der Boden durchfriert.
Alternativ kann die Gründüngung bis zum Frühjahr stehen bleiben. Winterharte Pflanzen schützen den Boden mit ihrer Grünmasse und ihren verholzenden Teilen über die kalte Jahreszeit.
Ist das Einarbeiten im Frühjahr schwierig, können die Pflanzenreste herausgerissen und kompostiert oder abgemäht werden. Anschließend lässt sich die Fläche mit einem flach gehaltenen Spaten einige Wochen vor der nächsten Beetnutzung bearbeiten. Abgestorbene, frostempfindliche Gründüngung kann zunächst als Mulch auf dem Boden liegen bleiben.
Quelle: Bayerische Gartenakademie an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Wochentipp 2026-36.