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Neustart für die Kunstszene: „KunstWerk Veitshöchheim“ belebt Offene Ateliers neu

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Mit dem neuen Zusammenschluss „KunstWerk Veitshöchheim“ haben am Wochenende sechs Kunstschaffende ein deutliches Signal für mehr Sichtbarkeit und Austausch in der lokalen Kulturszene gesetzt. Nach dem Rückgang der „Tage der Offenen Ateliers“ wollten v.l.n.r. Katharina Schwerd,  Barbara Grimm, Claus Orgzall, Ines-Constanze Flesch, Ulrike Zimmermann und Ursula Peterson die Kunst vor Ort neu beleben.

Beim Neustart der „Tage der Offenen Ateliers“ konnten so Besucher die Ateliers erkunden und dabei unterschiedliche Stilrichtungen und Materialien – von Malerei und Keramik bis hin zu Glas-, Holz- und Ikonenkunst erleben und mit den Kunstschaffenden ins Gespräch kommen.

 Ines-Constanze Flesch – Ikonen als Fenster zum Göttlichen

Ihre Werke führten in die Welt der sakralen Kunst. In traditioneller Technik entstehen auf Holz gearbeitete Ikonen mit Kreidegrundierung und Vergoldung. Für Flesch sind Ikonen mehr als Bilder – sie sind „Türen zum heiligen Raum“ und visualisieren das Unsichtbare des Glaubens.

Über die große Besucherresonanz am Sonntagnachmittag war die Künstlerin sichtich überrascht. Bereits zur Halbzeit um 16 Uhr zählte sie in ihrem Atelier im Veitshöchheimer Altort über 100 Gäste. Sehr viele von ihnen hatten Interesse, sich von ihr ausführlich die Arbeitsschritte und Arbeitsmaterialien zur Herstellung einer Ikone erläutern zu lassen:

 

Ursula Peterson – Glas als magische Transformation

In ihrer Galerie „GlasTraum“ in der Schillerstraße 11 demonstrierte Peterson die Kunst des Glasperlenwickelns.

 Aus festen Glasstäben entstehen in der Flamme filigrane Formen – ein Prozess, der an Alchemie erinnert.

Kombiniert mit Keramik und Treibholz entstehen individuelle Objekte, oft mit humorvollen Namen und persönlichem Charakter.

 

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 Claus Orgzall – Natur als künstlerischer Dialog

 Im Atelier von Klaus Orgzall in der Raiffeisenstraße sind außergewöhnliche Werke aus Treibholz, kombiniert mit Einflüssen aus Afrika, Indien und Asien anzutreffen. Orgzall versteht seine Arbeiten als Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Seine Skulpturen und Objekte sind nicht nur dekorativ, sondern Ausdruck einer tiefen Verbindung zur Natur – ideal als markante Blickfänge moderner Architektur.

Als Blickfang präsentierte so Orgzall gleich am Eingang einen Tisch zum Them,a "Afrikanischer Jesus" in verschiedenen Variationen aus hochwertigen Edelhölzer, im Hintergrund ein Bild von ihm über Jesus mit seinen Jüngern auf der  Via Dolorosa in Jerusalem, im Treibholzrahmen passend zur Osterzeit, die ja noch bis Pfingsten dauert.

auf einer großen Nussbaumplatte ein Jesus aus Currybushholz

hier ein großer Jesus aus dem extrem harten, Hunderte von Jahren haltenden Orumborumboga-Holz, alles von Orgzall  in Namibia gefunden

Es kam übers Meer....das Treibholz für die Driftwood-Segelschiffe. Lange Zeit schipperte es durch Wogen und Wellen, umtost von Stürmen, ausgebleicht durch Sonne und Wind. Angeschwemmt irgendwo an Stränden in Südost Asien. Die Masten sind meist aus Bambus, die Segel aus abgeworfenen Blättern der Zuckerpalme. Der Vogel Strauß rechts ist aus sehr schwerem Schirmakazien-Holz, komplett gearbeitet aus einem Stamm.

Projekt "Muscheln der Meere" im Glas mit aufgesetzter Volua Melo Muschel, zweifach beleuchtet.

 v.l.n.r. Oryx Antilope in artifzierter Form aus afrikanischem Mopane-Edelholz, angespült in Revierbett bei Omakune, Nordnamibia, Kap Löwe aus schwerem Löwenbusch-Wurzelholz, gefunden und bearbeitet in artifizierter Form aus Trockenrevier in Namibia „Swakopmund", Flamimgo aus Ebenholz, ein seltenes, hochwertiges Kunstwerk, aus einem Stück gearbeitet, von bleibendem Wert, Wüstenelefanten aus Currybush, eine absolute Rarität.

Elefantenketten mit der Hand einzeln herausgearbeitet

Orgzalls Resümee: Es waren insgesamt 33 Besucher bei Orgzall. Es kamen auch Leute aus Bad Neustadt und Rhön-Grabfeld durch die Mainpost Veröffentlichung. Orgzall: "Ich war zufrieden."

 Katharina Schwerd – Mode zwischen Minimalismus und Experiment

"Bunt ist meine Lieblingsfarbe" heißt der Wahlspruch von Katharina Schwerd. Die Designerin verbindet klare, geometrische Formen mit ungewöhnlichen Materialien. Inspiriert von Stoffen entwickelt sie in ihrem Atelier in der Würzburger Straße reduzierte Schnitte mit individuellen Details.

 

 Ulrike Zimmermann – Die Ziege als künstlerisches Motiv

In ihrer Galerie präsentiert Schwerd neben eigenen Arbeiten auch Werke anderer Kunstschaffenden und schafft so einen kreativen Treffpunkt im Ort. Zu Gast bei ihr ist dieses Mal Ulrike Zimmermann, aus der Sendelbachstraße, die sich einem besonderen Thema widmet: der Ziege. Ob als Porträt, Karikatur oder abstrakte Form – das Tier steht symbolisch für Naturverbundenheit, Eigenwilligkeit und kreative Freiheit. Ihre Arbeiten verbinden Humor mit kunsthistorischen Bezügen.

Ihre Ziegen sind zwischenzeitlich auch großformatig anzutreffen, so auf drei Bussen des Busunternehmens Hövels in Tachtering im Landkreis Traunstein.

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Gefallen gefunden hat Zimmerman neuerdings neben dem tierischen auch am Zeichnen kulinarischer Dinge, so unten die Zubereitung eines Fischessens mit Gemüse.

 

Barbara Grimm – Keramik im Garten

Seit über 30 Jahren arbeitet Grimm in ihrer Keramikwerkstatt in der Hofelllernstraße  mit Ton und gestaltet wetterfeste Gartenkeramik, im Bild ganz neu eine Sitzbank auf tönernen Gefäßen.

Zwischen Pflanzen und Beeten entfalten ihre Figuren – Tiere und Fantasiewesen – eine besondere Wirkung. Ihre Werke verbinden Natur und Kunst auf spielerische Weise und laden zum Entdecken ein.

Fotos Dieter Gürz

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