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Kunstgenuss zwischen Rosen und Obstbäumen: „im gARTen“ begeistert zum Auftakt - Fortsetzung dieses Wochenende

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Mit zahlreichen Besuchern, anregenden Gesprächen und einer außergewöhnlichen Verbindung von Kunst und Natur ist die Sommerausstellung „im gARTen“ in der Galerie Katharina Schwerd erfolgreich in ihr erstes Wochenende gestartet. Bereits seit 2012 verwandelt sich der idyllische Garten hinter der Galerie – mit Ausnahme der Coronajahre – jeden Sommer in eine Freiluft-Galerie. Auch in diesem Jahr zeigt sich das bewährte Konzept wieder von seiner besten Seite.

Die Ausstellung vereint die Arbeiten von Katharina Schwerd, Hans-Joachim Hummel und Ulrike Zimmermann (im Bild v.l.n.r.)  Zwischen Rosenlauben, Blumenbeeten und alten Obstbäumen entfalten Mode, Schmuck, Fotografie und Installationen eine ganz besondere Wirkung.

Viele Besucher nutzten die entspannte Atmosphäre, um bei einem Getränk im Hof mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen und länger als geplant im Garten zu verweilen.


Mode mit Farbe, Fantasie und klarer Form

Unter dem Motto „Bunt ist meine Lieblingsfarbe“ präsentiert Katharina Schwerd ihre neuesten Entwürfe aus Mode, Schmuck und Accessoires, so auf dem Foto auch ihre originellen Handtaschen und Plexiglas in den Farben gelb und rot. Die Schmuck- und Modedesignerin verbindet klassische Materialien wie Silber und Edelstahl mit farbenfrohem Plexiglas und Kunstharz. Klare geometrische Formen treffen auf außergewöhnliche Stoffe und individuelle Details.

Ihre Einzelstücke entstehen im Atelier in der Würzburger Straße und zeichnen sich durch Originalität, handwerkliche Qualität und eine harmonische Farbgestaltung aus. Die Präsentation lädt nicht nur zum Betrachten, sondern auch zum Anfassen und Anprobieren ein.


Die Ziege bleibt das Lieblingsmotiv

Zu Gast in der Galerie ist wieder einmal die Veitshöchheimer Künstlerin Ulrike Zimmermann, die ihr Atelier im Sendelbachtal hat, deren Werk sich seit vielen Jahren um ein ganz besonderes Motiv dreht: die Ziege. Fasziniert von ihrer kantigen Erscheinung, den markanten Augen und ihrem eigenwilligen Wesen verarbeitet sie das Tier in Collagen, Zeichnungen, Druckgrafiken, Skulpturen und Installationen.

Ihre Ziegen erscheinen humorvoll, manchmal abstrakt, manchmal fast porträthaft und stehen zugleich für Naturverbundenheit und kreative Freiheit.

Im Garten sind neben großformatigen Arbeiten auch dreidimensionale Figuren aus Pappmaché und Bronze zu entdecken. Dass die Künstlerin ständig neue Techniken ausprobiert, zeigt sich seit 2024, seitdem sie zusätzlich mit einer eigenen Druckerpresse arbeit und sich damit weitere künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten erschloss.

Besonders eindrucksvoll ist ihre Bauminstallation mit farbigen Bananen. Dahinter steckt eine klare Botschaft: Die Künstlerin setzt sich mit dem weltweiten Obsthandel auseinander und stellt die Frage, wie selbstverständlich exotische Früchte rund ums Jahr verfügbar sein müssen. Würden Bananen oder Erdbeeren plötzlich unattraktive Farben annehmen, so ihre augenzwinkernde Überlegung, könnten sie vielleicht einfach in Ruhe wachsen und müssten nicht unreif geerntet und um die halbe Welt transportiert werden.

Originell ist auch ihre Liegenziege, daneben auf dem Rasen ein Kunstwerk aus Recycling Wasserflaschen, deren abgeschnittene bemalte Unterseiten Paprikaschoten ähneln getreu dem Motto der Künslerin: "Wenn die Blumen in der Hitze schlappmachen, macht der Müll noch lange kein Loch in die Welt. Flasche leer? Gleich wieder voll - recycln, nicht verwehen!"


 Fotografien zwischen Realität und Fantasie

Hans-Joachim Hummel, studierter Architekt und Kommunikationsdesigner, zeigt experimentelle Fotografien, die weit über klassische Fotografie hinausgehen.

Ausgangspunkt sind Motive seiner Reisen, die er digital bearbeitet und zu faszinierenden Bildwelten weiterentwickelt.

 Ob Landschaften aus Island, Eindrücke aus Chiang Mai oder ein gestrandetes Schiff im Hafen von Lanzarote – reale Orte verwandeln sich durch digitale Collagen in nahezu malerische Kompositionen.

Neu in der Ausstellung sind unter anderem mehrere großformatige Acrylarbeiten, neue Buddha-Steinmotive sowie ein aktuelles Fotobuch mit ausschließlich Menschenporträts.

Seine Arbeiten laden dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und den Blick immer wieder auf überraschende Details zu lenken.


Kunst und Garten bilden eine Einheit

Der besondere Reiz der Ausstellung liegt im Zusammenspiel von Kunst und Natur. Der weitläufige Garten, der sich von der Würzburger Straße bis zur Mainuferstraße erstreckt, wird selbst Teil der Inszenierung. Zwischen Bäumen, Sträuchern und Blumen entfalten die Kunstwerke eine ganz eigene Wirkung und verändern sich je nach Licht und Blickwinkel.

Gerade diese Verbindung macht „im gARTen“ seit Jahren zu einem festen Bestandteil des Veitshöchheimer Kultursommers.


Zweites Ausstellungswochenende

Wer den gelungenen Auftakt verpasst hat, erhält am kommenden Wochenende nochmals Gelegenheit zum Besuch.

Geöffnet ist die Ausstellung am Samstag und Sonntag, 18. und 19. Juli, jeweils von 15 bis 19 Uhr, in der Galerie Katharina Schwerd, Würzburger Straße 30 in Veitshöchheim. Der Eintritt ist frei.

 

Weitere Impressionen ausgestellter Foto-Kunstwerke von Hans-Joachim Hummel

Fotos: Dieter Gürz
Fotos: Dieter Gürz
Fotos: Dieter Gürz
Fotos: Dieter Gürz
Fotos: Dieter Gürz
Fotos: Dieter Gürz
Fotos: Dieter Gürz
Fotos: Dieter Gürz
Fotos: Dieter Gürz

Fotos: Dieter Gürz

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