Feierliche Amtseinführung von Militärpfarrer Frank Schneider in Veitshöchheim
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Festliche Amtseinführung von Militärpfarrer Frank Schneider in Veitshöchheim
Militärpfarrer Frank Schneider wurde in einem feierlichen Gottesdienst offiziell für die Standorte Veitshöchheim und Volkach eingeführt.
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Mit einem festlichen Gottesdienst in der Kuratiekirche Heilige Dreifaltigkeit wurde am Donnerstag, 23. Juli 2026, der katholische Militärpfarrer Frank Schneider offiziell in sein Amt als katholischer Militärpfarrer der Standorte Veitshöchheim und Volkach eingeführt. Zahlreiche Vertreter aus Bundeswehr, Kirche, Politik und öffentlichem Leben sowie Angehörige, Freunde und Wegbegleiter des Geistlichen nahmen an der feierlichen Zeremonie teil.
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Der Gottesdienst begann um 13.30 Uhr und wurde von Leitendem Militärdekan Jörg Plümper vom Katholischen Militärdekanat München als Hauptzelebrant geleitet.
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Mit ihm feierten Ortspfarrer Christian Nowak aus Veitshöchheim, Pfarrer Dr. Matthias Eller aus Volkach sowie Militärpfarrer Frank Schneider und zahlreiche Militärgeistliche aus den katholischen Militärpfarrämtern in Bayern und Baden-Württemberg die Eucharistie.
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Die große Zahl der Konzelebranten unterstrich die enge Verbundenheit innerhalb der Militärseelsorge und die Wertschätzung, die Frank Schneider entgegengebracht wird.
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Für die feierliche musikalische Gestaltung sorgte ein Bläser-Ensemble des Heeresmusikkorps Veitshöchheim.
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An der Orgel spielte der ehemalige Augsburger Domkapellmeister Reinhard Kammler, ein langjähriger Freund von Frank Schneider.
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Zu Beginn seiner Predigt verwies Leitender Militärdekan Jörg Plümper auf drei besondere Anlässe, die an diesem Tag zusammenkamen.
Zum einen feierte die Kuratiekirche Heilige Dreifaltigkeit ihr 60-jähriges Bestehen. Seit sechs Jahrzehnten ist sie gleichermaßen Gotteshaus der katholischen Pfarrgemeinde und Garnisonskirche für die Bundeswehr am Standort Veitshöchheim – ein sichtbares Zeichen der engen Verbindung zwischen Kirchengemeinde und Bundeswehr.
Der zweite Anlass war das 30-jährige Priesterjubiläum von Militärpfarrer Frank Schneider, der vor genau 30 Jahren zum Priester geweiht worden war.
Schließlich stand die offizielle Amtseinführung des neuen Militärpfarrers für die Standorte Veitshöchheim und Volkach im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Zwar hatte Frank Schneider seinen Dienst bereits zum 1. April 2026 aufgenommen, doch mit dem feierlichen Gottesdienst erfolgte nun seine kirchliche Einführung in das Amt.
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Plümper erinnerte daran, dass nach dem Wechsel von Militärdekan Alexander Prosche in das Katholische Militärbischofsamt in Berlin ein Nachfolger gesucht werden musste. Mit Frank Schneider habe man einen erfahrenen Militärpfarrer gewonnen, der zuvor in der Militärseelsorge der Luftwaffe tätig war und nun die Seelsorge am Heerestandort Veitshöchheim übernommen habe.
Der Leitende Militärdekan beschrieb die Aufgaben eines Militärpfarrers als weit mehr als die eines Gottesdienstleiters. Ein Militärpfarrer sei Hirte, Begleiter und Ansprechpartner, der Menschen in allen Lebenslagen zur Seite stehe, mit ihnen den Glauben teile und ihnen gerade in schwierigen Zeiten Hoffnung gebe.
Dabei verschwieg Plümper auch nicht die Herausforderungen des priesterlichen Dienstes. Ein Priester sei kein vollkommener Mensch, sondern habe – wie jeder andere auch – Ecken und Kanten. Entscheidend sei die Bereitschaft, immer wieder neu den eigenen Weg im Glauben zu suchen, Fehler einzugestehen und demütig zu bleiben.
Mit Blick auf die Soldaten hob Plümper deren besondere Verantwortung hervor. Sie seien bereit, im Dienst für Frieden und Sicherheit große persönliche Opfer zu bringen und im Ernstfall sogar ihr eigenes Leben einzusetzen.
Gerade deshalb brauche es Seelsorger, die nicht Teil der militärischen Befehlskette seien, sondern den Menschen in den Mittelpunkt stellten, Mut machten und Hoffnung vermittelten. Militärseelsorge begleite Soldaten unabhängig von Dienstgrad oder persönlicher Lebenssituation und sei Ansprechpartner in Fragen des Glaubens ebenso wie in persönlichen Krisen.
Sie versteht sich als unabhängiger Dienst innerhalb der Bundeswehr. Das Beicht- und Seelsorgegeheimnis gilt uneingeschränkt und schafft einen geschützten Raum für persönliche Gespräche.
Gerade in einer Zeit wachsender internationaler Spannungen gewinnt diese Aufgabe zunehmend an Bedeutung. Die katholische Militärseelsorge begleitet Soldaten in ihrer Verantwortung für Frieden, Freiheit und Sicherheit. Dabei versteht sie den Dienst des Soldaten nicht als Verherrlichung militärischer Gewalt, sondern als Dienst zum Schutz von Menschen, Recht und Freiheit. Auch dort, wo militärisches Handeln erforderlich wird, bleibt der Frieden das oberste Ziel.
Drei Haltungen für den priesterlichen Dienst
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Dem neuen Militärpfarrer gab Plümper drei Leitgedanken mit auf den Weg.
Die erste Haltung sei das Stehen – mit beiden Beinen fest auf dem Boden und geerdet im Leben.
Die zweite Haltung sei das Knien – als Zeichen der Demut, der Bereitschaft, die eigenen Grenzen zu erkennen und immer wieder neu um Gottes Hilfe zu bitten.
Die dritte Haltung sei das Gehen – hinaus zu den Menschen, sie auf ihrem Lebensweg zu begleiten, zuzuhören und ihnen nahe zu sein.
Diese drei Haltungen, so Plümper, prägten einen guten Seelsorger ebenso wie einen glaubwürdigen Priester.
Amtseinführung mit Übergabe des Evangeliars
Im Anschluss verwies Leitender Militärdekan Jörg Plümper auf das Ernennungsschreiben von Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck, mit dem Frank Schneider zum Militärpfarrer für die Standorte Veitshöchheim und Volkach ernannt worden war.
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Mit der feierlichen Übergabe des Evangeliars wurde Schneider dann offiziell in sein Amt eingeführt.
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Das Buch der Evangelien steht als sichtbares Zeichen für den Auftrag des Priesters, das Wort Gottes zu verkünden und die Menschen auf ihrem Lebensweg zu begleiten.
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Ein besonderer Blickfang unter den Gottesdienstbesuchern war eine Abordnung der Bernauer Gebirgsschützenkompanie aus dem Chiemgau. Sie war der Einladung von Frank Schneider gefolgt, der Ende Mai noch die Maiandacht der Kompanie in Kraimoos geleitet hatte. Zuvor hatte der Militärpfarrer an der Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes teilgenommen, zu der alljährlich Soldaten und Militärseelsorger aus zahlreichen Nationen sowie Angehörige der Päpstlichen Schweizergarde zusammenkommen. Die Teilnahme der Gebirgsschützen verlieh der Amtseinführung damit auch eine persönliche Note.
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Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Gäste zu einem Empfang in das Casino der Balthasar-Neumann-Kaserne eingeladen. Mit Grußworten begrüßten Brigadegeneral André Abed, Bürgermeister Jürgen Götz, Pfarrer Christian Nowak, der evangelische Militärpfarrer Jochen Fiedler sowie Leitender Militärdekan Jörg Plümper den neuen Militärpfarrer.
Bürgermeister Jürgen Götz stellte in seiner Ansprache die besondere Symbolkraft des Tages heraus. Mit der Amtseinführung von Frank Schneider seien drei Ereignisse zusammengekommen, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf besondere Weise miteinander verbänden.
Aus seiner eigenen Zeit als Wehrpflichtiger in der Balthasar-Neumann-Kaserne erinnerte sich Götz an die prägende Arbeit der Militärseelsorge. Besonders beeindruckt habe ihn damals die bis heute selbstverständlich gelebte Ökumene zwischen katholischer und evangelischer Militärseelsorge. Götz: "Ich denke dabei beispielsweise an die Andacht an Heiligabend an der Wache – jedes Jahr ein bewegender Moment. Ich denke an die gemeinsamen Erntedankgottesdienste, die Wallfahrten nach Retzbach oder hinauf zum Würzburger Käppele."
Die Garnisonskirche sei seit sechs Jahrzehnten ein Ort der Begegnung und des Miteinanders sowie ein sichtbares Zeichen der engen Verbundenheit zwischen Bundeswehr und Gemeinde Veitshöchheim.
Die Bundeswehr gehöre zu Veitshöchheim. Viele Soldaten leben hier, engagieren sich in Vereinen, bei Veranstaltungen und im gesellschaftlichen Leben. Götz: "Dies ist für unsere Gemeinde ein großer Gewinn. Möge unsere Garnisonskirche auch in Zukunft ein Ort bleiben, an dem Glaube, Gemeinschaft und Hoffnung lebendig sind – für die Angehörigen der Bundeswehr ebenso wie für die Menschen in unserer Gemeinde."
Ein bedeutender Dienst für Menschen in Uniform
Mit der feierlichen Amtseinführung beginnt für Militärpfarrer Frank Schneider ein neuer Abschnitt seines priesterlichen Wirkens.
Die große Beteiligung von Vertretern aus Bundeswehr, Kirche und Kommune machte deutlich, welchen hohen Stellenwert die Militärseelsorge am Bundeswehrstandort Veitshöchheim besitzt. Sie versteht sich als Brücke zwischen Kirche und Bundeswehr, als verlässlicher Ansprechpartner für die Soldaten und ihre Familien sowie als Begleiter in allen Lebenslagen.
Gerade in einer Zeit, in der Frieden und Sicherheit keine Selbstverständlichkeit mehr sind, leistet die Militärseelsorge einen wichtigen Beitrag dazu, dass bei aller militärischen Verantwortung der Mensch, seine Würde und der Einsatz für den Frieden stets im Mittelpunkt bleiben.
Text und Fotos Dieter Gürz