Overblog Alle Blogs Top-Blogs Reisen & Veranstaltungen
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Stiftung Deutscher Offizier Bund spendet 3.000 Euro für Veitshöchheim

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

AWO und Caritas Sozialstation erhalten jeweils 1.500 Euro – Hochrangig besetzte Stiftung tagte zwei Tage in Veitshöchheim

Zwei soziale Einrichtungen in Veitshöchheim profitieren von der diesjährigen Tagung der Stiftung Deutscher Offizier Bund: Die Caritas Sozialstation St. Stephanus und der AWO-Ortsverein Veitshöchheim erhalten jeweils 1.500 Euro. Die Spenden wurden im Rahmen des zweitägigen Aufenthalts der Stiftung in Veitshöchheim überreicht.

Die Stiftung hatte Veitshöchheim in diesem Jahr als Ort ihrer jährlich stattfindenden Tagung ausgewählt. Neben internen Sitzungen standen Begegnungen, ein Empfang der Gemeinde und ein Besuch der Sehenswürdigkeiten Veitshöchheims auf dem Programm.

Das Erinnerungsfoto oben zeigt die Präsidiums- und Beiratsmitglieder der Stiftung mit  Ehepartnern sowie Bürgermeister Jürgen Götz (3. v. l.) und seinem Stellvertreter Elmar Knorz (rechts).


Empfang im Rathaus mit Bürgermeister Jürgen Götz

Am Mittwochvormittag empfing Bürgermeister Jürgen Götz die Delegation um 9.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. 

Nach der Begrüßung stellte das Ortsoberhaupt Veitshöchheim anhand des Imagefilms der Gemeinde vor.

Ergänzend verwies er unter anderem auf die rund 10.000 Einwohner Veitshöchheims und die  vielen überörtlichen Einrichtungen. Auch die traditionsreiche Veranstaltung „Fastnacht in Franken“, die seit 39 Jahren aus Veitshöchheim ausgestrahlt wird, kam zur Sprache. Den Gästen übergab Götz zudem die aktuelle Jahreschronik der Gemeinde mit Zahlen, Daten und Fakten zur Kommune, zum Haushalt und zum örtlichen Veranstaltungsgeschehen.


Kommunalfinanzen und steigende Belastungen

Im Gespräch mit Dr. Franz Josef Jung, Bundesminister a.D. und Mitglied des Stiftungsbeirats, erläuterte Bürgermeister Götz auch die finanzielle Situation der Gemeinde.

Auf die Frage, ob Veitshöchheim angesichts der vielerorts angespannten kommunalen Haushalte besser dastehe, verwies Götz auf die nach wie vor gute Ausgangslage der Gemeinde. Gleichzeitig müsse aber auch Veitshöchheim den finanziellen Gürtel enger schnallen.

Die Gemeinde habe in den vergangenen Jahren umfangreich investiert und biete zahlreiche freiwillige Leistungen an, darunter das Schwimmbad, die kommunale Sing- und Musikschule und die Vereinsförderung.

Als Beispiel für die steigenden Belastungen nannte Götz die Kinderbetreuung. Das jährliche Defizit sei seit 2014 von rund 600.000 Euro auf inzwischen etwa 2,8 Millionen Euro gestiegen.

Auch beim Neubau eines Hortgebäudes am Schulzentrum zeige sich die finanzielle Belastung. Die Investition belaufe sich auf rund 16 Millionen Euro, wovon etwa die Hälfte gefördert werde. Den verbleibenden Eigenanteil müsse die Gemeinde finanzieren.

Götz verwies zugleich darauf, dass Veitshöchheim über eine starke Einnahmesituation verfüge. Insbesondere der Einkommenssteueranteil sei in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, auch bei der Gewerbesteuer sei die Gemeinde weiterhin gut aufgestellt.


Vier Partnerschaften und besondere Verbindung zu Italien

Ein weiterer Schwerpunkt der Vorstellung Veitshöchheims waren die vier kommunalen Partnerschaften. Besonders stolz zeigte sich Götz über die Verbindung mit Greve in Chianti in Italien.

Für die deutsch-italienische Städtepartnerschaft erhielten beide Kommunen am 15. November 2025 im Schloss Bellevue aus den Händen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella den Deutsch-Italienischen Städtepartnerschaftspreis, verbunden mit jeweils 22.500 Euro für ein viertägiges Austauschprogramm.

Im Frühjahr 2026 besuchten rund 30 Jugendliche aus Veitshöchheim Greve in Chianti. Im Mittelpunkt stand unter anderem der neu gestaltete „Sentiero della Memoria“, der an ein Massaker deutscher Truppen erinnert.

Am 12. Oktober ist der Gegenbesuch in Veitshöchheim geplant. Vorgesehen sind Workshops, Begegnungsformate, kulturelle Veranstaltungen und historische Lernorte in Nürnberg.

Götz verwies außerdem auf die besondere Verbindung Veitshöchheims zur Bundeswehr. So habe die Gemeinde 2023 gemeinsam mit dem damaligen Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius die Unterstellung einer niederländischen Brigade unter die 10. Panzerdivision erlebt.


Eintrag ins Goldene Buch

Im Anschluss an die Vorstellung der Gemeinde stand ein besonderer Termin auf dem Programm: Die Mitglieder des Präsidiums und des Beirats trugen sich in das Goldene Buch der Gemeinde Veitshöchheim ein. Das Foto zeigt den Eintrag des Vorsitzenden des Präsidiums Oberstleutnant a.D. Nikolaus Graf Adelmann mit an seiner Seite Bürgermeister Jürgen Götz und die Beirätin Beate Jung, ehemalige Schirmherrin der Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien des Bundeswehr-Sozialwerks. 

Stellvertretender Vorsitzender ist Oberst a.D. Helmut Jürgen Kolb (re.). Zum Präsidium gehören außerdem Oberstleutnant a.D. Ludwig Simmel als Schatzmeister (3.v.l.), Oberstleutnant a.D. Günther Geprägs als Schriftführer (4.v.r.) und Oberstarzt d.R. Dr. Markus Müller 3.v.r.). Mitglieder des Beirats sind weiter General a.D. Wolfgang Schneiderhan (li.), ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr und Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, sowie General a.D. Eberhard Zorn (2.v.r.), ebenfalls ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr und Dr. Franz Josef Jung (4.v.l.), Bundesverteidigungsminister von 2005 bis 2009.


1.500 Euro für die Caritas Sozialstation St. Stephanus

Im Mittelpunkt des Rathaus-Empfangs am Mittwoch stand neben dem Eintrag ins Goldene Buch eine weitere Spendenübergabe. Der Präsident der Stiftung Nikolaus Graf Adelmann überreichte gemeinsam mit seinem Schatzmeister Ludwig Simmel dem Geschäftsführer der Caritas Sozialstation St. Stephanus, Martin Klug (2.v.r.), einen Scheck über 1.500 Euro.

Klug bedankte sich im Namen der Caritas Sozialstation St. Stephanus für die Unterstützung. Die 1.500 Euro sollen für die örtliche Seniorenarbeit in Veitshöchheim und Thüngersheim eingesetzt werden.

Die Sozialstation ist seit mittlerweile 49 Jahren in der Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft tätig. Mit 25 Mitarbeitern werden aktuell rund 160 Klienten versorgt.

Darüber hinaus arbeitet die Einrichtung mit örtlichen Organisationen wie der Nachbarschaftshilfe zusammen. Unter anderem stellt die Sozialstation ein Rollstuhlfahrzeug zur Verfügung, damit Menschen ohne ausreichende eigene Unterstützung beispielsweise Arztbesuche wahrnehmen können.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vermeidung von Vereinsamung. Für regelmäßige Senioren- und Spielenachmittage stellt die Sozialstation wöchentlich Räume, Getränke und Fahrdienste zur Verfügung.„Damit gewährleisten wir Geselligkeit und Unterhaltung und beugen Vereinsamung vor“, erläuterte Klug. Die Spende der Stiftung solle in diesem Sinne eingesetzt werden.


1500 Euro-Spende an die AWO beim Empfang im Bacchus-Keller

Den Auftakt der Spendenübergaben bildete am Dienstagabend der Empfang im Bacchus-Keller.

Dort überreichte die Stiftung einen Scheck über 1.500 Euro an den AWO-Ortsverein Veitshöchheim. Für die AWO nahmen Geschäftsführerin Ingrid Schinagl (li.) und Einrichtungsleiterin Verena Schmidt die Spende entgegen.
Die Stiftung hatte die AWO insbesondere mit Blick auf deren Bedeutung für die Kinderbetreuung ausgewählt. Gerade für Soldatenfamilien können kurzfristige Versetzungen und Zuversetzungen angesichts des personellen Aufwuchses der Bundeswehr zu erheblichen Herausforderungen führen. Junge Familien und Alleinerziehende sind dann auf verlässliche Betreuungsangebote angewiesen.Mit ihren Einrichtungen im Raum Veitshöchheim leistet die AWO einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Familien.


36.000 Euro im vergangenen Jahr für soziale Zwecke

Neben der AWO und der Sozialstation in Veitshöchheim, die je 1500 Euro erhielten, gingen jeweils Spendenschecks über 2000 Euro an die Katholische Familienstiftung für Soldaten und den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (re. dessen Präsident und Stiftungs-Beirat Wolfgang Schneiderhan).

Nach Angaben des Stiftungspräsidenten wurden im vergangenen Jahr insgesamt rund 36.000 Euro für soziale Zwecke vergeben. Seit 2001 belaufen sich die Zuwendungen auf rund 800.000 Euro.


Stiftung finanziert ihre Förderungen aus dem Stiftungsvermögen

Die regelmäßigen Spenden der Stiftung Deutscher Offizier Bund werden vor allem aus den Erträgen des eigenen Stiftungsvermögens finanziert.

Das Vermögen hat einen historischen Ursprung. Die Wurzeln der Stiftung reichen bis zum Deutschen Offizier Bund zurück, der am 28. November 1918 in Berlin gegründet wurde. Er verstand sich als Interessenvertretung der aus dem Ersten Weltkrieg heimkehrenden Offiziere.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Verband ab 1933 gleichgeschaltet und 1943 aufgelöst. 1953 erfolgte durch die Offizier Wohlfahrt Gemeinschaft eine Neugründung. 

1994 gründete die OWG die Stiftung Deutscher Offizier Bund und übertrug ihr das vorhandene Vermögen. Die Stiftung nutzt seitdem die daraus erwirtschafteten Erträge für ihre mildtätigen und gemeinnützigen Zwecke.

Das Grundstockvermögen selbst soll dabei dauerhaft erhalten bleiben. Auf diese Weise bildet das historische Vermögen bis heute die finanzielle Grundlage für die Förderungen. Heute steht die Förderung sozialer und mildtätiger Zwecke im Mittelpunkt der Stiftungsarbeit.



Generalmajor Jörg See spricht über die Herausforderungen der 10. Panzerdivision


Auf  dem Programm stand nach der Präsidiums- und Beiratssitzung im Hotel Weißes Lamm am Dienstagnachmittag auch ein 45minütiger Vortrag von Generalmajor Jörg See, Kommandeur der 10. Panzerdivision mit Sitz in Veitshöchheim. Dabei ging er auf die aktuellen Herausforderungen ein, vor denen seine Division und die Bundeswehr stehen.

Seit 60 Jahren befindet sich in Veitshöchheim eine Bundeswehrkaserne. Bürgermeister Jürgen Götz verwies beim Empfang im Rathaus darauf, dass dort ab Oktober neue Gebäude für rund 300 weitere Rekruten entstehen sollen.

Damit erhielt der Aufenthalt in Veitshöchheim neben dem sozialen Engagement der Stiftung auch eine militärische und sicherheitspolitische Dimension. Die 10. Panzerdivision gehört zu den zentralen Großverbänden des Heeres.



Zwei Tage voller Begegnungen

Der Besuch in Veitshöchheim verband die Arbeit der Stiftung mit Begegnungen in der Gemeinde. Nach den Sitzungen von Präsidium und Beirat, der Vorstellung der 10. Panzerdivision und dem Empfang im Bacchus-Keller folgte am Mittwoch der offizielle Empfang im Rathaus.

Mit dem Eintrag in das Goldene Buch sowie der anschließenden Hofgarten- und Altortführung erhielt die Delegation zudem einen Einblick in Geschichte und Gegenwart Veitshöchheims.

Der Präsident dankte Bürgermeister Götz im Namen des Präsidiums und des Beirats für die Einladung  und besonders der Vorzimmersekretärin Nicole Schellmann, die die Vorbereitung der Sitzung über anderthalb Tage organisiert hatte.
„Wir fühlen uns sehr wohl hier in der Gemeinde“, betonte Adelmann,  Veitshöchheim sei bewusst als Tagungsort ausgewählt worden, um den Charme Unterfrankens kennenzulernen. Auch der Frankenwein habe bei den Gästen am Vorabend einen guten Eindruck hinterlassen. 

Gegen 12.30 Uhr endete das offizielle Programm. Zurück bleiben in Veitshöchheim zwei konkrete Zeichen des sozialen Engagements: 1.500 Euro für die AWO und 1.500 Euro für die Caritas Sozialstation St. Stephanus.

Fotos Dieter Gürz 7 (Empfang Mittwoch) +  3 DOB (Dienstag)

Kommentiere diesen Post