Vielseitiges Kammerkonzert am Gymnasium Veitshöchheim begeistert Publikum
Ein eindrucksvolles musikalisches Spektrum präsentierten Schüler des Gymnasiums Veitshöchheim beim Kammerkonzert heute Abend am 12. März 2026 in der Schulaula. Unter der organisatorischen Leitung der Musiklehrerinnen Christine Gaillard, Claudia von der Goltz und Kristin Wiedenmann boten junge Musiker von der Unterstufe bis zur Oberstufe den 80 Gästen ein abwechslungsreiches Programm, das von barocker Klassik über romantische Klavierliteratur bis hin zu Filmmusik und Pop reichte.
Wie bereits bei den Kammerkonzerten der vergangenen Jahre zeigte sich sehr zur Freude von Schulleiter Bernhard Brunner auch diesmal die besondere Stärke des schulischen Musiklebens: mutige Debüts junger Talente, fortgeschrittene Beiträge erfahrener Schüler sowie virtuose Darbietungen aus der Oberstufe. Das Publikum dankte den Mitwirkenden mit viel Applaus und großer Aufmerksamkeit.
Mutige Nachwuchsmusiker eröffnen das Konzert
Den Auftakt des 19 Punkte umfassenden Programms gestaltete Valentin Geimann aus der Klasse 5c am Klavier mit dem Song „Feuerwerk“ des deutschen Popkünstlers Wincent Weiss. Mit sichtbarer Spielfreude brachte er das moderne Stück auf die Bühne, bei dem Weiss quasi gegen eine Wand aus Smartphones gesungen hat. Er setzte damit einen frischen Einstieg in das Konzert.
Ein Ensemble aus der Klasse 5c folgte mit der berühmten Filmmusik „He’s a Pirate“von Hans Zimmer, der Titelmelodie von "Fluch der Karibik". Felix Wiesner und Jakob Glaus an den Trompeten, Luisa Hemm, Elena Keller und Maximilian Breuer an den Klarinetten sowie Ben Melching (Horn) und Titus Knotzer (Tuba) sorgten gemeinsam für einen klangvollen und temperamentvollen Auftritt. Das Septett hatte sich selbst gebildet und um einen Auftritt im Konzert gebeten.
Mit der „Musette“ von Leopold Mozart präsentierte Madita Bauer aus der Klasse 5a anschließend ein erstes klassisches Klavierstück des Abends, das sehr schön die im 18. Jahrhundert äußerst populären Spielweisen einer Musette de Cour, einer frühen Form des Dudelsacks imitierte.
Barock und Klassik in überzeugenden Interpretationen
Eine kammermusikalische Klangfarbe brachte Kathrin Guttmann (6c) mit der Bratsche in die Aula. Gemeinsam mit der Violinbegleitung von Christine Gaillard interpretierte sie ein Stück aus der Bauernkantate von Johann Sebastian Bach.
Leon Wunderlich (5a) spielte anschließend am Klavier den bekannten Kanon in D-Dur von Johann Pachelbel, unterstützt von einer Violinbegleitung durch Gaillard.
Mit dem modernen populären Klavierklassiker „River Flows in You“ des südkoreanischen Pianisten Yiruma setzte Linda Siegel (6b) einen gefühlvollen Akzent mit emotionaler Wirkung.
Von Rock bis Filmmusik – große stilistische Vielfalt
Dass beim Kammerkonzert nicht nur klassische Literatur erklingt, bewies David Mack (5c) mit der E-Gitarre und dem bekannten Song „Come As You Are“ der Rockband Nirvana.
Ein heiteres kammermusikalisches Stück folgte mit der „Happy Suite“ von Katherine Colledge und Hugh Colledge: Eliana Delle Donne (6a) überzeugte an der Violine, begleitet von Christine Gaillard am Klavier.
Emil Klopsch (7a) zeigte mit dem ersten Satz der Cellosonate in C-Dur von Jean-Baptiste Bréval sein Können auf dem Violoncello, ebenfalls mit Klavierbegleitung durch Gaillard.
Mit dem berühmten Klavierstück „Für Elise“ von Ludwig van Beethoven begeisterte Moritz Rüthel (6c) das Publikum.
Oberstufe beeindruckt mit musikalischer Reife
Zu den Höhepunkten vor der Pause gehörte die Klavierinterpretation der traurigen Liebesballade „November Rain“ der Rockband Guns N’ Roses durch Sina-Marie Busch (Q12).
Julia Helena Compensis (7a) brachte mit ihrem Flügelhorn eine besondere dunkle Klangfarbe ins Programm und spielte „Don’t Know Why“ des Songwriters Jesse Harris, gesungen von Norah Jones.
Sarah Schässburger (6b) schickte anschließend an der Violine unter Klavierbegleitung von Gaillard die Zuhörer mit dem virtuosen und beschwingten „Zigeunermarsch“ op. 23 Nr. 2 von Oskar Rieding in die Pause.
Anspruchsvoller Klavierblock nach der Pause
Den zweiten Konzertteil eröffnete der 1. Preisträger beim Regionalwettbewerb Samuel Schmid (8a) mit einem anspruchsvollen Klavierprogramm aus verschiedenen Epochen mit ungehemmter Ausdruckskraft: der Allemande aus der Französischen Suite Nr. 2 von Johann Sebastian Bach, dem ersten Satz der f-Moll-Sonate von Ludwig van Beethoven sowie „La plus que lente“ von Claude Debussy.
Ein besonders emotionaler Moment entstand, als Viola Fischediek (11a) das in den sozalen Medien mit fast einer Millarde Aufrufe höchst populäre Lied „Je te laisserai des mots“ des kanadischen Musikers Patrick Watson gesanglich interpretierte und den bittersüßen Sound selbst am Klavier begleitete.
Filmmusikalische Atmosphäre verbreitete der Pianist Josef Oestemer (Q12) mit der traurig, verspielt und nostalgisch wie eine Erinnerung aus einem anderen Leben klingenden Sinfonie „Merry-Go-Round of Life“ (Das Karussell des Lebens) des japanischen Komponisten Joe Hisaishi aus dem Animationsfilm "Howl's Moving Castle" (Das wandelnde Schloss), ein Stück der Höchststufe.
Virtuose Streicherin und ein brillanter Abschluss
Mit dem dritten Satz aus dem Violinkonzert Nr. 2 in G-Dur von Friedrich Seitz demonstrierte Jaqueline Funsch (10c) mit toller Intonation eindrucksvoll ihr Können an der Violine, begleitet von Christine Gaillard am Klavier.
Viktoria Dutz (10b) verzückte anschließend am Klavier mit den „Greensleeves-Variationen“ von Manfred Schmitt.
Den glanzvollen Abschluss des Konzertes gestaltete schließlich Sven Wicht (Q13) mit dem technisch äußerst anspruchsvollen Scherzo Nr. 1 von Frédéric Chopin. Mit großer Virtuosität und musikalischer Ausdruckskraft führte der Pianist das Werk kraftvoll, rasant, technisch präzise zu einem beeindruckenden Finale.
Fotos Dieter Gürz