"Abriss trotz Wohnungsnot?" – Drei „Hühner-Hütten“ müssen weichen - Vorbereitungen für Erweiterung des Feuerwehrhauses haben begonnen
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„Abriss trotz Wohnungsnot! Reihenhaussiedlung in Veitshöchheim frei! Wann hat man jemals drei solcher Hühner-Hütten schon mal gesehen? Schau dir mal das Alter an!“ – Mit einem Augenzwinkern kommentierte das in der Nähe wohnende, für seine Scherze bekannte Veitshöchheimer Urgestein Fritz Weber die Arbeiten des gemeindlichen Bauhofs, die in den vergangenen Tagen an der Zuchtanlage des Geflügelzuchtvereins Veitshöchheim neben dem Feuerwehrhaus zu beobachten waren.
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Platz für neue Lagermöglichkeiten und Fahrzeuge
Wie eine Nachfrage im Rathaus ergab, handelt es sich dabei um vorbereitende Maßnahmen für die geplante Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrhauses.
Unterhalb des Gerätehauses ist der Bau einer Kalthalle vorgesehen. Diese soll künftig als Lagerraum dienen und zusätzlich Platz für zwei weitere Stellplätze bieten – für das neue Boot der Feuerwehr und den Anhänger mit der Ölsperre.
Neue Stellplätze für Einsatzkräfte
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Auch auf der gerodeten Fläche zwischen Feuerwehrhaus und dem Pfeiler der Bahnbrücke sollen Veränderungen entstehen. Dort werden sieben neue Stellplätze für Feuerwehrdienstleistende geschaffen.
Die drei noch stehenden Hütten werden dabei nicht entsorgt, sondern wieder in die Geflügelzuchtanlage integriert.
Geflügelzuchtanlage wird vorübergehend umorganisiert
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Für die Übergangszeit wurde bereits am bestehenden Zaun ein provisorischer Zugang mit Schotter angelegt. Nach Abschluss der Maßnahmen ist geplant, die Geflügelzuchtanlage in Richtung des REWE-Parkplatzes bis zum neuen Radweg hin zu erweitern.
Radweg entlang der Mainlände soll verlängert werden
Ein weiterer Baustein der Planungen betrifft die Radwegeverbindung. Vorgesehen ist, den derzeit am Feuerwehrhaus endenden Radweg entlang der Mainlände bis zum Brücklein an der Gemarkungsgrenze auszubauen. Der neue Abschnitt verläuft über die Wiese, die an den Parkplatz des REWE-Marktes angrenzt.
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Die aktuellen Arbeiten gelten noch nicht als offizieller Baubeginn für das Feuerwehrprojekt. Wie aus dem Rathaus verlautet, wartet die Gemeinde derzeit noch auf den Bewilligungsbescheid über staatliche Fördermittel der Regierung von Unterfranken. Erst danach kann die Maßnahme ausgeschrieben und anschließend der Bauauftrag vergeben werden. In der Gemeinde zeigt man sich jedoch optimistisch, dass der tatsächliche Baubeginn im Spätsommer erfolgen kann.
Der Kostenrahmen für das Gesamtprojekt beläuft sich auf rund 5,1 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 3,4 Millionen Euro auf die Baukosten, rund eine Million Euro auf Baunebenkosten sowie 0,5 Millionen Euro auf Finanzierungskosten. Nach neuen Förderregelungen rechnet die Gemeinde mit staatlichen Zuschüssen in Höhe von etwa 1,38 Millionen Euro.
Die Umsetzung des Projekts erfolgt im Bauherrenmodell über die BayernGrund im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrags.
Fotos Dieter Gürz