Gemeinderat beschließt moderate Anpassung der Eintrittspreise im Geisbergbad
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Eintritt ins Veitshöchheimer Geisbergbad wird teurer
Der Gemeinderat hat eine moderate Erhöhung der Eintrittspreise für das Freibad beschlossen. Wie viel Besucher nun zahlen müssen - und welche Änderungen es noch gibt.
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Der Gemeinderat Veitshöchheim hat in seiner Sitzung am Dienstag unter TOP 12 eine Anpassung der Eintrittspreise für das Geisbergbad beschlossen. Ziel ist es, das Defizit des Bades angesichts angespannter Haushaltslage zumindest teilweise auszugleichen und gleichzeitig die Gebühren sozial verträglich zu gestalten.
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Die Eintrittspreise wurden zuletzt zur Badesaison 2023 angepasst. Seitdem sind die Kosten weiter gestiegen, während die Einnahmen stark von äußeren Faktoren wie dem Wetter abhängen. So ging im letzten Jahr die Besucherzahl gegenüber 2022 um 24.300 auf 80.000 zurück.
Die Verwaltung schlug eine maßvolle Erhöhung der Eintrittspreise vor, die vom Gemeinderat mehrheitlich mitgetragen wurde:
Einzelkarten erhöht um 0,50 Euro:
- 🏊 Erwachsene: 4,50 Euro
- 🏊 Erwachsene ab 17 Uhr: 3,50 Euro
- 🏊 Erwachsene ermäßigt Nr. 10: 3,50 Euro
- 🏊Kinder/Jugendliche bis 18 Jahre: 3,00 Euro
- 🏊Kinder/Jugendliche ab 17 Uhr: 2,50 Euro
10er Karte erhöht um 5,00 Euro
- 🏊 Erwachsene: 40,00 Euro
- 🏊 Erwachsene ermäßigt Nr. 10: 30,00 Euro
- 🏊 Erwachsene ab17 Uhr: 30,00 Euro
- 🏊 Kinder/Jugendliche bis 18 Jahre: 25,00 Euro
30er Karte
- 🏊 Erwachsene: 110,00 Euro (bisher 100)
- 🏊 Erwachsene ab 17 Uhr: 85,00 Euro (bisher 70)
- 🏊 Erwachsene ermäßigt Nr. 10: 85,00 Euro (bisher 70)
- 🏊Kinder/Jugendliche bis 18 Jahre: 70,00 Euro (bisher 55)
Saisonkarte
- 🏊 Erwachsene: 125,00 Euro (bisher 100)
- 🏊 Erwachsene ermäßigt Nr. 10: 95,00 Euro (bisher 70)
- 🏊Kinder/Jugendliche bis 18 Jahre: 65,00 Euro (bisher 55)
Familiensaisonkarte
- 🏊Eltern (2 Erwachsene) und deren Kinder bis 18 Jahre: 240,00 Euro (bisher 195)
- 🏊 Alleinerziehende (1 Erwachsener) und dessen Kinder bis 18 Jahre: 120,00 Euro (bisher 95)
Schulklassen und Jugendgruppen
- 🏊 je Person: 2.00 Euro (bisher 1,50 Euro)
Ein zentraler Punkt der Beratung war die Neustrukturierung der Tageskarten:
🏊 Abschaffung der bisherigen Familientageskarte (8 €)
🏊 Einführung einer Gruppentageskarte (14 €)
🏊 Gültig für bis zu 2 Erwachsene und bis zu 5 Kinder – unabhängig vom gemeinsamen Haushalt
Hintergrund ist vor allem der hohe Verwaltungsaufwand bei der Prüfung von Familienzugehörigkeiten. Gleichzeitig bietet die neue Regelung mehr Flexibilität, etwa für Kindergeburtstage oder gemeinsame Badeausflüge.
Aus den Reihen des Gemeinderats wurde jedoch auch Kritik laut:
🏊 Gemeinderätin Christina Feiler (Grüne) wies darauf hin, dass eine „klassische Familie“ (2 Erwachsene, 2 Kinder) künftig statt bisher 8 € nun 14 € zahlen müsse
🏊 Dies bedeute nahezu eine Verdopplung der Kosten für Familien
🏊 Sie plädierte dafür, Familien weiterhin gezielt zu entlasten
Als Reaktion auf die Diskussion reichte CSU-Sprecher Marc Zenner bereits am Tag nach der Sitzung einen weiteren Vorschlag ein:
🏊Einführung eines zusätzlichen Gruppentagestarifs „Familie“
🏊 Preis: 11 € für 2 Erwachsene und maximal 2 Kinder/Jugendliche
Begründung des Antrags:
🏊 Die bisherige Familienkarte war stark subventioniert und begünstigte auch auswärtige Familien
🏊Der neue Gruppentarif ist flexibler und reduziert Verwaltungsaufwand
🏊 Dennoch soll die deutliche Mehrbelastung für klassische Familien abgemildert werden
🏊 Eine Einzelfallgerechtigkeit sei nicht vollständig möglich, aber eine soziale Abfederung sinnvoll
👉 Wichtig:
🏊 Auf eine aufwendige Prüfung familiärer Beziehungen soll verzichtet werden
🏊 Bei Missbrauch könne die Kontrolle wieder eingeführt werden
🏊 Nach der Badesaison soll eine erneute Bewertung des Tarifs erfolgen
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Hier die Ermittlung von Mehreinnahmen 2026 von insgesamt rund 58.000 Euro, bei jeweils gleicher Anzahl verkaufter Karten wie im Vorjahr. 2025 wurden durch den Kartenverkauf Einnahmen von 224.595 Euro brutto erzielt.
Unabhängig von der Preisgestaltung bleibt die Besucherentwicklung stark wetterabhängig. Die Zahlen der letzten Jahre zeigen deutliche Schwankungen, die nicht auf die Eintrittspreise zurückzuführen sind.
Die Gebührenerhöhung wurde mehrheitlich beschlossen. Gleichzeitig zeigt die angekündigte Initiative der CDU, dass eine Nachjustierung zugunsten von Familien bereits in der nächsten Sitzung wieder auf der Agenda stehen dürfte.
Fazit:
Mit der neuen Gebührenstruktur setzt Veitshöchheim auf mehr Flexibilität und geringeren Verwaltungsaufwand. Gleichzeitig bleibt die Frage der sozialen Ausgewogenheit – insbesondere für Familien – weiterhin politisch im Fokus.