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Gemeinderat beschließt moderate Anpassung der Eintrittspreise im Geisbergbad

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Der Gemeinderat Veitshöchheim hat in seiner Sitzung am Dienstag unter TOP 12 eine Anpassung der Eintrittspreise für das Geisbergbad beschlossen. Ziel ist es, das Defizit des Bades angesichts angespannter Haushaltslage zumindest teilweise auszugleichen und gleichzeitig die Gebühren sozial verträglich zu gestalten.


💧 Letzte Erhöhung lag im Jahr 2023

 Die Eintrittspreise wurden zuletzt zur Badesaison 2023 angepasst. Seitdem sind die Kosten weiter gestiegen, während die Einnahmen stark von äußeren Faktoren wie dem Wetter abhängen. So ging im letzten Jahr die Besucherzahl gegenüber 2022 um 24.300 auf 80.000 zurück.


💶 Moderate Preisanpassung beschlossen

Die Verwaltung schlug eine maßvolle Erhöhung der Eintrittspreise vor, die vom Gemeinderat mehrheitlich mitgetragen wurde:

Einzelkarten erhöht um 0,50 Euro:

  • 🏊 Erwachsene:  4,50 Euro
  • 🏊 Erwachsene ab 17  Uhr: 3,50 Euro
  • 🏊 Erwachsene ermäßigt Nr. 10:  3,50 Euro
  • 🏊Kinder/Jugendliche bis 18  Jahre: 3,00 Euro
  • 🏊Kinder/Jugendliche ab 17 Uhr: 2,50 Euro

10er Karte erhöht um 5,00 Euro

  • 🏊 Erwachsene: 40,00 Euro
  • 🏊 Erwachsene ermäßigt Nr. 10: 30,00 Euro
  • 🏊 Erwachsene ab17 Uhr: 30,00 Euro
  • 🏊 Kinder/Jugendliche bis 18  Jahre: 25,00 Euro

30er Karte 

  • 🏊 Erwachsene: 110,00 Euro (bisher 100)
  • 🏊 Erwachsene ab 17  Uhr: 85,00 Euro (bisher 70)
  • 🏊 Erwachsene ermäßigt Nr. 10: 85,00 Euro (bisher 70)
  • 🏊Kinder/Jugendliche bis 18  Jahre: 70,00 Euro (bisher 55)

Saisonkarte

  • 🏊 Erwachsene: 125,00 Euro (bisher 100)
  • 🏊 Erwachsene ermäßigt Nr. 10: 95,00 Euro (bisher 70)
  • 🏊Kinder/Jugendliche bis 18  Jahre: 65,00 Euro (bisher 55)

Familiensaisonkarte

  • 🏊Eltern (2 Erwachsene) und deren Kinder bis 18 Jahre: 240,00 Euro (bisher 195)
  • 🏊 Alleinerziehende (1 Erwachsener) und dessen Kinder bis 18 Jahre: 120,00 Euro (bisher 95)

Schulklassen und Jugendgruppen

  • 🏊 je Person: 2.00 Euro (bisher 1,50 Euro)

👨‍👩‍👧‍👦 Familientageskarte entfällt – neue Gruppentageskarte kommt

Ein zentraler Punkt der Beratung war die Neustrukturierung der Tageskarten:

🏊 Abschaffung der bisherigen Familientageskarte (8 €)
🏊 Einführung einer Gruppentageskarte (14 €)
🏊 Gültig für bis zu 2 Erwachsene und bis zu 5 Kinder – unabhängig vom gemeinsamen Haushalt

Hintergrund ist vor allem der hohe Verwaltungsaufwand bei der Prüfung von Familienzugehörigkeiten. Gleichzeitig bietet die neue Regelung mehr Flexibilität, etwa für Kindergeburtstage oder gemeinsame Badeausflüge.


⚖️ Kritik an deutlicher Mehrbelastung für Familien

Aus den Reihen des Gemeinderats wurde jedoch auch Kritik laut:

🏊 Gemeinderätin Christina Feiler (Grüne) wies darauf hin, dass eine „klassische Familie“ (2 Erwachsene, 2 Kinder) künftig statt bisher 8 € nun 14 € zahlen müsse
🏊 Dies bedeute nahezu eine Verdopplung der Kosten für Familien
🏊 Sie plädierte dafür, Familien weiterhin gezielt zu entlasten


📝 CSU kündigt neuen Antrag an

Als Reaktion auf die Diskussion reichte CSU-Sprecher Marc Zenner bereits am Tag nach der Sitzung einen weiteren Vorschlag ein:

🏊Einführung eines zusätzlichen Gruppentagestarifs „Familie“
🏊 Preis: 11 € für 2 Erwachsene und maximal 2 Kinder/Jugendliche

Begründung des Antrags:

🏊 Die bisherige Familienkarte war stark subventioniert und begünstigte auch auswärtige Familien
🏊Der neue Gruppentarif ist flexibler und reduziert Verwaltungsaufwand
🏊 Dennoch soll die deutliche Mehrbelastung für klassische Familien abgemildert werden
🏊 Eine Einzelfallgerechtigkeit sei nicht vollständig möglich, aber eine soziale Abfederung sinnvoll

👉 Wichtig:
🏊 Auf eine aufwendige Prüfung familiärer Beziehungen soll verzichtet werden
🏊 Bei Missbrauch könne die Kontrolle wieder eingeführt werden
🏊 Nach der Badesaison soll eine erneute Bewertung des Tarifs erfolgen


 

Hier die Ermittlung von Mehreinnahmen 2026 von insgesamt rund 58.000 Euro, bei jeweils gleicher Anzahl verkaufter Karten wie im Vorjahr. 2025 wurden durch den Kartenverkauf Einnahmen von 224.595 Euro brutto erzielt.


📊 Wetter bleibt entscheidender Faktor

Unabhängig von der Preisgestaltung bleibt die Besucherentwicklung stark wetterabhängig. Die Zahlen der letzten Jahre zeigen deutliche Schwankungen, die nicht auf die Eintrittspreise zurückzuführen sind.


✅ Beschluss gefasst – Nachjustierung möglich

Die Gebührenerhöhung wurde mehrheitlich beschlossen. Gleichzeitig zeigt die angekündigte Initiative der CDU, dass eine Nachjustierung zugunsten von Familien bereits in der nächsten Sitzung wieder auf der Agenda stehen dürfte.


Fazit:
Mit der neuen Gebührenstruktur setzt Veitshöchheim auf mehr Flexibilität und geringeren Verwaltungsaufwand. Gleichzeitig bleibt die Frage der sozialen Ausgewogenheit – insbesondere für Familien – weiterhin politisch im Fokus.

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D
Ich habe mir aufgrund der Diskussion die Mühe gemacht und auf der Grundlage der Sitzungsvorlage der Gemeinde ermittelt, dass die Erhöhung der Gebühren zu Mehreinnahmen 2026 von rund 58.000 Euro führt, wenn jeweils die gleiche Anzahl an Karten wie im Jahr 2025 verkauft werden, in dem 80.000 Besucher gezählt wurden.<br /> <br /> siehe in den Artikel eingefügte Tabelle
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W
Mit der geplanten Sanierung des Kinderplanschbeckens hat die Gemeinde ein kostenintensives Projekt im Geisbergbad zu stemmen, von dem gerade Familien profitieren, wenn es fertig ist. Da ist es nicht zu viel verlangt, dass auch Familien ihren moderaten Beitrag zur Reduzierung des Defizits und zur Sanierung leisten.<br /> <br /> Man muss die Kosten auch mal ganz sachlich und fair in Relation stellen: Für die 14 Euro für die Gruppenkarte bekommt man im Geisbergbad einen kompletten Tag Freibaderlebnis für die ganze Familie. In einem Gasthaus bekomm ich für 14 Euro wenn ich Glück habe noch ein Schnitzel, aber dann ohne Getränke etc. Mit dem kleinen Unterschied, dass für den Betrieb eines Freibads ein enormer technischer, energetischer und hygienischer Aufwand erforderlich ist.<br /> <br /> An Gabriele Waldeck-Düll: Trotz der Preiserhöhung wird der Freibadbesuch für Familien subventioniert. Das gesamte Ferienprogramm und die Jugendarbeit der Gemeinde sind subventioniert. Sie sollten mal etwas weniger stänkern und lieber sachlich bleiben.
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W
@Peter Greb: Die Eintrittspreise sind für alle gestiegen, nicht nur für Familien. Von daher stimmt Ihre Aussage mit "nur Familien mit Kindern zur Kasse bitten" nicht.
P
Es werden nicht nur Ferienprogramme subventioniert. Ohne Subventionen gäbe es kein Geisbergbad, keinen neuen Steg, keine Neugestaltung am Mainufer und vieles mehr, denn das könnte sich die Gemeinde alles nicht leisten. Insofern ist es nicht zielführend, nur Familien mit Kindern für die Sanierung des Kinderplanschbeckens zur Kasse zu bitten - davon abgesehen, dass die meisten Kinder es aus Altersgründen gar nicht nutzen.
P
Das Nautiland musste es vor einigen Jahren schmerzhaft erfahren: Nach Erhöhung der Eintrittspreise ging die Besucherzahl so stark zurück, dass der Effekt der Erhöhung ein größeres Defizit war. Deshalb ist es erfreulich, dass nach den Grünen nun auch die CSU erkannt hat, dass fiskalische Erwägungen nicht alles sein können. Da die beiden Fraktionen zusammen eine Mehrheit im Gemeinderat haben, ist zu erwarten, dass für das Geisbergbad jetzt eine vernünftige Regelung gefunden wird.
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T
Ich lese das so - die Ausgaben steigen & die Besucherzahl wird weniger. Und jedes Jahr wird das Defizit größer. Und immer weniger können sich die Preise als Familie leisten - nicht jeder ist Anwalt oder Pädagoge; manche von uns verdienen unter dem deutschen Durchschnitt. Und laut den Damen und Herren der Gemeinde wird der Haushalt immer schlechter und man müsse die Gürtel enger schnallen. Und wann sieht es die Gemeinde ein, das es besser wäre, das Geisbergbad zu schließen. Immer mehr Freibäder schließen, die Leute gehen an die Baggersee; oder siehe Thüngersheim - dort übernahm ein Verein das Schwimmbad, sonst wäre das auch schon zu ....
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G
Dass der Wahlkampf vorbei ist haben wir gemerkt. Der alte Gemeinderat hat noch schnell die Grundsteuer und die Freibadgebühren erhöht und den Haushalt verabschiedet. Das konnte man wohl nicht dem neu gewählten Gremium überlassen?<br /> <br /> Anstelle Familien zu subventionieren werden in VHH Familien und Bürger zur Kasse gebeten um kostenlose Parkplätze für Touristen und ein Dauerminus für die Mainfrankensäle zu subventionieren. <br /> <br /> Vielen Dank Herr Zenner, auf Ihren Politikstil ist nach wie vor Verlass.<br /> <br /> Weshalb versuchen sie nicht einfach mal günstiger zu planen und Kosten zu sparen. Dann könnten unsere künftigen Rentenzahler unabhängig vom Familieneinkommen unbeschwert im Wasser planschen. Denn anders als Erwachsene dürfen Kinder nicht alleine ins Schwimmbad, sie brauchen eine erwachsene Begleitperson, d. h. damit ein Kind schwimmen lernen kann, muss es mit einem Elternteil 8 € Mindesteintritt zahlen. <br /> <br /> Anstelle von Grünenbashing wäre es endlich mal an der Zeit konstruktiv zum Wohle aller zusammenzuarbeiten.
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B
Sehr geehrte Frau Waldeck-Düll,<br /> <br /> Ihr Stil entspricht in vielerlei Hinsicht ganz meinem Geschmack. Ich möchte jedoch anmerken, dass durch die Erhöhung der Gewerbesteuer auch jede Unternehmerin und jeder Unternehmer belastet wird und das in Zeiten, die eigentlich ein gegensätzliches wirtschaftliches Handeln erforderlich machen.<br /> <br /> Darüber hinaus würde ich mich freuen, mich mit Ihnen einmal auszutauschen, um Themen wie Kosten (Opportunitätskosten, Folgekosten usw.), Infrastruktur und weitere wirtschaftliche Aspekte etwas genauer zu beleuchten.<br /> <br /> Herr Gürz darf Ihnen hierfür gerne meine E-Mail-Adresse weiterleiten, oder alternativ können Sie sich direkt an meinen Nachbarn, Herrn Peter G., wenden.
M
Es ist schon erstaunlich. Obwohl in der Sitzung diskutiert, stimmten lediglich die Mitglieder der Fraktion der Grünen gegen die Erhöhung der Familientages- jetzt Gruppentageskarte um 6€. Alle anderen Gemeinderäte waren mit der nahezu Verdoppelung einverstanden. <br /> Jetzt plagt die Fraktion der CSU scheinbar doch das Gewissen. Wenn auch spät, sah man wohl ein, dass das doch etwas unsozial wäre und versucht doch noch der Kritik der Grünen zu folgen. Dies hätte man auch während der Sitzung bereits tun können.<br /> Sollte der Vorschlag die Mehrheit finden, wäre die Karte für 2 Erwachsene, 2 Kinder damit statt 6€ nur 3€ teurer. Ich habe 3 Kinder und kenne genug Familien mit mehr Kindern. Diese Familien müssten dann aber doch zur Gruppenkarte greifen und genau diesen um 6€ höheren Preis zahlen.<br /> Bleibt zu hoffen, dass die Fraktionen eine gemeinsame familienfreundliche Lösung finden.
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M
Es ist schon erstaunlich: Wie der Ortsvorsitzende der Grünen richtig feststellt, wurde über die Frage der Kosten für Familien diskutiert. Wie so oft waren die Grünen grundsätzlich dagegen – ohne einen konstruktiven Vorschlag in der Sache zu unterbreiten.<br /> Diesen hat die CSU geliefert. Nicht wegen eines schlechten Gewissens, sondern aus ernsthafter Verantwortung für Familien. <br /> Das Grundkonzept haben einige offenbar immer noch nicht verstanden: Es muss aus fiskalischen Gründen zu einer Erhöhung kommen, leider auch für Familien. Und die hochgradige, gerade auch im Verhältnis sehr hohe Subventionierung der bisherigen Familienkarte ist nicht zu halten. <br /> Eine Einzelfallgerechtigkeit kann es ohnehin nicht geben. Aber es gilt: Eine Familie mit 3 Kindern spart mit dem Gruppentarif gegenüber dem Einzelpreis 4 Euro.<br /> Eine Familie mit 2 Kindern spart mit unserer Variante gegenüber dem Einzelpreis ebenfalls 4 Euro, was eben einer Nachjustierung bedurft hatte, weil nur diese Variante überproportional belastet gewesen wäre.<br /> Größere Familien sparen mehr.<br /> Selbst eine Familie mit nur einem Kind spart mit unserem Vorschlag noch 1 Euro.<br /> Von den Grünen hört man in der Sache aber nichts.<br /> Eigentlich ist der Wahlkampf vorbei, weshalb es um Sachentscheidungen gehen sollte. Das sehen die Grünen anscheinend anders.