Militärischer Appell in Veitshöchheim - Panzerbrigade 45 „Litauen“ wächst weiter
Soldaten des Panzerbataillons 203 treten beim Übergabeappell
Die Balthasar-Neumann-Kaserne in Veitshöchheim stand am letzten Donnerstag ganz im Zeichen der Bundeswehr: Bei einem feierlichen Übergabeappell wurden zwei Kampftruppenbataillone offiziell der Panzerbrigade 45 „Litauen“ unterstellt. Damit gewinnt der Bundeswehrstandort Veitshöchheim weiter an Bedeutung innerhalb der deutschen und multinationalen Landes- und Bündnisverteidigung.
Angetretene Soldaten des Panzergrenadierbataillons 122
Mit dem Panzerbataillon 203 aus Augustdorf und dem Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach schreitet der planmäßige Aufbau der Brigade voran, deren Stab seinen Sitz in Veitshöchheim hat. Die Übergabe der Verbände erfolgte im Beisein zahlreicher Gäste aus Bundeswehr, Politik und Gesellschaft.
Die formelle Unterstellung nahmen Brigadegeneral Stephan Behrenz, Kommandeur der Panzerlehrbrigade 9 „Niedersachsen“, sowie Oberst Klaus Peter Berger, stellvertretender Kommandeur der Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“, vor. Neuer truppendienstlicher Vorgesetzter der beiden Bataillone ist Brigadegeneral Christoph Huber, Kommandeur der Panzerbrigade 45 „Litauen“ mit Sitz in Veitshöchheim.
Feierlicher Moment in der Balthasar-Neumann-Kaserne: Brigadegeneral Christoph Huber übernimmt in Veitshöchheim die Truppenfahne des Panzerbataillons 203.
In seiner Ansprache hob der Kommandeur der 10. Panzerdivision, Generalmajor Jörg See, die Rolle Veitshöchheims als zentralen Führungs- und Organisationsstandort hervor. Von hier aus werde der Aufbau der Brigade gesteuert, die künftig dauerhaft in Litauen stationiert sein soll. Die enge Zusammenarbeit mit internationalen Partnern aus den Niederlanden, Litauen, den USA und Frankreich sei dabei tägliche Realität.
Auch Garnisonsbürgermeister Jürgen Götz nahm am Appell teil und unterstrich die enge Verbindung zwischen Gemeinde und Bundeswehrstandort. Auf dem Foto schreitet er mit Generalmajor Jörg See (10. Panzerdivision), Generalmajor Alexander Krone (1. Panzerdivision), und Ehrengast General a.D. Erhard Bühler die Front der angetretenen Soldaten ab.
Als Ehrengast würdigte General a.D. Erhard Bühler die Auswahl der beiden Bataillone. Beide Verbände verfügten über umfangreiche Übungs- und Einsatzerfahrung, insbesondere aus längerfristigen Aufenthalten in Litauen. Diese Erfahrungen seien eine wichtige Grundlage für den künftigen Auftrag der Brigade.
Die Bataillone verbleiben zunächst an ihren bisherigen Standorten in Deutschland, werden jedoch regelmäßig von Veitshöchheim aus für Ausbildung und Übungen nach Litauen verlegen. Der vollständige Umzug der Brigade ist für 2027 vorgesehen, sobald die erforderliche Infrastruktur vor Ort fertiggestellt ist.
Die Panzerbrigade 45 „Litauen“ geht auf eine Entscheidung des Bundesministers der Verteidigung aus dem Jahr 2023 zurück. Bis 2027 soll sie auf rund 5.000 Soldaten sowie zivile Mitarbeitende anwachsen und bleibt dauerhaft der 10. Panzerdivision mit Sitz des Stabes in Veitshöchheim unterstellt.
Fotocredit: Bundeswehr / Erbrich