Delegation aus Mateh Yehuda zu Gast im Landkreis Würzburg - Besuch im Jüdischen Kulturmuseum Veitshöchheim
Eine Delegation aus dem israelischen Partnerlandkreis Mateh Yehuda war in den vergangenen Tagen zu Gast im Landkreis Würzburg. Wie das Landratsamt Würzburg in einer Pressemitteilung vom 30. Dezember 2025 berichtet, diente der dreitägige Besuch dazu, die seit 1997 bestehende Freundschaft zwischen beiden Regionen zu vertiefen – insbesondere vor dem Hintergrund der Terrorangriffe der Hamas am 7. Oktober 2023 und der weiterhin angespannten Lage in Israel.
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Ein besonderer Programmpunkt führte Gastgeber und Gäste nach Veitshöchheim, wo sie das Jüdische Kulturmuseum besuchten (von links: Landrat Thomas Eberth, stellvertretende Landrätin Efrat Shalev-Tubul, stellvertretende Landrätin Karen Heußner, die Leiterin für Tourismus und Internationales, Roni Iron, Reserveoffizier Jonatan Bahat, Kreisrätin Jessica Hecht und der Sprecher des Rates von Mateh Yehuda, Omri Menashe - Foto: Michael Grönert).
Der Ort stand sinnbildlich für Erinnerung, Dialog und Verständigung – Werte, die auch die Partnerschaft zwischen Würzburg und Mateh Yehuda prägen. Landrat Thomas Eberth wird in der Pressemitteilung mit den Worten zitiert: „Der Austausch und die Gespräche helfen, die Situation vor Ort besser zu verstehen.“
Zur Delegation aus Israel gehörten die neue stellvertretende Landrätin Efrat Shalev-Tubul, der Sprecher des Rates Omri Menashe, die Leiterin des Bereichs Tourismus und Internationales Roni Iron sowie der Reserveoffizier Jonatan Bahat, der im Gaza-Krieg schwer verletzt wurde.
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Beim gemeinsamen Abendessen mit Vertretern des Landkreises Würzburg schilderten die Gäste ihre persönlichen Erfahrungen der vergangenen beiden Jahre. Mateh Yehuda liegt nur rund 50 Kilometer von Gaza-Stadt entfernt – viele Menschen der Region sind unmittelbar vom Krieg betroffen (Foto: Michael Kämmerer).
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Neben dem persönlichen Austausch standen auch gemeinsame Herausforderungen im Mittelpunkt. Besuche der Main-Klinik in Ochsenfurt, eines Seniorenzentrums sowie der Freiwilligen Feuerwehr Eibelstadt zeigten, dass beide Landkreise mit ähnlichen Themen konfrontiert sind: demografischer Wandel, Fachkräftemangel im sozialen Bereich und steigende Anforderungen an den Katastrophenschutz. Besonders aufmerksam verfolgte die Delegation die Arbeit der Feuerwehr, da Mateh Yehuda im April 2025 von schweren Waldbränden betroffen war (Foto: Sebastian Restetzki).
Ein Blick in die Zukunft richtete sich zudem auf das Thema Cybersicherheit. Im Technologietransferzentrum Ochsenfurt wurden aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt – ein Bereich, in dem laut Pressemitteilung künftig eine engere Zusammenarbeit angestrebt wird.
Auch der kulturelle Austausch soll weiter ausgebaut werden. Für 2026 sind weitere Begegnungen geplant, bei denen insbesondere kulturelle und musikalische Einrichtungen beider Regionen miteinander vernetzt werden sollen. Der Besuch im Jüdischen Kulturmuseum Veitshöchheim setzte dafür ein sichtbares Zeichen.
Zum Abschluss des Treffens betonte Landrat Thomas Eberth laut Pressemitteilung:
„Dass wir uns mit unseren jüdischen Freunden treffen, austauschen und auch miteinander lachen können, macht Hoffnung für die Zukunft und zeigt, dass Barrieren überwunden werden können.“