Bayerns Bürgerbeauftragter Wolfgang Fackler besucht BFW in Veitshöchheim
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Das Berufsförderungswerk (BFW) Würzburg am Standort Veitshöchheim war Ziel eines Besuchs des Bürgerbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Wolfgang Fackler (CSU). Auf Einladung des CSU-Stimmkreisabgeordneten Björn Jungbauer (linkis) informierte sich der Landtagsabgeordnete aus dem Stimmkreis Donau-Ries über die Arbeit der Einrichtung und über aktuelle Herausforderungen für blinde und sehbehinderte Menschen – insbesondere mit Blick auf digitale Barrieren in der öffentlichen Verwaltung
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Geschäftsführerin Judith Faltl und Abteilungsleiter Thomas Schmitt (li.) stellten den Gästen die Arbeit des BFW vor, das seit vielen Jahren eine zentrale Rolle in der beruflichen Rehabilitation blinder und sehbehinderter Erwachsener in Unterfranken spielt. Präsentiert wurden moderne Lern- und A
rbeitsmethoden, technische Hilfsmittel sowie im Bild zu sehen die Grundlagen der Braille-Schrift. Ziel ist es, den Teilnehmenden in Veitshöchheim einen qualifizierten beruflichen Neustart zu ermöglichen.
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Ein Schwerpunkt des Austauschs lag auf Hindernissen in EDV-Fachanwendungen, die in Behörden und kommunalen Einrichtungen eingesetzt werden. In einem Fachgespräch mit Vertretern der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) wurden konkrete Probleme benannt, mit denen blinde und sehbehinderte Menschen im Berufsalltag konfrontiert sind.
Gemeinsam wurden Ansätze diskutiert, wie digitale Verwaltungsanwendungen künftig barrierefreier gestaltet werden können. Ziel ist es, die Integration der am Standort Veitshöchheim ausgebildeten Fachkräfte in den regionalen Arbeitsmarkt – insbesondere in Kommunen und Behörden – zu erleichtern. „Barrierefreiheit in der digitalen Verwaltung ist keine Zusatzaufgabe, sondern Voraussetzung für echte Teilhabe“, betonte Bürgerbeauftragter Wolfgang Fackler.
Stimmkreisabgeordneter Björn Jungbauer hob die Bedeutung des Berufsförderungswerks für die Region hervor: „Das BFW in Veitshöchheim leistet einen wichtigen Beitrag zu Inklusion und Fachkräftesicherung. Diese Arbeit muss politisch begleitet und unterstützt werden.“
Geschäftsführerin Judith Faltl, selbst blind, verwies auf bestehende Hürden: „Unsere Teilnehmer wollen arbeiten und Verantwortung übernehmen. Digitale Barrieren stehen dem oft im Weg. Der Austausch zeigt, dass durch Zusammenarbeit von Politik, IT-Dienstleistern und Einrichtungen wie dem BFW echte Chancen entstehen.“
Der Besuch machte deutlich, dass Inklusion in Unterfranken nicht nur eine gesellschaftliche, sondern auch eine technische und administrative Aufgabe ist.
Fotos: Büro Jungbauer / Matthias Ernst