Overblog Alle Blogs Top-Blogs Reisen & Veranstaltungen
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Vier neue Bäume für mehr Schatten im Friedhof an der Martinskapelle - Gemeinderat Veitshöchheim beschließt Neupflanzungen für Frühjahr 2026

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Gemeinderat stimmt Baumpflanzung zu

Um den Aufenthalt am Alten Friedhof an der Martinskapelle angenehmer zu gestalten, hat der Veitshöchheimer Gemeinderat in seiner Sitzung am 18.11.2025 einstimmig die Pflanzung von vier neuen Bäumen beschlossen. Wie es hieß, fehlt gerade in den Sommermonaten auf dem Gelände an schattigen Plätzen – ein Problem, das sich angesichts heißer und trockener Jahre zunehmend bemerkbar macht. Die neuen Bäume sollen sowohl das Mikroklima verbessern als auch einen Beitrag zu Klimaschutz und Biodiversität leisten.

Standort: Aufgelassene Gräberflächen

Geplant ist, die Bäume im Bereich derzeit aufgelassener Gräber zu setzen. Besonderes Augenmerk legte das Bauamt auf die Auswahl geeigneter Arten: Um Schäden an Wegen, Grabstätten oder der Kapellenumgebung zu vermeiden, sollen ausschließlich tief- bzw. pfahlwurzelnde Bäume gepflanzt werden. Diese entwickeln stabile Hauptwurzeln, die überwiegend senkrecht in den Boden wachsen und damit weniger Gefahr bergen, nahegelegene Strukturen anzuheben oder zu beschädigen. Tiefwurzelnde Arten gelten zudem als besonders standfest und kommen auch mit Trockenheit gut zurecht.

Auswahl robuster Baumarten

Das Bauamt schlug dem Gremium vier Arten vor, die allesamt robust, trockenheitsverträglich und in ihrer Wuchsform für Friedhofsflächen geeignet sind. 

Zürgelbaum, Lampionbaum, Robinie und Blauglockenbaum

Der Zürgelbaum (Celtis australis), in Südeuropa heimisch, gilt als extrem wärme- und frosthart. Er bildet eine lichte, acht Meter hohe Krone, bietet Bienen Nahrung und trägt im Herbst kleine, dunkle Früchte, die gerne von Vögeln angenommen werden.

Ebenfalls empfohlen wurde der aus China stammende Lampionbaum (Koelreuteria paniculata). Er fällt durch gelbe Blütenrispen im Sommer, orange Herbstfärbung und die namensgebenden lampionartigen Samenkapseln auf. Die Art toleriert Hitze und Sonneneinstrahlung besonders gut.

Als drittes kommt die Gewöhnliche Robinie (Robinia pseudoacacia) in Frage, ein Laubbaum aus der Familie der Hülsenfrüchtler, der je nach Standort sowohl tief als auch flach wurzeln kann, insgesamt aber als widerstandsfähig gilt.

Der vierte Vorschlag ist der Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa), ein Tiefwurzler mit auffälligen violettblauen Blüten im Frühjahr, der als robust und trockenheitsverträglich gilt.

Pflanzung im Frühjahr 2026

Die Pflanzung soll im Frühjahr 2026 erfolgen. Rund 6.000 Euro veranschlagt die Gemeinde für Anschaffung und Setzen der vier Bäume. Entsprechende Haushaltsmittel sollen im Etat 2026 bereitgestellt werden.

Feinabstimmung mit dem Bauamt

Der Gemeinderat legte fest, dass die endgültige Auswahl der Baumarten sowie ihre genaue Positionierung in enger Abstimmung mit dem Bauaie BEfürchtung mt erfolgt – unter besonderer Berücksichtigung der Wegeführung sowie der umliegenden Grabstätten. Die Verwaltung wurde beauftragt, den Pflanzauftrag zu vergeben.

Mehr Grün für Klima und Aufenthaltsqualität

Mit den neuen Bäumen soll der historische Friedhof aus städtebaulicher wie klimatischer Sicht weiter aufgewertet werden. “Mehr Schatten und mehr Grün kommen allen Besuchern zugute, fördern auch die Verweildauer etwa zum Plauschen”, so der Tenor im Gremium. Schließlich gilt seit jeher im Rathaus die Devise: „Friedhöfe sind die Visitenkarte des Ortes.“ Da nimmt man den von Marc Zenner befürchteten Laubfall im Herbst gerne in Kauf.

Kommentiere diesen Post