Mit Jazz, Stummfilm und Hundertwasser-Architektur ins neue Festival: Veitshöchheimer Werner Küspert eröffnet „Vinotonale“
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Ein ganz besonderes Kulturereignis steht am 12. Juli bevor: Im Weingut Hirn im unterfränkischen Untereisenheim – einem außergewöhnlichen Bauwerk nach Plänen von Friedensreich Hundertwasser – eröffnet der Veitshöchheimer Jazzgitarrist und Stummfilmkomponist Werner Küspert mit seinem Ensemble „Küspert & Kollegen“ das neue Festival „Vinotonale“. Gezeigt wird der expressionistische Stummfilmklassiker Nosferatu von Friedrich Wilhelm Murnau, live begleitet mit eigens arrangierter Jazzmusik.
Die „Vinotonale“ ist ein neu gegründetes Festival für klassische Musik, ins Leben gerufen von einer Opernsängerin und einem Dirigenten. Ungewöhnlich ist nicht nur das künstlerische Programm, sondern auch der Veranstaltungsort: Alle Konzerte finden in Weingütern der Region statt – das Eröffnungskonzert im von Weinreben umrahmten Hundertwasser-Ensemble verspricht ein atmosphärisches Gesamterlebnis aus Architektur, Film und Musik.
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Werner Küspert, der seit vielen Jahren im Veitshöchheimer Sendelbachtal lebt, ist ein profilierter Jazzmusiker mit einem besonderen Faible für Stummfilme. Mit „Küspert & Kollegen“ hat er sich bundesweit einen Namen gemacht: Seine Jazz-Arrangements alter Filmklassiker sind kunstvoll, spannungsgeladen und nie rein nostalgisch. So ist es kein Wunder, dass ihn auch die großen Festivals auf dem Radar haben.
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„Im August dürfen wir die UFA-Filmnächte auf der Berliner Museumsinsel eröffnen“, berichtet Küspert. „Dort wird mit meinem Ensemble – vor der atemberaubenden Kulisse des Pergamonmuseums – die Uraufführung eines neuen, gemeinsam mit dem Stummfilmpianisten Richard Siedhoff komponierten Werks für den Film Varieté stattfinden.“
Die Berliner UFA-Nächte zählen zu den renommiertesten Open-Air-Stummfilmfestivals Europas. Infos zum Konzert am 22. August gibt es unter: www.ufa-filmnaechte.de. Im Anschluss daran führt Küsperts Weg weiter nach Tunesien – im Auftrag des Goethe-Instituts.
Seit vielen Jahren ist Werner Küspert als Musiker, Komponist und Musikpädagoge tätig. Neben seiner Arbeit in verschiedenen Jazz-Formationen – darunter das Quartett „Café de la mer“ – tritt er regelmäßig mit wechselnden Ensembles im In- und Ausland auf. Tourneen führten ihn im Auftrag der Europäischen Union, der Deutschen Botschaft und des Goethe-Instituts unter anderem nach Spanien, Südamerika und Osteuropa.
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Auch in seiner Heimatgemeinde Veitshöchheim war der heute 62-jährige Künstler bei zahlreichen Konzerten zu erleben. Unvergessen sind seine Auftritte beim Sommerkonzert auf dem Rasen im Synagogenhof 2012 (Foto Dieter Gürz) oder beim Neujahrsempfang der Gemeinde 2013– etwa mit dem nostalgischen Trio „Sousi & die Grammophoniker“, das die Musik der 20er Jahre lebendig werden ließ. Er begeisterte auch beim Konzert mit „Café de la mer“ in der Veitshöchheimer Bücherei im Bahnhof im Mai 2012 und im Februar 2015 im Bacchuskeler anlässlich des Jubiläums 20 Jahre Partnerschaft zwischen Veitshochheim und dem Pays de Pont-l‘Eveque.