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Sternwallfahrt zum Schenkenturm - Als Pilger der Hoffnung unterwegs

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Wie jedes Jahr an Christi Himmelfahrt machten sich auch diesmal Gläubige aus dem Dürrbachtal und aus Veitshöchheim auf den Weg zum Schenkenturm. In einer Sternwallfahrt zogen Christen aus fünf Gemeinden zum Schenkenturm, wo sie gemeinsam einen Open-Air-Gottesdienst feierten.

Begleitet wurden sie dabei vom Leitwort des Heiligen Jahres: Pilger der Hoffnung. Dieses Motto hatte Papst Franziskus – kurz vor seinem Tod im vergangenen Dezember – ausgerufen. Es fand nicht nur in den meditativen Texten auf dem Weg Ausdruck, sondern auch in der Predigt am Schenkenturm. Nahezu 200 Gläubige hatten sich dort unter freiem Himmel versammelt, um gemeinsam zu beten, zu singen – und Hoffnung zu schöpfen.

Der Weg selbst war bereits Teil dieser Erfahrung: vorbei an Weinbergen, blühenden Wiesen, grünen Weiden und Pferdekoppeln, begleitet von Vogelgesang, Blasmusik und Pilgerliedern. Die gute Laune war spürbar, ebenso das Gefühl der Gemeinschaft.

„Schritt für Schritt sind wir als Pilger der Hoffnung unterwegs“, sagte Pfarrer Christian Nowak, der zusammen mit Gemeindereferentin Martina Zentgraf den Gottesdienst gestaltete. „Step by step“ – unter diesem Stichwort erklommen Kinder während der Feier vorsichtig die Sprossen einer alten Leiter, die symbolisch auf einer Wiese aufgestellt war. „Der Weg nach oben zum Vater gelingt nur in fröhlicher und gelassener Zuversicht“, so Pfarrer Nowak. Hoffnung sei der Motor des Lebens, die Basis unseres Alltags – gerade in einer Welt, die politisch wie kirchlich vielfach in Unruhe sei.

Christi Himmelfahrt, so die Botschaft des Vormittags, sei ein Fest der Hoffnung. Nicht stehen zu bleiben, sondern immer wieder aufzubrechen – das sei auch Auftrag an die Gemeinden. Gemeinsam unterwegs zu sein und das Miteinander in Glaube, Liebe und Hoffnung zu stärken, das sei das Ziel.

Für viele ein besonderes Highlight: die Musik der „Bänd“ aus der Pfarrei Hl. Geist (Dürrbachau). Mit modernen Liedtexten, stimmungsvollen Melodien und einfühlsamen Arrangements verliehen sie dem Gottesdienst beinahe ein Kirchentags-Feeling – inklusive Gänsehautmomenten.

Beseelt, fröhlich und voller Hoffnung ließen die Wallfahrer den Vormittag ausklingen. Die Ritter vom Schenken bewirteten die Gäste mit Weißwürsten, Kaffee und Kuchen – und so fühlten sich manche dem Himmel tatsächlich ein Stück näher.

Quelle Text und Fotos: Susanne Heer

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