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Gemeinde Veitshöchheim deckt kurzfristig Kita-Bedarf für drei Gruppen mit Containerlösung im Baugebiet Sandäcker in Trägerschaft des BRK - Zeitlich auf zwei Jahre befristete Interimslösung kostet 1,5 Mio. Euro -

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Auf vier insgesamt 2391 Quadratmeter großen Gemeindegrundstücken am nordöstlichen Ende des neuen Baugebietes Sandäcker soll direkt hinter der Lärmschutzwand am Kreisverkehr noch in diesem Jahr eine Interims-Kita für drei Gruppen, davon  24 Plätze für Kleinkinder (= zwei Gruppen) und   25 Plätze für Kindergartenkinder entstehen. Dies beschloss der Hauptausschuss der Gemeinde Veitshöchheim einstimmig in seiner Sitzung am letzten Dienstag. (Fotos Dieter Gürz)

Die Räume sollen variabel, je nach Bedarf für Kleinkinder bzw. Kindergartenkinder gestaltet werden. 

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Vorgeschichte

Am 6. April 2022 hatte Veitshöchheim News berichtet, dass im Juni 2022 mit dem zweigeschossigen über 1,8 Mio. Euro teuren Flachdachanbau an den bestehenden Kuratiekindergarten begonnen werden soll (siehe nachstehender Link).

Weiter wurde  auf Veitshöchheim am 9. Juni 2021 berichtet (siehe nachstehender Link), dass als Standort für einen notwendigen neuen Kindergarten der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung das in der Gartensiedlung hinter der Zweifeldtennishalle am Waldrand "Gebranntes Hölzlein" gelegene Außenbereichsgrundstück auserkoren hat. Hier muss dann auch die gegenwärtig befristet im Bilhildishaus ausgelagerte, vom Bilhildiskindergarten betreute Kleinkindgruppe mit zwölf Plätzen untergebracht werden, sodass in einem Neubau insgesamt vier Krippen– und nach der Unterbringung einer Gruppe im Kuratiekindergarten noch zwei Regelgruppen notwendig sind. Es soll dort auch das Konzept eines Waldkindergartens bzw. einer naturnahen Pädagogik realisiert werden.

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Neueste Sachlage

Wie nun Bürgermeister Jürgen Götz in der Hauptausschuss-Sitzung am 28. Juni 2022 erklärte, bestehe nun sofort ein Handlungsbedarf für eine Interimslösung, denn ab dem Herbst 2022 würden für rund 30 Kindergartenkinder bzw. Kleinkinder nicht ausreichend Plätze zur Verfügung stehen.

Wegen des erheblichen Zeitdrucks und da sowohl der Anbau am Katholischen Kindergarten Hl. Dreifaltigkeit wie auch der Kita-Neubau hinter der Tennishalle noch nicht errichtet sind, schlug Götz dem Gremium vor, die Räume mit einer Containerlösung zu schaffen, zumal er wegen der regen Bautätigkeit in Gebiet Sandäcker mit einem weiterhin steigenden Bedarf rechnet.

Wie er weiter ausführte, habe seine Verwaltung geprüft, den Bedarf eventuell in bestehende Bestandsgebäude unterzubekommen. Leider würden aber sowohl die Räumlichkeiten auf dem Grundstück der Katholischen Kirchenstiftung Heiligste Dreifaltigkeit, Sudetenstr. 1a, die ehemals als Kindergarten fungierten wie auch die Räume im Haus der Begegnung im Altort nicht ausreichen, um den Bedarf zu befriedigen. Außerdem seien beide Gebäude in einem baulich schlechten Zustand.

Als Standort für die Interimslösung wurde von der Verwaltung auch der mit 2523 Quadratmeter für eine Containerlösung ausreichend große gemeindliche Spielplatz ,,Sudetenstraße“ südlich der Kuratiekirche geprüft. Nachdem jedoch vor allem die Enge in der Sudetenstraße und die dortige Parksituation mit den vielen Anwohnern zu Problemen beim Hol- und Bringverkehr führen würde, verwarf der Hauptausschuss diese Lösung.

Als viel besser geeignet sah das Gremium die vier sich im Eigentum der Gemeinde Veitshöchheim befindlichen Reihenhausgrundstücke am nördöstlichen Rand des Baugebietes Sandäcker hinter der Lärmschutzwand am Kreisverkehr an. Aufgrund der schon vorhandenen Erschließung sei eine schnelle Realisierung möglich.

Laut Auskunft der Bauaufsichtsbehörde beim Landratsamt sei eine Bebauungsplanänderung  nicht nötig, wenn die Kita-Container übergangsweise hier nur maximal zwei Jahre genutzt würden.

Von Vorteil sei, dass der nur 350 Meter entfernte Spielplatz des Baugebietes Sandäcker fußläufig leicht erreichbar sei, und somit für die Kindergartenkinder keine zusätzlichen Spielgeräte im Außenbereich geschaffen werden müssten, sondern nur ein kleinerer Spielbereich für die Krippenkinder.

Viele Eltern, so hieß es weiter,  könnten ihre Kinder fußläufig in die Einrichtung bringen, da viele Kinder aus dem Baugebiet Sandäcker sind. Parkmöglichkeiten gebe es auch an der Zufahrt zum Sportplatz.

Von Nachteil sei jedoch, so der Bürgermeister, dass die Grundstücke im Wert von 1.12 Mio. Euro vorläufig nicht verkauft werden können und diese Mittel somit im Finanzhaushalt für andere Investitionen fehlen.

Wie Götz ausführte, werden für die Containerlösung Mittel in Höhe von voraussichtlich 1,5 Mio. Euro benötigt, die dann erhebliche überplanmäßigen Ausgaben darstellen. Eine Deckung könne jedoch durch Mittelumschichtungen im Investivenbereich erreicht werden, beispielsweise durch Kürzungen der Haushaltsmittel Schulsanierung, Bücherei, Rathaussanierung.

Beschluss

Der Hauptausschuss beschloss einstimmig, den Standort der Containerlösung für die Interims-Kita auf den Grundstücken im „Baugebiet Sandäcker“ Fl.Nr. 855/14, 855/13, 855/12, 855/11 festzulegen und überplanmäßige Ausgaben im Haushaltsplan 2022 in Höhe von 1.500.000 Euro bereitzustellen.

Trägerschaft des neuen Kindergartens

Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung entschied dann der Hauptausschuss über die Trägerschaft für den neuen Kindergarten und der Interims-Kita in der Gemeinde Veitshöchheim.

Bürgermeister Jürgen Götz erklärte dazu auf Nachfrage, dass unter mehreren Bewerbern das BRK den Zuschlag bekommen hat.

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) unterstützt Familien bayernweit mit 189 Kindertageseinrichtungen, die von mehr als 9.000  Kindern im Alter von zwei Monaten bis 14 Jahren besucht  und von knapp 1.500  pädagogischen Fachkräften betreut werden.

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M
Wenn Geld scheinbar keine Rolle spielt und es nicht aus der eigenen Tasche kommt.......
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B
Hätte man die Kosten von ca. 1,5Mio. Euro vermeiden können?
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