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Heizungsprobleme bei der Veitshöchheimer Kita "Zauberbaum" führten zu Turbulenzen mit Eltern

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Am 1. September 2023 hat der  direkt an der Bushaltestelle am Ende der Günterslebener Straße in Veitshöchheim gelegene neue dreigruppige Kindergarten "Zauberbaum"  seinen Betrieb in Trägerschaft des BRK-Kreisverbandes Würzburg aufgenommen. Ihn hatte die Gemeinde Veitshöchheim mit Baukosten (ohne Honorare, inklusive Möblierung) für 1,9 Mio. Euro in Container-L-Form unter der Planung und Bauleitung des Büro S² Architektur in der Rekordbauzeit von neun Monaten errichtet. Es ist dies eine auf zwei Jahre befristete Interimslösung für den neuen sechsgruppig geplanten Kindergarten hinter der Tennishalle in der Wolfstalstraße.

Bei der Presse-Vorstellung der Kita Ende August 2023 kurz vor der Eröffnung hieß es, dass die Beheizung der Räume über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe erfolgt.

Wie nun dem Online-Bericht der Main-Post vom 27. März 2024 zu entnehmen ist, blieb es in der Kita in den letzten Tagen kalt, weil Heizungs- und Lüftungsanlagen ausgefallen waren. Weiter heißt es in dem Pressebericht: "Immer wieder hat es in den vergangenen Monaten Probleme mit der Heizung gegeben, zuletzt konnte ein wichtiges Ersatzteil nicht geliefert werden. Am Montag und Dienstag dieser Woche hatte die Kita deshalb geschlossen, am Mittwoch wurde sie wieder geöffnet."

Es sollten deshalb Heizlüfter eingesetzt werden, um die Räume zu erwärmen. Da diese eine Gefahr für die Kinder darstellen würden, sollten die Eltern den Kita-Träger schriftlich von der Haftung freistellen, falls sich Kinder trotz Wahrung der Aufsichtspflicht verbrennen sollten. Nachdem die Eltern der Kita-Kinder Sturm gelaufen seien, scheint nun, so wird der BRK-Pressesprecher zitiert, eine Lösung in Sicht. Nächste Woche sollen Infrarotstrahler an die Wand installiert werden, an die die Kinder nicht herankommen würden. Bis dahin würde die Kita offenbleiben, die Heizlüfter aber so aufgestellt, dass sie für die Kinder keine Gefahr darstellen.

Sachverhalt aus der Sicht der Gemeinde Veitshöchheim

Wie Bürgermeister Jürgen Götz heute auf Nachfrage mitteilte, wurde vom BRK am Montag, 26.02. gemeldet, dass die Lüftungsgeräte nur noch kalte Luft blasen. Die Fa. Lechsolutions habe dann am Dienstag, 27.02. vor Ort einen Defekt der Außeneinheit festgestellt. Zur Fehlerauslesung bzw. zur Reparatur wurde die Herstellerfirma Aermec benötigt, die leider erst am Dienstag, 12.03. vor Ort das Problem behob. Die Anlage lief dann wieder.

Am Freitag, 15.03. kam es plötzlich zu einem Versagen einer Verteilung der Kühlmittelleitung in der Anlage. Dies hatte zur Folge, dass die Heizung leider wieder ausgefallen ist. Am Donnerstag, 21.03. war die Firma Lechsolutions vor Ort und lokalisierte das Problem, dass das defekte Teil nicht repariert werden kann und  ausgetauscht werden muss. Die Bestellung wurde laut Bürgermeister durch die Gemeinde unverzüglich ausgelöst. Am Mittwoch, 26.03. habe dann das BRK den Wunsch nach Infrarotheizkörpern geäußert, die sogleich noch heute durch die Gemeinde bestellt wurden.

Götz: "Nach heutiger telefonischer Rückfrage  wurde nach Aussage der Firma  gestern am 26.03. das benötigte Ersatzteil der Firma Aermec verschickt. Ein bestätigter Einbautermin durch die Firma Lechsolutions ist noch offen." Es nehme aber laut seiner Rücksprache mit BRK-Kreisgeschäftsführer Oliver Pilz der Kindergarten den Betrieb wieder auf. Zudem werde es von Seiten des Trägers auch noch einen Elternabend zu diesem Thema geben. 

Luftbild: Gemeinde - Foto Dieter Gürz (beim Informationsgang der Gemeinde)

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R
Meine Anmerkungen richten sich an das Kindergartenpersonal, die Eltern und an die Gemeinde.<br /> <br /> 1. Worin liegt das Problem? Wenn im Kindergarten mal die Heizung ausfällt? Das bedeutet doch nicht, den Kindergarten zu schließen. Da der Zeitraum absehbar ist, wann die Reparatur erledigt ist, so könne sich alle mit warmer Kleidung darauf einstellen. Vielleicht könnte man ja den Kindern und Eltern als Lerninhalt beibringen, wie man sich zu verhalten hat, wenn mal die Energieversorgung, sprich Heizung ausfällt. Durchaus können Gruppen auch Ihre Zeit mal im nahen Wald Hölzlein verbringen und weitere Erfahrungen zu machen. Durch Kälte wird kein Kind krank, sondern durch falsche Kleidung und Erziehung.<br /> <br /> 2. Im Kindergarten ist ja Strom vorhanden. Also Warmwasser und Essenszubereitung kein Problem.<br /> <br /> 3. Speziell bei Krippenkindern kann man vorübergehend sehr kostengünstige, TÜV-zertifizierte Infrarotdeckenheizungen durch den Bauhof oder niedergelassene Installateure innerhalb 1 Tag, also sofort anbringen lassen. Die unsinnige Aufheizung durch Bodenheizlüfter stellt sich nicht.<br /> <br /> 4. Als Bürger stellt sich für mich im Nachhinein die Frage, alle am Bau des Kindergartens beteiligte Personen, Architekt, Energieberater, Baufachleute, Hochbauamt, sind doch Fachleute. Für einen Interimskindergarten von 2 Jahren Betriebszeit eine sehr, sehr teure Wärmepumpe mit hohem Serviceaufwand und fehlenden Ersatzteilen zu montieren, zeugt doch nicht von Fachwissen. Oder sind die Container nach der Nutzungsdauer bereits nachhaltig für eine andere Verwendung verplant?<br /> <br /> 5. Auf den exponierten Containerdächern ist sehr viel Platz für eine wiederverwertbare, kostengünstige Photovoltaik-Anlage (Gemeinde) im Eigenverbrauch. Dieser Strom reicht für Infrarotheizungen und Licht, wie auf Baucontainern oft üblich. Installations- und Materialkosten sind dramatisch günstiger, als jede Installation einer Wärmepumpenanlage. Haben das die beteiligten „Fachleute“ und das Bauamt sowas nicht berücksichtigt?<br /> <br /> Hoffe, für zukünftige gemeindliche Projekte auch, durch internes Fachpersonal, externe, kostenintensive Angebote hinterfragt und korrigiert werden. Das würde dem Gemeinwohl und dem gemeindlichen Haushalt zugutekommen.<br /> <br /> Mit freundlichen Grüßen<br /> Ronald
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T
Was ich net verstehe - wieso kommt das eine Unternehmen(Lech Solution), das die Wärmepumpe verbaut hat, aus dem tiefsten Süden?!? Und wieso kommt das andere Unternehmen (Aermec) aus dem Ruhrpott?!? Haben wir keine anderen Installateure hier im Umkreis? Aber so typisch Veitshöchheimer Politik - immer etwas anders; siehe den Altort mit den Flachbild-Bäumen ... in den sozialen Netzwerken eine Lachnummer geworden!
U
100% Zustimmung. Aber Hauptsache es wurde auf der Woke-Welle mit Wärmepumpe mitgeschwommen.<br /> <br /> Selbst mit der Befreiung bei den Heizlüftern sehe ich bei den älteren Kindern kein Problem. Wie soll ein Kind sonst lernen das manche dinge Konsequenzen haben wenn man sich nicht daran hält.<br /> Da wächst doch schon die nächste verweichlichte Problemgeneration heran.