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Ausführlich informierte der Bürgermeister in der Bürgerversammlung über den Ausbau der Kirchstraße

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

 

Eigentlich sollte die Sanierung der Kirchstraße bis  Ende diesen Jahres abgeschlossen sein. Derzeit sieht es so aus, dass die Randbereiche auf der Westseite ab unterer Maingasse bis Vitusschule gepflastert sind, die Fahrbahn ebenfalls ab unterer Maingasse bis zur Zufahrt Haus Nr. 17. Auf der Ostseite wird bis Ende dieser Woche der Randbereich ab Escavinum bis Rathaus fertig gepflastert sein.

Bevor die Pflasterarbeiten im August begonnen haben, mussten zahlreiche Arbeiten unter dem eigentlichen Straßenoberbau ausgeführt werden. So wurde der Regenwassersammler mit den Hausanschlussleitungen erneuert, die Hausanschlussleitungen des Schmutzwasserkanals ausgewechselt, das Straßenbeleuchtungskabel wurde ausgewechselt, Mikrokabelrohre für späteren Glasfaseranschluss wurden mitverlegt. Leerrohre zur Anbindung der Mainfrankensäle, des jüdischen Kulturmuseums und des Bauhofs wurden verlegt, auch für Vodafone (Kabelfernsehen) wurden entsprechende Leerrohre mitverlegt.

Dies waren alles geplante und vorher bekannte Arbeiten. Es kam dann zu einigen nicht vorhersehbaren Behinderungen, bzw. zusätzlichen Arbeiten.  So hatte die Firma Pflasterbau einen erhöhten Aufwand, da sie die Kanalhausanschlussleitungen größtenteils einbetoniert vorgefunden hat, die Gasleitungen mussten aufgrund ihrer zu geringen Tiefenlage ausgetauscht und neu verlegt werden, die Wasserleitungen mit den Trinkwasserhausanschlüssen mussten aufgrund des Bauzustands ausgetauscht werden, selbst die Stromleitungen mussten großteils aufgrund schadhafter Muffenverbindungen ausgetauscht werden.

Hinzu kamen gleich zu Beginn der Maßnahme Sicherungsmaßnahmen an der Hofgartenmauer, sowie am Torbogen zum Betriebshof. Weitere Verzögerungen ergaben sich durch die Archäologischen Funde von Skeletten aus dem 7. Jahrhundert und von Mauerfundamenten im Bereich des Kirchplatzes.

Weitere zeitliche Verzögerungen gab es auch durch die Coronapandemie mit den Störungen im Welthandel (Lieferschwierigkeiten von Rohrmaterialien und Natursteinen) und Quarantäneausfällen von Kolonnen.

Laut ursprünglichem Terminplan sollte Anfang Mai diesen Jahres mit den Pflasterarbeiten begonnen werden, die erste Teillieferung der Pflastersteine traf aber erst Mitte Juli in Veitshöchheim ein, auch bedingt durch den Rückstau im Suezkanal.

 Der westliche Randbereich ist nun durchgängig von der Untere Maingasse bis zum Eingang der Vitusschule gepflastert, die Fahrbahnmitte bis zur südlichen Rathauskante.

Der weitere Bauablauf sieht vor, dass in der kommenden Woche, der Kirchplatz wieder aufgeschottert werden soll. Die Pflasterarbeiten werden parallel dazu zunächst am Kirchplatz Bereich Rathaus fortgeführt werden, so dass der Durchgang zum Rathausinnenhof und die Überquerung der Straße in diesem Bereich schnellstmöglich dann über das neue Pflaster möglich ist.

Anschließend ist die Fortführung der Pflasterarbeiten Fahrbahn und Randbereiche Richtung Vitusschule bzw. Obere Maingasse vorgesehen.

Wie bisher vorgesehen soll im Anschluss an die vorgenannten Bauabschnitte dann die Kreuzung Bahnhofstraße/Thüngersheimer Straße ausgebaut werden. Für diese Arbeiten (Kanalauswechslung, Leitungsverlegungen und Oberfläche) des letzten Bauabschnitts ist eine Bauzeit von ca. drei Monaten vorgesehen. Während dieser Arbeiten können die dann fertiggestellten Bauabschnitte 1 und 2 wieder für alle Verkehrsteilnehmer von der Parkstraße aus als Sackstraße befahren werden.

Drei Wortmeldungen betrafen in der Bürgerversammlung auch den Ausbau der Kirchstraße. Rainer Schwander stellte fest, dass bei der Pflasterung nicht wie früher einige Pflanzflächen für Bäume vorgesehen sind. Ein weiterer Bürger, fragte ob hier auch wieder wie zuvor zur Probe Kurzparkplätze vorgesehen sind. Wolfgang Hohm redete sich in Rage, was hier drei Jahre lang den Anliegern zugemutet wird.

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D
Ich kann die Wut von Herrn Hom, aber auch die Klagen der Anwohner und der Geschäftsleute in der Kirchstraße durchaus nachvollziehen.

Allein solche Aussagen wie „So hatte die Firma Pflasterbau einen erhöhten Aufwand, da sie die Kanalhausanschlussleitungen größtenteils einbetoniert vorgefunden hat, die Gasleitungen mussten aufgrund ihrer zu geringen Tiefenlage ausgetauscht und neu verlegt werden“, treiben einem doch die Zornesröte ins Gesicht. Die Firma, die seinerzeit den Pflasterpfusch verbrochen hat, stellt nun fest, dass sie schon damals nicht regelkonform arbeitete. Auch auf die Gemeinde wirft das kein gutes Licht. Nicht einmal bei einer Baustelle vor der Haustüre sah man es als nötig an, die Bauarbeiten zu kontrollieren. Eine nicht fachgerechte, weil zu oberflächennahe Verlegung von Gasrohren hätte auch damals schon beanstandet gehört.

„Störungen im Welthandel (Lieferschwierigkeiten von Rohrmaterialien und Natursteinen)“ hätte man sich ersparen können, wenn man nicht auf Granit aus China gepocht hätte. Hierzulande wird gerade das letzte Granitwerk in der Oberpfalz geschlossen, weil nicht mehr Wettbewerbsfähig. In unserer Nachbarkommune Thüngersheim hat man die Ortsstraße mit heimischem Muschelkalk gepflastert. Das geht scheinbar auch!

Dieter Leimkötter
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