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Studierende der Fakultät Tourismus der Hochschule München erstellen für Veitshöchheim und Umgebung eine Fallstudie

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Touristik Fallstudie MFS 1a Touristik Fallstudie MFS 1b Touristik Fallstudie MFS 1c

Die für 13,5 Millionen Euro generalsanierten und erweiterten Veitshöchheimer Mainfrankensäle stehen kurz vor ihrer Fertigstellung. Am ersten Adventswochenende wurden das Tagungs- und Veranstaltungszentrum und insbesondere auch die neuen Räumlichkeiten der Touristik GmbH im Würzburger Land (TWL) am Eingangsportal der Halle durch Professor Dr. Theo Eberhard (Dekan der Fakultät für Tourismus der Hochschule München) und Professor Dr. Peter Voigt zusammen mit 13 Studierenden unter die Lupe genommen.

Die Studierenden erstellen auf Wunsch der Gemeinde als Lehrveranstaltung im laufenden Wintersemester eine Destinations-Fallstudie des touristischen Potentials von Veitshöchheim unter Einbeziehung des Umlandes nördlich von Würzburg und die  Möglichkeiten der Vermarktung.

Dazu gehörte eiinige Wochen nach Beginn des Semesters am ersten Adventswochenende eine viertägige Präsenzphase in Veitshöchheim von Donnerstag bis Sonntag.  Nach einer detaillierten Voranalyse hatten die in Arbeitsgruppen aufgeteilten Studierenden vor Ort die Recherche in Form von Befragungen und Beobachtungen durchgeführt. Im Anschluss bereiten sie nun in München die Ergebnisse der Marktforschungstätigkeiten auf, analysieren sie und  erarbeiten auf dieser Basis fundierte Vorschläge zur Verbesserung. Mitte Januar 2015  will dann Gruppe die Ergebnisse ihrer Fallstudie vor Ort im Sitzungssaal präsentieren und auch einen schriftlichen Bericht abliefern.

Touristik Fallstudie MFS 2

An Ort und Stelle in den neuen Räumlichkeiten machten die beiden Professoren gegenüber Bürgermeister Jürgen Götz gleich einige kritische Anmerkungen zum Raumprogramm für die Touristik GmbH und der hier ebenfalls untergebrachten Verwaltung der Mainfrankensäle GmbH.

Touristik Fallstudie Befragung

Die Gruppe der Studierenden führte unter Anleitung der Professoren  nach Absprache mit dem Projektpartner auch Befragungen und Beobachtungen durch, so wie im Bild bei Besuchern des Weihnachtsmarktes.

Wie Professor Eberhard ausführte, erhalten die Studierenden der Fakultät in Fallstudien und praxisnahen Seminaren Gelegenheit, ihr in der Theorie erworbenes Wissen anzuwenden und Problemlösungskompetenz zu erwerben.

Der Dekan versicherte, dass die Studierenden mit ihren Arbeiten wertvolle Beiträge für Veitshöchheim liefern würden, seien es nun konzeptionelle Arbeiten an der Marketingstrategie oder Produktentwicklung. Bisher seien schon in zahlreichen Fällen die von der Fachhochschule München gelieferten Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen umgesetzt worden und hätten damit einen wirtschaftlichen Nutzen für die untersuchten Städte, Regionen oder Verbände gebracht.

Dies erhoffen sich von der Fallstudie denn auch Bürgermeister Jürgen Götz und die TWL-Geschäftsführerin Dr. Petra Reichert-Südbeck. Keine Frage, dass sie die Aktion nachhaltig unterstützen, so auch bei den Übernachtungskosten und der Verköstigung der Gruppe, an der sich auch einige Gesellschafter der TWL beteiligten

Schließlich stehe mit dem Umzug der Geschäftsstelle der TWL  vom Rathausinnenhof in die Mainfrankensäle auch eine Umstrukturierung und eine Kooperation mit der Mainfrankensäle GmbH an. Die TWL betreut neben Veitshöchheim auch die Gemeinden Thüngersheim, Retzbach-Zellingen, Retzstadt, Himmelstadt und Erlabrunn.

So vereinbarten die Geschäftsführerin und die beiden Professoren, die sich im Zuge einer Neustrukturierung ergebenden  Fragestellungen in die Fallstudie mit einzubeziehen.

Einbezogen in die Betrachtung des touristischen Entwicklungspotentials werden sollen so:

  • die Organisationsstruktur der touristischen Institutionen (Verbände, Verkehrsämter, Informationsbüros)
  • die touristische Infrastruktur im Gebiet der TWL, also  Hotellerie und Gastronomie und andere Einrichtungen (inkl. Mystery Checks)  
  • naturräumliche Ressourcen wie Rad- und Wanderwege, Weinberge und Landschaft mit charakteristischem Pflanzenwuchs (der „Outdoor-Bereich“)
  • kulturelle Gegebenheiten von Veitshöchheim und den anderen Orten wie Sehenswürdigkeiten, Ausstellungen, Feste und sonstige Veranstaltungen und ihre Bedeutung für den Tourismus

Weitere Punkte:

  • Bewertung der Werbemedien (Print und Online) der TWL
  • Analyse der Zielgruppen, die bei der Vermarktung dieser Region besonders angesprochen werden können und wie man diese am besten erreichen kann.
  • Gespräche mit Entscheidungsträgern wie Bürgermeistern zwecks Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern der TWL
  • Erfassung eines Meinungsbildes von Gästen oder im Tourismus involvierten Personengruppen auf qualitativer Basis, darunter auch, welche Angebote geschätzt werden, welche man sich wünschen würde.
  • Vorschläge, wie die Zusammenarbeit mit dem Veranstaltungszentrum Mainfrankensäle effektiv organisiert werden kann
  • Bewertung des neuen Standortes der TWL in den MFS und der Öffnungszeiten der TWLhinsichtlich einer angemessenen Betreuung der Gäste (derzeit: Nov. - April: Mo. - Fr. 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr; Mai - Okt.: Mo. - Fr. 10.00 Uhr bis 18.00 Uh, Sa. 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr)

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