Seit fast einem Jahr abgestellt: Anwohnerin kritisiert Schrottfahrzeuge im hinteren Sendelbach
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Zwei Pkw, Anhänger und Wohnwagen sorgen weiter für Ärger – ausgerechnet an einem viel genutzten Weg
Bereits seit fast einem Jahr sorgen mehrere offenbar nicht mehr zugelassene Fahrzeuge im hinteren Bereich des Sendelbachs für Unmut. Nach Angaben einer Anwohnerin handelt es sich um zwei Pkw, einen Anhänger und einen Wohnwagen, die dort abgestellt sind. Neben der optischen Beeinträchtigung sollen die Fahrzeuge zeitweise auch den Verkehr behindern.
Nun wendet sich Isabell Kohl aus der Sendelbachstraße an Veitshöchheim News. Sie kritisiert vor allem, dass sich an der Situation trotz bereits erfolgter Kennzeichnung der Fahrzeuge bislang nichts geändert habe.
Seit Mai offenbar auch Reifen zerstochen
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Wie Kohl berichtet, seien bei sämtlichen betroffenen Fahrzeugen seit dem 1. Mai die Reifen zerstochen. Damit habe sich der ohnehin wenig ansehnliche Zustand nochmals verschärft.
Für die Anwohnerin ist schwer nachvollziehbar, weshalb die Fahrzeuge nach so langer Zeit weiterhin im öffentlichen Verkehrsraum stehen.
„Warum bei diesem Problem keine Schritte unternommen werden, versteht keiner“, schreibt Kohl.
Rote Aufkleber – doch die Fahrzeuge stehen noch immer
Nach Angaben der Anwohnerin habe die Polizei bereits mindestens zweimal rote Aufkleber an den Fahrzeugen angebracht, verbunden mit einer jeweils vierwöchigen Frist zur Beseitigung.
Eine Entfernung sei dennoch nicht erfolgt.
Kohl kritisiert, dass angekündigte Fristen ohne erkennbare Konsequenzen aus ihrer Sicht auch die Glaubwürdigkeit behördlicher Maßnahmen beeinträchtigen.
Ausgerechnet hier kamen am Wochenende zahlreiche auswärtige Gäste vorbei
Dass es sich keineswegs um einen abgelegenen und kaum frequentierten Winkel handelt, zeigte sich erst am vergangenen Wochenende. Im Bereich Sendelbach herrschte reger Besucherverkehr.
Anlässlich des NaturFreundetages des Landesverbandes Bayern waren zahlreiche auswärtige Besucher zum NaturFreundehaus unterwegs. Hinzu kamen 30 Gäste aus Veitshöchheims italienischer Partnergemeinde Greve in Chianti. Sie kamen auf ihrem Rückweg vom EU-Mittelpunkt ebenfalls über diesen Weg zurück in den Ort.
Damit präsentierte sich ausgerechnet an einem Wochenende mit vielen Gästen von außerhalb am Zugang zu Wald, NaturFreundehaus und Naherholungsgebiet ein wenig einladendes Bild: Seit Monaten abgestellte, nicht zugelassene Fahrzeuge, inzwischen mit zerstochenen Reifen.
Ein Weg in die Natur – und zugleich eine Visitenkarte des Ortes
Der Bereich ist nicht nur für Anwohner von Bedeutung. Er wird von Spaziergängern, Wanderern, Besuchern des NaturFreundehauses und Gästen genutzt und bildet eine Verbindung zwischen Ort und Naherholungsgebiet.
Gerade der starke Besucherverkehr des vergangenen Wochenendes macht deshalb deutlich, dass es bei der Angelegenheit nicht allein um das persönliche Ärgernis einzelner Anwohner geht. Es geht auch um das Erscheinungsbild Veitshöchheims gegenüber Besuchern, die auf diesem Weg in den Ort kommen.
Die Anwohnerin wünscht sich deshalb eine zeitnahe Klärung und gegebenenfalls Beseitigung der Fahrzeuge.
Wann müssen Behörden handeln?
Veitshöchheim News hatte sich bereits mit der grundsätzlichen Frage beschäftigt, unter welchen Voraussetzungen nicht zugelassene oder nicht mehr fahrbereite Fahrzeuge im öffentlichen Verkehrsraum stehen dürfen und wann die zuständigen Behörden einschreiten können beziehungsweise müssen.
Der damalige Beitrag beleuchtete die rechtlichen und behördlichen Hintergründe zum Abstellen sogenannter Schrottfahrzeuge auf öffentlichen Straßen.
Nach fast einem Jahr bleibt die entscheidende Frage
Der aktuelle Fall im Sendelbach wirft damit erneut die Frage auf: Wie lange können offensichtlich nicht zugelassene und möglicherweise nicht mehr fahrbereite Fahrzeuge im öffentlichen Verkehrsraum verbleiben, wenn bereits Beseitigungsaufforderungen angebracht wurden?
Nach fast einem Jahr dürfte für die betroffenen Anwohner vor allem eines von Interesse sein:
Wer ist für das weitere Vorgehen zuständig – und wann werden die Fahrzeuge tatsächlich entfernt?
Gerade nach einem Wochenende, an dem zahlreiche Gäste aus Bayern und aus Veitshöchheims italienischer Partnergemeinde diesen Bereich passierten, erhält diese Frage zusätzliche Aktualität.
Fotos Dieter Gürz
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