Rossinis „Petite Messe solennelle“ begeistert in St. Vitus – Glanzleistung zum 30-jährigen Bestehen des Projektchores
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Vier hochkarätige Solisten, brillante Klaviereinlagen und ein hervorragend vorbereiteter Projektchor prägten den Konzertabend beim 36. Kulturherbst des Landkreises Würzburg.
Mit Gioachino Rossinis „Petite Messe solennelle“ bot der Veitshöchheimer Projektchor am Samstagabend, 10. Oktober 2026, in der St.-Vitus-Kirche ein beeindruckendes Konzerterlebnis. Opernhafte Leidenschaft, virtuose Gesangskunst und tiefe Religiosität verbanden sich zu einer musikalisch überzeugenden Einheit.
30 Jahre Projektchor – eine musikalische Erfolgsgeschichte
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Dorothea Völker gründete den Projektchor 1996 anlässlich der 900-Jahr-Feier Veitshöchheims. Schon beim ersten Projekt, Carl Orffs „Carmina Burana“ im Jahr 1997, wirkten rund 80 Sänger mit. Seither widmet sich das Ensemble großen Chorwerken wie Bachs h-Moll-Messe, Dvořáks „Stabat Mater“ und Mozarts Requiem.
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Christina Stibi, heutige Leiterin der Sing- und Musikschule und Nachfolgerin Völkers, erinnerte in ihrem Grußwort daran, dass sie bereits beim Gründungskonzert den Klavierpart übernommen hatte. Sie würdigte die Gemeinschaft und musikalische Verbundenheit des Chores.
Bürgermeister Jürgen Götz hob die Veitshöchheimer Erstaufführung von Rossinis Messe hervor und dankte allen Mitwirkenden für ihr Engagement. Pfarrer Christian Nowak würdigte St. Vitus als Ort anspruchsvoller Kirchenmusik.
Vier Solisten mit stimmlicher Klasse
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Die vier professionellen Gesangssolisten überzeugten mit ausdrucksstarker Gestaltung und hervorragend abgestimmtem Zusammenspiel.
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Vera Ivanović, Tochter der Dirigentin, begeisterte mit leuchtendem Sopran und sicherer Stimmführung.
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Besonders im innigen Duett „Qui tollis“ mit Lucie Ceralová sowie in den Solopartien „Crucifixus“ und „O salutaris hostia“ zeigte die opernerfahrene Sängerin ihre Ausdrucksvielfalt.
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Die international gefragte tschechische Altistin Lucie Ceralová beeindruckte mit ihrem warmen, tragfähigen Timbre. Im abschließenden „Agnus Dei“ verlieh sie der Friedensbitte besondere emotionale Tiefe.
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Tenor Michael Ivanović, Ehemann von Vera Ivanović, gestaltete die virtuose Tenorarie „Dominus Deus“ mit strahlender Stimme, Beweglichkeit und opernhaftem Temperament.
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Auch im Terzett „Gratias“ überzeugte er gemeinsam mit Ceralová und Joachim Herrmann.
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Der mit Dorothea Völker seit Langem verbundene Bassbariton Jochaim Herrmann setzte mit seinem sonoren Stimmklang und souveräner Gestaltung besonders im „Quoniam“ markante Akzente.
Projektchor und Instrumentalisten in hervorragendem Zusammenspiel
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Der Projektchor beeindruckte mit geschlossenem Klang, sicherer Intonation und rhythmischer Genauigkeit.
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Dorothea Völker führte Chor, Solisten und Instrumentalisten mit ausgezeichnetem Dirigat, klarer Zeichengebung, sicherer Tempoführung und musikalischem Feingefühl zu einer überzeugenden Einheit. Besonders in den anspruchsvollen Chorfugen gelang es ihr, die komplexen musikalischen Abläufe transparent und lebendig zu gestalten.
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Dem innigen „Kyrie“ folgte das temperamentvolle „Gloria“ mit seinen virtuosen Solo- und Ensemblepassagen. Im beschwingten „Credo“ verlieh Rossini dem Glaubensbekenntnis mit seinem „Allegro cristiano“ eine überraschende Leichtigkeit.
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Besondere Glanzpunkte setzten Christina Stibi, Leiterin der Sing- und Musikschule, und der dort unterrichtende Francisco Daniel Delgado Garcia an den beiden Klavieren.
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Ihre virtuosen Einlagen überzeugten mit perlenden Läufen, rhythmischer Präzision und fein abgestimmter Dynamik.
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Kevin Bernard ergänzte den Klang am Akkordeon, das die ursprünglich vorgesehene Harmoniumstimme übernahm. Besonders im instrumentalen „Preludio religioso“ entfaltete das Trio seine musikalische Brillanz.
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Zu den Höhepunkten gehörten die großen Chorfugen „Cum sancto spiritu“ und „Et vitam venturi saeculi“. Der Chor meisterte die komplexen Stimmführungen mit bemerkenswerter Geschlossenheit. Auch im feierlichen „Sanctus“ harmonierten Chor und Solisten ausgezeichnet.
Den ergreifenden Abschluss bildete das „Agnus Dei“.
Lucie Ceralová und der Chor gestalteten die dreimalige Bitte „Dona nobis pacem“ – Gib uns Frieden mit großer Intensität. Rossinis überraschender Wechsel von Moll zum strahlenden E-Dur verlieh dem Schluss hoffnungsvolle Leuchtkraft.
Dank des Pfarrers und zweite Aufführung am Sonntag
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Am Ende des Konzerts dankte Pfarrer Christian Nowak den Künstlern für ihre hervorragende musikalische Leistung. Der Abend unterstrich den hohen Anspruch des Projektchores und seine Bedeutung für das Veitshöchheimer Kulturleben.
Fotos Dieter Gürz - entstanden beim ersten Konzert am Samstagabend, 10. Oktober 2026.
Am Sonntag, 11. Oktober 2026, um 18 Uhr wird Rossinis „Petite Messe solennelle“ in der St.-Vitus-Kirche nochmals aufgeführt.
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