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Neustart in Veitshöchheim: Heilpraktikerin Jacqueline Gottier eröffnete größere Naturheilpraxis

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Neustart für Heilpraktikerin Jacqueline Gottier: Nach einem erneuten Standortwechsel bezog sie größere Praxisräume in der Mittleren Setz 7A. Am Samstag, 10. Oktober 2026, stellte sie diese bei einem Tag der offenen Tür vor.


Hausverkauf machte erneuten Umzug notwendig

Zwei Jahre nach ihrem Wegzug aus der Friedhofstraße machte ein bevorstehender Hausverkauf in der Menzelstraße einen weiteren Umzug erforderlich. Am neuen Standort nimmt Gottier auch die Colon-Hydro-Therapie wieder in ihr Angebot auf. Wie sie im persönlichen Gespräch berichtete, hatten bereits mehrere Patienten auf die Wiederaufnahme dieser Behandlung gewartet.


Bioresonanz, Infusionen und Darmtherapie im Mittelpunkt

Bei persönlichen Gesprächen erhielten Interessierte Einblicke in das Behandlungsspektrum. Kleine gesunde Snacks ergänzten den Tag der offenen Tür, der von 11 bis 17 Uhr stattfand.

Zu ihren wichtigsten Behandlungsschwerpunkten zählte Gottier die Bioresonanz, Infusionstherapie und Colon-Hydro-Therapie.

Die Bioresonanz gehört zur sogenannten bioinformativen Medizin. Dabei sollen spezielle Geräte elektromagnetische Schwingungen des Körpers erfassen und beeinflussen. Ergänzend setzte Gottier Geräte zur pulsierenden Magnetfeldtherapie ein. Beide Verfahren beruhen auf alternativmedizinischen Konzepten, deren therapeutische Wirksamkeit wissenschaftlich nicht hinreichend belegt ist.

Bei der Colon-Hydro-Therapie wird der Dickdarm mit temperiertem Wasser gespült. Das Verfahren wird in der Naturheilkunde zur Darmreinigung eingesetzt.

Ein weiterer Bestandteil ihres Angebots sind Infusionstherapien, bei denen beispielsweise Vitamine, Mineralstoffe oder andere Nährstoffe direkt über die Blutbahn verabreicht werden. Die Auswahl orientierte sich nach ihren Angaben am individuellen Bedarf und den jeweiligen Untersuchungsbefunden.


Umfangreiche Laboruntersuchungen als Grundlage

Großen Wert legte Gottier auf die Labordiagnostik. Dafür arbeitete sie nach eigenen Angaben mit sechs verschiedenen Laboren zusammen. Neben klassischen Blutuntersuchungen zur Beurteilung von Organfunktionen lässt sie unter anderem Vitaminwerte, Spurenelemente, Schwermetalle und Aminosäuren untersuchen.

Einen besonderen Schwerpunkt bildeten Stuhluntersuchungen zur Beurteilung der Darmgesundheit. Die Ergebnisse bezieht sie in ihre weiteren therapeutischen Überlegungen ein.


Von der Universitätsklinik in die Selbständigkeit

Bevor sie sich als Heilpraktikerin niederließ, arbeitete die Mutter von vier Kindern viele Jahre als examinierte Krankenschwester an der Universitätsklinik. Nach ihrer Heilpraktikerprüfung im April 2012 eröffnete sie 2013 ihre erste Praxis in der Friedhofstraße 11.

Durch zahlreiche Fortbildungen erweiterte Gottier ihr Behandlungsspektrum, unter anderem in Ohrakupunktur, Akupunkt-Massage nach Penzel, Ernährungsberatung, Homöopathie und systemischer Familienaufstellung.


Ganzheitlicher Ansatz im Mittelpunkt

Zu ihrer naturheilkundlichen Arbeit gehörte auch die Kairos-Methode, ein alternativmedizinisches Konzept, das körperliche Beschwerden im Zusammenhang mit Lebensgewohnheiten, psychischen Belastungen und dem sozialen Umfeld betrachtet. Dabei kommen unter anderem manuelle Muskeltests zum Einsatz.

Bereits bei ihrem zehnjährigen Praxisjubiläum im Juli 2023 hatte Gottier die Bedeutung einer umfassenden Betrachtung ihrer Patienten hervorgehoben. Diesen Ansatz führt sie auch am neuen Standort fort.

Fotos Dieter Gürz

 

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