Neue Lände in Veitshöchheim: Erster Bauabschnitt mit Mainufer-Radweg offiziell abgeschlossen
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Mit einem symbolischen Banddurchschnitt hat Bürgermeister Jürgen Götz am Donnerstag, 29. Oktober 2026, den ersten Bauabschnitt des Städtebauförderprojekts „Neue Lände“ offiziell abgeschlossen. Nach der Umgestaltung des Parkplatzes an der Parkstraße, dem Ausbau der Mainuferstraße und der Einrichtung einer neuen Reisebushaltestelle ist nun auch der Radweg bis zum Höchheimer Steg fertiggestellt. Rund zwei Millionen Euro wurden investiert. Der zweite Bauabschnitt ist bereits in vollem Gange.
Foto: Beim symbolischen Banddurchschneiden von links: Pflasterbauchef Ulrich Schätzlein, Bauamtsleiter Klaus Kaiser, Bürgermeister Jürgen Götz, Bauleiter Joshua Lenze vom Münchner Büro Großberger-Beyhl-Partner, Jürgen Hardecker vom Tiefbaureferat der Gemeinde und Pflasterbaupolier Michael Spieß.
Bürgermeister lobt Zusammenarbeit und Einhaltung des Zeitplans
Beim Pressetermin dankte Bürgermeister Jürgen Götz allen an der Bauausführung Beteiligten. Während der Bauarbeiten seien immer wieder kleinere Anpassungen an der Planung erforderlich gewesen. Dank der guten Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Fachfirma habe man dafür stets praktikable Lösungen gefunden. „Da gibt es immer Lösungen, keine Probleme“, lobte Götz.
Entscheidend sei gewesen, die Mainuferstraße wie zugesagt zum Beginn der Sommerferien wieder für den Verkehr freizugeben. Dies gelang trotz kleinerer Verzögerungen, die sich lediglich auf die Fertigstellung des Radwegs auswirkten.
Der Bürgermeister bedankte sich ausdrücklich auch bei den Anliegern, insbesondere in der Tiergartenstraße und der Maingasse, für ihre Geduld während der unvermeidlichen Einschränkungen.
Vom Busparkplatz zur begrünten Stellplatzanlage
Mit dem Spatenstich am 21. August 2025 begann die Neugestaltung des bisherigen Omnibus- und Pkw-Parkplatzes an der Parkstraße.
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Entstanden sind 52 Pkw-Stellplätze mit versickerungsfähigem Rasengitterpflaster, asphaltierte Fahrspuren, eine Busumfahrung und gepflasterte Gehwege. Die Beleuchtung wurde erneuert, 19 Bäume sowie Hecken und Stauden wurden gepflanzt. Zugleich erfolgte der Ausbau der Parkstraße einschließlich der Kanalisation.
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Die Nutzung des Platzes für größere Veranstaltungen bleibt erhalten. Entsprechende Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser wurden vorgesehen. Nach Angaben von Götz hat die Anlage bei Festveranstaltungen bereits ihre Bewährungsprobe bestanden. Am Parkplatz wird zudem der Abwasseranschluss für den Toilettenwagen hergestellt (links im Bild), der künftig wieder hinter der Hecke stehen soll. Zu sehen ist hier auch die Busumfahrung auf dem PKW-Stellplatz.
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Auch die Glascontainer kehren auf diese erneuerte Fläche an der Parkstraße zurück.
Neue Reisebushaltestelle und sicherere Verkehrsführung
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Ab März 2026 folgte der Vollausbau der Mainuferstraße zwischen Parkstraße und Tiergartenstraße. Die Fahrbahn wurde in Richtung Parkplatz verschwenkt, um auf der Mainseite Platz für eine neue Haltestelle für zwei Reisebusse zu schaffen.
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Nach dem Ein- und Aussteigen der Fahrgäste (länger ist ein Halten nicht erlaubt) können die Busse auf dem bereits im Juli 2025 für 280.000 Euro errichteten Busparkplatz unter der ICE-Brücke abgestellt werden. Durch die veränderte Straßenführung konnten die vorhandenen Platanen erhalten bleiben.
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Dort stehen acht Bus-Stellplätze zur Verfügung.
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Diese können allerdings nur aus der entgegengesetzen Richtung unter Nutzung der Busumfahrung auf dem PKW-Parkplatz angefahren werden, wie hier auf dem Vorweghinweiser dargestellt.
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Am 31. Juli 2026 wurde die Mainuferstraße pünktlich zum Beginn der Sommerferien wieder freigegeben. Damit war auch die Zufahrt zu den Mainfrankensälen wieder uneingeschränkt möglich. Geschaffen wurden hier entlang der Straße acht weitere PKW-Stellplätze.
Neuer Radweg beseitigt gefährliche Engstelle
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Bisher endete der Radweg an der Tiergartenstraße abrupt. Jetzt führt er entlang des Mainufers bis zur Rampe des Höchheimer Stegs.
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Besondere Anforderungen stellte der Schutz der Platanenwurzeln. Der Radweg musste mit entsprechendem Abstand zu den Baumstämmen geführt werden. Ein während der Bauarbeiten errichteter massiver Holzschutzzaun hatte zeitweise Diskussionen ausgelöst.
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Einige ergänzende Arbeiten stehen noch aus. Am Radweg wird zu Beginn der Fahrradstellplätze noch eine Fahrradreparaturstation eingerichtet (da wo im Bild die linke Person steht). Zwei Sitzbänke sollen nach dem Winter aufgestellt werden – eine an der Bushaltestelle, die andere mit Blick auf den Main.
Die noch offenen Grünflächen erhalten eine Wiesenansaat und ergänzende Strauchpflanzungen.
Erforderliche Stellplätze nachgewiesen
Mit der Umgestaltung der Mainlände war auch die Frage verbunden, wie die für den Betrieb der Mainfrankensäle baurechtlich erforderlichen 295 Stellplätze nach dem Wegfall von 80 Parkplätzen auf dem Dreschplatz nachgewiesen werden können.
Dafür wurden bestehende Parkflächen an der Pont-l’Évêque-Allee berücksichtigt
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und zusätzliche Stellplätze im Umfeld geschaffen, wie diese acht hier in einer Bucht nördlich der Parkstraße.
Bürgermeister Götz bestätigte beim Pressetermin, dass inzwischen sämtliche erforderlichen Stellplätze nachgewiesen seien. Darüber hinaus führe die Gemeinde Gespräche mit Grundstückseigentümern über mögliche weitere Parkflächen.
Rund zwei Millionen Euro investiert
Beim Abschlusstermin bezifferte Götz die Kosten auf rund zwei Millionen Euro. Der vorgesehene Kostenrahmen sei damit im Wesentlichen eingehalten worden, so das Ingenieurbüro. Die endgültige Schlussrechnung liege allerdings noch nicht vor. Bei einem Fördersatz von 60 Prozent wird mit rund einer Million Euro Zuschuss aus der Städtebauförderung gerechnet.
Zweiter Bauabschnitt: Seit 5. September laufen die Arbeiten an der Ufersicherung
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Am 5. September 2026 begann der zweite Bauabschnitt der „Neuen Lände“ mit der Ufersicherung am künftigen Erich-Steppert-Platz. Auf rund 40 Metern Länge entsteht eine Bohrpfahlwand aus insgesamt 59 Pfählen, die das Mainufer dauerhaft stabilisieren und zugleich die tragende Grundlage für die geplante Wassertreppe bilden soll.
Die Konstruktion besteht aus 20 bewehrten Bohrpfählen mit einer Länge von bis zu 8,60 Metern und 39 unbewehrten Pfählen, die bis zu 5,20 Meter tief reichen. Mitte September wurden zunächst Bohrschablonen zur exakten Positionierung der Pfähle hergestellt. Ende September begannen nach Anlieferung des Ketten-Drehbohrgeräts und der Stahlrohre die eigentlichen Bohrarbeiten.
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Dabei werden Stahlrohre in den Untergrund eingebracht, das Erdreich im Inneren ausgehoben und die entstandenen Hohlräume mit Beton verfüllt (Foto vom 29.10.) Auf den fertigen Pfählen entstehen später Pfahlkopfbalken, auf denen unter anderem die neue Wassertreppe aufliegt.
Den Auftrag für die Spezialtiefbauarbeiten einschließlich der Treppenanlage vergab der Gemeinderat bereits am 21. Juli 2026 an die Dechant Hoch- und Ingenieurbau GmbH aus Weismain. Die Auftragssumme beträgt rund 550.000 Euro brutto.
Für die Bohrarbeiten war rund ein Monat vorgesehen. Die gesamten Wasserbauarbeiten am nördlichen Ufer des künftigen Erich-Steppert-Platzes sollen nach bisherigem Zeitplan bis Ende November 2026 abgeschlossen werden.
Ausführlich über die Konstruktion der Ufersicherung mit Lageplan und Querschnitten berichtete Veitshöchheim News am 17. September 2026:
Großzügiger Platz mit direktem Zugang zum Main
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Im weiteren Verlauf des zweiten Bauabschnitts wird der rund 4.400 Quadratmeter große Bereich zwischen Parkstraße und Oberer Maingasse zu einem weitgehend autofreien Aufenthalts- und Begegnungsort umgestaltet.
Vorgesehen sind ein Mainbalkon, die neue Wassertreppe, eine bodenbündige Nebelanlage zur Abkühlung an heißen Sommertagen sowie zusätzliche Baum- und Grünflächen.
Der Platz soll weiterhin dem wöchentlichen Grünen Markt mit bis zu 20 Marktwagen dienen. Hinzu kommen Flächen für Veranstaltungen und Außengastronomie der Mainfrankensäle. Eine Schranke an der Parkstraße soll unberechtigten Fahrzeugverkehr verhindern. Auch eine barrierefreie Gestaltung mit Orientierungshilfen für Sehbehinderte ist vorgesehen.
Die Wassertreppe wird künftig eine direkte Verbindung zwischen dem Erich-Steppert-Platz und dem Main herstellen. Nach bisherigem Zeitplan soll der zweite Bauabschnitt bis Ende 2027 umgesetzt werden.
Langfristiges Ziel: Ein attraktiver Begegnungsort am Main
Grundlage des Gesamtprojekts ist der Entwurf des Berliner Büros relais Landschaftsarchitekten, das 2018 den freiraumplanerischen Wettbewerb gewann.
Ein dritter Bauabschnitt sieht im Bereich des ehemaligen Mainstegs eine parkartige Gestaltung, eine Mainterrasse und die Neuordnung von Pkw- und möglicherweise Wohnmobilstellplätzen vor. Ob die Wohnmobilstellplätze dort tatsächlich entstehen, ist noch offen.
Für das Gesamtprojekt waren zuletzt rund 10,17 Millionen Euro bei einer vorgesehenen Förderung von 5,43 Millionen Euro veranschlagt worden.
Nach der Verbesserung der Verkehrs- und Parkinfrastruktur rückt mit den weiteren Bauabschnitten die Aufenthaltsqualität am Mainufer in den Mittelpunkt.
Fotos Dieter Gürz - Pläne relais-Architekten
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