Neue Lände: Ketten-Drehbohrgerät und erste Stahlrohre sind da – jetzt beginnen die Bohrarbeiten
/image%2F1394268%2F20260929%2Fob_8f539b_02-bohrung-3.jpg)
An der Neuen Lände in Veitshöchheim beginnt in diesen Tagen der nächste wichtige Bauabschnitt. Nachdem die Bohrschablonen für die künftige Bohrpfahlwand Mitte September hergestellt worden waren, ist inzwischen auch das schwere Gerät auf der Baustelle eingetroffen:
/image%2F1394268%2F20260929%2Fob_f9b6ec_00-bohrgeraet-1.jpg)
Am Dienstag, 29. September 2026, waren das rund 60 Tonnen schwere Ketten-Drehbohrgerät sowie die ersten Stahlrohre vor Ort, die in die vorbereiteten Schablonen eingebracht werden.
/image%2F1394268%2F20260929%2Fob_5a0b14_03-abladen-rohre-2.jpg)
Damit stehen die eigentlichen Bohrarbeiten für die Ufersicherung am Mainbalkon und im Bereich der neuen Wassertreppe unmittelbar bevor. Nach den bisherigen Angaben wird allein die Herstellung der Bohrpfähle etwa einen Monat dauern, sich also voraussichtlich über den Oktober 2026 erstrecken.
59 Bohrpfähle sichern künftig das Mainufer
/image%2F1394268%2F20260929%2Fob_a71495_01-schablonen-im-vordergrund-1.jpg)
Wie Veitshöchheim News am 17. September 2026 berichtete, entsteht entlang des Mainufers auf einer Länge von rund 40 Metern eine Bohrpfahlwand aus insgesamt 59 Pfählen.
/image%2F1394268%2F20260929%2Fob_a03c7a_00-bohrgeraet-2.jpg)
Vorgesehen sind 20 bewehrte Bohrpfähle mit einer Länge von bis zu 8,60 Metern. Sie übernehmen als Tragepfähle die auftretenden Lasten und leiten diese in den Untergrund ab.
/image%2F1394268%2F20260929%2Fob_cc87b2_03-abladen-rohre-1.jpg)
Hinzu kommen 39 unbewehrte Bohrpfähle, die bis zu 5,20 Meter tief reichen.
Bei der Herstellung wird zunächst jeweils ein Stahlrohr in den Boden eingebracht. Das Erdreich im Inneren wird anschließend schrittweise mit einem Bohrkübel oder Schneckenbohrer an einer teleskopierbaren Bohrstange ausgehoben. Danach wird der entstandene Hohlraum mit Beton verfüllt.
Die Mitte September hergestellten Bohrschablonen geben dabei die exakte Lage der einzelnen Pfähle vor. Mit der jetzt erfolgten Anlieferung des Ketten-Drehbohrgeräts und der ersten Stahlrohre sind die Voraussetzungen geschaffen, um Ende September mit den Bohrarbeiten zu beginnen.
/image%2F1394268%2F20260929%2Fob_3ab8d3_00-ausfuehrungsplan-1a.jpg)
Ausführlich über die Konstruktion der Ufersicherung berichtete Veitshöchheim News am 17. September. Dort sind auch die Pläne mit Lageplan und Querschnitten der Bohrpfahlwand und der neuen Wassertreppe veröffentlicht:
Bohrpfahlwand trägt auch die neue Wassertreppe
Die Bohrpfahlwand dient nicht allein der dauerhaften Sicherung des Mainufers. Auf den fertigen Pfählen werden später die Pfahlkopfbalken betoniert. Sie bilden zugleich die tragende Grundlage für weitere Bauteile der Ufergestaltung.
Eine wichtige Funktion übernimmt die Konstruktion insbesondere im Bereich der neuen Wassertreppe. Diese wird auf den parallel zur Fließrichtung des Mains verlaufenden Pfahlkopfbalken aufgelegt.
Die Wassertreppe soll künftig einen direkten Bezug zwischen dem neuen Erich-Steppert-Platz und dem Main herstellen und ist damit ein prägendes Element der Neugestaltung der Urbanen Lände.
Auftrag über 549.197 Euro bereits am 21. Juli vergeben
Bislang noch nicht öffentlich genannt worden war die Auftragssumme für die Spezialtiefbauarbeiten. Auf Nachfrage von Veitshöchheim News teilte das Rathaus nun mit, dass der Gemeinderat darüber bereits in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 21. Juli 2026 entschieden hatte.
Unter dem Tagesordnungspunkt „Umgestaltung der Neuen Lände – Auftragsvergabe 2. Bauabschnitt, Ufersicherung und Treppenanlage“ erhielt die Dechant Hoch- und Ingenieurbau GmbH, Abt-Knauer-Straße 3, 96260 Weismain, den Auftrag für die Spezialtiefbauarbeiten des zweiten Bauabschnitts.
Die Auftragssumme beläuft sich auf 549.197,51 Euro brutto. Zugleich wurde der Bürgermeister ermächtigt, die für die Baumaßnahme notwendigen Aufträge zu unterzeichnen.
Der Gemeinderat fasste den Beschluss einstimmig mit 20 Ja-Stimmen bei keiner Gegenstimme.
Rund ein Monat Bohrarbeiten – Wasserbau bis Ende November
Mit dem Ende September beginnenden Bohren geht die Ufersicherung am Mainbalkon von der vorbereitenden in die entscheidende Bauphase über. Für die Herstellung der insgesamt 59 Bohrpfähle ist rund ein Monat veranschlagt. Damit dürften die Bohrarbeiten nach dem derzeitigen Zeitplan bis etwa Ende Oktober andauern.
Danach folgen weitere Arbeiten an der Ufersicherung und der neuen Wassertreppe. Die gesamten Wasserbauarbeiten am nördlichen Ufer des künftigen Erich-Steppert-Platzes sollen bis Ende November 2026 abgeschlossen sein.
Die Gemeinde Veitshöchheim hatte die Arbeiten zur Ufersicherung des Mainbalkons einschließlich der Treppenanlage separat als eigenes Los ausgeschrieben.
Fotos Dieter Gürz