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Moderne Müllwelt in Veitshöchheim: team orange ist weit mehr als nur Müllabfuhr

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

CSU-Kreistagsfraktion Würzburg informiert sich am Betriebshof über moderne Abfallwirtschaft, steigende Entsorgungskosten und Zukunftsperspektiven – Neues Kundencenter steht vor der Eröffnung

Die Kreispolitiker zeigten sich beeindruckt von der Professionalität und dem vielfältigen Aufgabenspektrum des Kommunalunternehmens.

Fotos: Matthias Ernst

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Orangefarbene Müllfahrzeuge, moderne Entsorgungstechnik und eine Infrastruktur, die selbst im Katastrophenfall eigenständig funktioniert: Bei einem Besuch am Betriebshof von team orange in Veitshöchheim erhielt die CSU-Kreistagsfraktion Würzburg einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Aufgaben der kommunalen Abfallwirtschaft. Dabei wurde deutlich, dass sich hinter der Müllabfuhr längst ein moderner Dienstleistungsbetrieb verbirgt, der sich zunehmend mit Nachhaltigkeit, Digitalisierung und wirtschaftlichen Herausforderungen auseinandersetzen muss.

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Moderne Technik und nachhaltige Müllentsorgung

Vorstand Robert Scheller, Betriebsleiter Alexander Pfenning, Verkehrsleiter Stefan Röder sowie Markus Fleder, Leiter Bau und Technik, führten die Kreispolitiker durch den Betrieb und erläuterten die organisatorischen und technischen Abläufe.

Dabei erfuhren die Besucher auch von einer personellen Neuerung: Seit dem 1. Oktober gehört erstmals eine Frau zum Fahrpersonal der Müllfahrzeuge. In der bislang überwiegend männlich geprägten Branche ist dies eine bemerkenswerte Entwicklung.

Auch beim Umweltschutz setzt team orange auf neue Standards. Sämtliche neu beschafften Abfalltonnen tragen das Umweltzeichen „Blauer Engel“ und bestehen zu 100 Prozent aus Recycling-Kunststoff. Zudem beschäftigt sich das Kommunalunternehmen mit dem Einsatz elektrisch betriebener Müllfahrzeuge, die künftig lokal emissionsfrei im Landkreis unterwegs sein könnten.

Eine Besonderheit des Veitshöchheimer Betriebshofs ist seine technische Ausstattung: Die Infrastruktur ist darauf ausgelegt, auch im Katastrophenfall vollständig autark betrieben werden zu können.

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13 Wertstoffhöfe sorgen für kurze Wege

Das Abfallwirtschaftssystem des Landkreises Würzburg setzt bewusst auf Bürgerfreundlichkeit. Neben der schwarzen Restmülltonne, der braunen Biotonne und der blauen Papiertonne stehen den Einwohnern 13 Wertstoffhöfe mit einheitlichen Öffnungszeiten sowie eine Kompostieranlage zur Verfügung.

Insgesamt kommen die Wertstoffhöfe auf 362 Öffnungsstunden pro Woche. Damit bietet der Landkreis nach Angaben des Unternehmens ein außergewöhnlich dichtes Entsorgungsnetz, das hinsichtlich der Anzahl der Wertstoffhöfe sogar mit der Bundeshauptstadt Berlin verglichen werden kann.

„Unser Ziel ist es, kurze Wege und viel Komfort für die Entsorgung von Abfällen. Das ist nicht nur Service für die Bürgerinnen und Bürger, sondern schont auch Ressourcen“, erläuterte Betriebsleiter Alexander Pfenning.

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Steigende Kosten machen höhere Müllgebühren notwendig

Ein zentrales Thema des Besuchs waren die bevorstehenden Anpassungen der Abfallgebühren. Die Verantwortlichen erläuterten ausführlich, weshalb die Kosten für die kommunale Müllentsorgung deutlich gestiegen sind.

Zu den wesentlichen Ursachen zählen der Fachkräftemangel, höhere Energiekosten, CO₂-Zuschläge, gestiegene Verwertungskosten im Müllheizkraftwerk Würzburg sowie zusätzliche gesetzliche Anforderungen. Auch internationale Entwicklungen und geopolitische Unsicherheiten wirken sich auf die Abfallwirtschaft aus.

Landrat Thomas Eberth betonte die Bedeutung einer transparenten Information der Bevölkerung: „Es ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger verstehen, warum die Gebühren steigen und wofür das Geld eingesetzt wird.“

Auch der Vorsitzende der CSU-Kreistagsfraktion, Landtagsabgeordneter Björn Jungbauer, stellte sich hinter die geplante Anpassung: „Wir haben uns im Verwaltungsrat sehr intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und werden daher der notwendigen Gebührenerhöhung zustimmen.“

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Altholz bringt inzwischen Einnahmen

Dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht ausschließlich negativ entwickeln, zeigte ein Beispiel aus der Altholzverwertung.

Durch neue Umschlagplätze in der Region hat sich der Wettbewerb auf dem Altholzmarkt verstärkt. Davon profitiert inzwischen auch das Kommunalunternehmen: Für das an den Wertstoffhöfen angelieferte Altholz werden mittlerweile Erlöse erzielt.

Fraktionsgeschäftsführer Thomas Haaf verwies darauf, dass solche Einnahmen letztlich den Gebührenzahlern zugutekommen. Die Entwicklung zeige, welche wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile eine konsequente Sammlung und Verwertung von Wertstoffen biete.

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Digitalisierung könnte Wertstoffhöfe verändern

Neben den aktuellen Aufgaben beschäftigten sich die Kreispolitiker auch mit der langfristigen Entwicklung der Abfallwirtschaft.

Betriebsleiter Alexander Pfenning verwies auf bereits bestehende Beispiele digital gesteuerter Wertstoffhöfe, die andernorts erfolgreich betrieben werden. Solche Lösungen könnten künftig neue Möglichkeiten bei der Organisation und Nutzung der Einrichtungen eröffnen.

Ob entsprechende Modelle auch für den Landkreis Würzburg infrage kommen, müsse allerdings erst geprüft werden, erklärte Vorstand Robert Scheller.

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Neuer Standort in Veitshöchheim bewährt sich

Auch die Standortentscheidung für den Betriebshof wurde bei dem Besuch positiv bewertet. Der Umzug vom früheren Standort am Güßgraben in das Veitshöchheimer Gewerbegebiet habe sich aus Sicht der Gemeinde als richtig erwiesen.

Bürgermeister Jürgen Götz unterstrich die Bedeutung der Ansiedlung für Veitshöchheim und bezeichnete den Standortwechsel als richtigen Schritt.

Eine weitere Verbesserung steht bereits bevor: Am neuen Betriebssitz soll in Kürze ein Kundencenter eröffnet werden, das den Bürgerservice zusätzlich stärken wird.

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Von der Umweltbildung bis zur Deponienachsorge

Zum Abschluss des Besuchs wurde noch einmal deutlich, wie breit das Aufgabenspektrum von team orange inzwischen aufgestellt ist.

Neben der klassischen Müllabfuhr und Wertstoffverwertung gehören auch Umweltbildungsangebote für Kinder und Erwachsene, der Tauschmarkt zur Wiederverwendung gebrauchter Gegenstände sowie die langfristige Nachsorge stillgelegter Deponien zum Tätigkeitsfeld.

Fraktionsvorsitzender Björn Jungbauer würdigte die Leistungen des Kommunalunternehmens: „Unser team orange leistet für unseren Landkreis hervorragende Arbeit.“

Die Bandbreite der Aufgaben zeige, dass moderne Abfallwirtschaft weit über die reine Beseitigung von Müll hinausgehe.

Die zahlreichen Fragen und Anregungen der Kreistagsmitglieder verdeutlichten das große Interesse an den Abläufen und Zukunftsplänen. Die CSU-Kreistagsfraktion sprach dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern abschließend ihre einhellige Unterstützung aus.

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