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Oktober im Garten: Ernten, pflanzen und die Herbstfarben genießen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Herbstliche Farbenpracht im Oktobergarten: Wilder Wein mit leuchtend rotem Laub setzt an einem Holzzaun eindrucksvolle Akzente.

Der Oktober bringt nicht nur leuchtende Herbstfarben, sondern auch reichlich Arbeit für Gartenfreunde. Letzte Sommergemüse werden geerntet, Herbstsalate und Obst stehen auf dem Speiseplan, und für viele Stauden und Gehölze beginnt die ideale Pflanzzeit. Die Bayerische Gartenakademie an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim gibt dazu in einer Pressemitteilung praktische Tipps.


Erntezeit: Tomaten, Paprika und Kürbisse

Die warme, trockene Witterung hat den Tomaten eine lange Erntesaison beschert. Mit zunehmender Feuchtigkeit droht jedoch die Kraut- und Braunfäule. Jetzt ist es Zeit, die Tomatenbeete zu räumen. Gesunde grüne Früchte können in nicht zu kühlen Räumen nachreifen und eignen sich anschließend noch für Suppen und Soßen.

Auch Zucchinipflanzen haben häufig ausgedient, da Echter Mehltau die Blätter befällt und kaum noch Früchte nachwachsen. Paprika und Chili dagegen können bis zum Frost weiterreifen. In kalten Nächten hilft eine Vliesauflage.

Kürbisse sollten nur unbeschädigt und mit eintrocknendem Stiel eingelagert werden. An trockenen, nicht zu kalten Orten härtet ihre Schale nach und verbessert die Lagerfähigkeit. Beschädigte Früchte werden rasch verarbeitet.


Herbstgemüse und spätes Obst genießen

Endivien, Radicchio, Zuckerhut, Chinakohl und Feldsalat liefern jetzt frische Vitamine. Auch Rote Bete, Möhren, Lauch und Sellerie können vielerorts bis zum Frost auf den Beeten bleiben.

Im Obstgarten werden späte Äpfel, Birnen und Quitten geerntet. Besonders Quitten sollten rechtzeitig gepflückt werden, da überreife Früchte zur Fleischbräune neigen. Kiwibeeren und die letzten süßen Tafeltrauben ergänzen das herbstliche Angebot.


Pflanzzeit: Jetzt an das nächste Gartenjahr denken

Der Herbst ist ideal zum Pflanzen von Stauden, Rosen, Hecken sowie vielen Zier- und Obstgehölzen. Die noch warme Erde und zunehmende Niederschläge fördern die Wurzelbildung. Frostempfindlichere Pflanzen wie Rebstöcke, Quitten, Magnolien und empfindliche Gräser werden dagegen besser im Frühjahr gesetzt.

Auch im Gemüsegarten lässt sich noch einiges tun: Feldsalatpflänzchen füllen freie Beete, während im Herbst gesteckter Knoblauch im nächsten Jahr kräftige Knollen bildet. Empfehlenswert sind spezieller Pflanzknoblauch oder frische regionale Ware.

Große Rhabarberstöcke können jetzt geteilt werden. Die Knospen sollten nach dem Einpflanzen etwa fünf Zentimeter mit Erde bedeckt sein. Als späte Gründüngung eignet sich Winterroggen, der noch bis November ausgesät werden kann.


Blätterzeit: Farbenpracht und natürlicher Winterschutz

Kühle Nächte und warme Tage lassen das Herbstlaub besonders intensiv leuchten. Gelbe, rote und braune Blätter verwandeln die Gärten in farbenprächtige Landschaften. Besonders eindrucksvoll zeigt sich der Wilde Wein mit seiner tiefroten Herbstfärbung, der Zäune und Mauern schmückt.

Doch wohin mit dem fallenden Laub? Die Bayerische Gartenakademie empfiehlt, es an vielen Stellen einfach liegen zu lassen. Es schützt Stauden vor Kälte und bietet Bodenlebewesen Nahrung und Unterschlupf. Bis zum Frühjahr wird ein Großteil auf natürliche Weise zersetzt.

Lediglich von Zierrasenflächen, Wegen und aus Gartenteichen sollte das Laub entfernt werden.

Bunte Blätter eignen sich zudem für herbstliche Dekorationen an Türen, auf Tischen und im Eingangsbereich – ein letztes Farbwunder vor dem Winter.


Fazit: Der Oktober verbindet die letzte Ernte mit den Vorbereitungen für das kommende Gartenjahr. Wer jetzt rechtzeitig erntet, pflanzt und Herbstlaub sinnvoll nutzt, schafft gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start im nächsten Frühjahr.


Quelle: Pressemitteilung der Bayerischen Gartenakademie an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Veitshöchheim

Foto: Christine Scherer © LWG

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