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Infogang der Gemeinde zum Jubiläum am 19. September: Seit 50 Jahren gehört Gadheim zu Veitshöchheim

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Der diesjährige Infogang der Gemeinde Veitshöchheim am Samstag, 19. September 2026, steht ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Seit 50 Jahren gehört Gadheim zu Veitshöchheim. Aus diesem Anlass führt die rund acht Kilometer lange Strecke entlang der Gemarkungsgrenzen zu Würzburg, Rimpar und Güntersleben – und damit auf historischen Spuren rund um den 1976 eingemeindeten Ortsteil.


Start um 8.30 Uhr im Gewerbegebiet

Bürgermeister Jürgen Götz lädt die Bevölkerung zum gemeindlichen Informations- und Grenzgang ein. Treffpunkt ist am Samstag, 19. September, um 8.30 Uhr auf dem öffentlichen Parkplatz hinter der Firma Flammersberger. Parkmöglichkeiten gibt es auf dem öffentlichen Parkplatz im Gewerbegebiet.

Die rund acht Kilometer lange Strecke führt über unbefestigte Wald- und Feldwege. Festes Schuhwerk ist deshalb erforderlich.

Unterwegs vermitteln die zuständigen Feldgeschworenen gemeinsam mit Mitarbeitern des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Würzburg Wissenswertes über Gemarkungsgrenzen, Grenzsteine und ihre Arbeit.

Zum Abschluss ist ein Schlusshock am Fußballplatz des Sportvereins Veitshöchheim vorgesehen. Gegen 13.30 Uhr soll die Veranstaltung enden.


1976 entschieden sich die Gadheimer für Veitshöchheim

Die Route des diesjährigen Infogangs hat einen besonderen historischen Hintergrund. Als Oberdürrbach 1976 nach Würzburg eingemeindet wurde, entschieden sich die Gadheimer mit großer Mehrheit dafür, sich der Gemeinde Veitshöchheim anzuschließen.

Mit Gadheim kamen damals 102 Einwohner und 341 Hektar Fläche zu Veitshöchheim. Der Flächenzuwachs war beträchtlich: Die Gadheimer Gemarkung entsprach etwa einem Drittel der Fläche Veitshöchheims. Die zusätzliche Fläche eröffnete der Gemeinde neue Entwicklungsmöglichkeiten. Unter anderem konnte das Veitshöchheimer Gewerbe- und Industriegebiet erweitert werden.

Die Eingemeindung wurde 1976 ausgiebig gefeiert. Auf dem historischen Foto stoßen im Garten des damaligen Schönbachhofes von links Bürgermeister Erich Steppert, der Gadheimer Ortssprecher Edmund Kilian, Hans Stephan (3. Bürgermeister) und Josef Ries (2. Bürgermeister) auf die gemeinsame Zukunft an.


Gadheim hat seinen dörflichen Charakter bewahrt

Trotz der Entwicklung der vergangenen fünf Jahrzehnte hat Gadheim sein besonderes Erscheinungsbild bewahrt. Heute zählt der landwirtschaftlich geprägte Weiler 80 Einwohner und vier landwirtschaftliche Nebenerwerbsbetriebe.

Ende der 1990er Jahre wurde am Ortseingang ein kleines Wohngebiet vor allem für Nachkommen Gadheimer Familien erschlossen. Ansonsten blieb der dörfliche Charakter erhalten.

Eine besonders sichtbare Veränderung brachte dagegen die Entwicklung des St. Markushofs.


Vom Schönbachhof zum modernen Ausbildungsstandort

In mehreren Bauabschnitten entwickelte sich das Gelände des St. Markushofs zu einem modernen Ausbildungs-, Wohn- und Tagungsstandort des Berufsbildungswerks Würzburg.

Bereits 1992 entstanden eine Werkhalle für den Garten- und Landschaftsbau sowie Gewächshäuser für den Zierpflanzenbau. 1999 folgte das Ausbildungshotel mit Küche und Restaurant. Danach kamen weitere Wohn-, Gruppen- und Tagungsräume hinzu.

Im Jahr 2007 verschwand mit dem Längsbau an der Kreisstraße das letzte bauliche Überbleibsel des ehemaligen Schönbachhofes. An seiner Stelle entstand ein Neubau für die berufliche Ausbildung.

Der Markushof hat damit das Ortsbild nachhaltig verändert und aufgewertet. Gleichzeitig entwickelte er sich zu einem beliebten Tagungs- und Treffpunkt.


Berufsbildungswerk wächst weiter

Das Berufsbildungswerk Würzburg begleitet Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 25 Jahren mit psychischen Beeinträchtigungen, Autismus-Spektrum-Störungen oder besonderem Förderbedarf im Bereich Lernen auf ihrem Weg in Ausbildung, Beruf und Gesellschaft.

Der steigende Platzbedarf führte in Gadheim zu weiteren Investitionen. Anfang 2014 wurde ein 1,8 Millionen Euro teures Internatsgebäude mit 24 Appartements sowie Gemeinschaftsräumen, Küchen und Betreuerzimmern eröffnet.

Seit April 2025 stehen in einem weiteren Neubau zusätzliche 24 Appartements zur Verfügung. Kürzlich wurde davor ein weiterer Neubau mit zwölf Appartements fertiggestellt.

Heute werden in Gadheim rund 120 junge Menschen ausgebildet, etwa 70 von ihnen leben im Internat

Das Zusammenleben funktioniert hervorragend und ist von gegenseitigem Respekt und Selbstverständlichkeit geprägt. Die jungen Bewohner des Berufsbildungswerks gehören längst zum Gadheimer Alltag.


Grenzgang verbindet Jubiläum mit Informationen vor Ort

Damit schlägt der Infogang der Gemeinde 50 Jahre nach der Eingemeindung einen Bogen von der Geschichte zur Gegenwart. Die Teilnehmer erfahren nicht nur Wissenswertes über Grenzen, Grenzsteine und die Arbeit der Feldgeschworenen, sondern bewegen sich zugleich durch ein Gemeindegebiet, dessen heutige Gestalt maßgeblich durch die Entscheidung des Jahres 1976 geprägt wurde.


Auf einen Blick

Infogang der Gemeinde Veitshöchheim
Samstag, 19. September 2026
Treffpunkt: 8.30 Uhr, öffentlicher Parkplatz hinter der Firma Flammersberger
Parken: Öffentlicher Parkplatz im Gewerbegebiet
Strecke: rund acht Kilometer über Wald- und Feldwege
Route: entlang der Gemarkungsgrenzen zu Würzburg-Oberdürrbach, Rimpar und Güntersleben
Abschluss: Schlusshock am Fußballplatz des Sportvereins Veitshöchheim
Ende: gegen 13.30 Uhr
Hinweis: Festes Schuhwerk erforderlich

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