Ausgezeichnet und erfolgreich: Repair Café Veitshöchheim mit 63 Prozent Reparaturquote
Erst die Auszeichnung mit dem 1. Umweltpreis der Gemeinde, dann eine besonders hohe Reparaturquote: Für das Veitshöchheimer Repair Café war der 26. September ein rundum erfolgreicher Tag. Am Vormittag wurde das ehrenamtliche Engagement mit dem Umweltpreis und 2.200 Euro gewürdigt, am Nachmittag brachten 25 Besucher insgesamt 49 Gegenstände zum 21. Repair Café in die Eichendorffschule. 63 Prozent davon konnten erfolgreich repariert werden.
2.200 Euro für vorbildliches Umweltengagement
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Noch bevor am Nachmittag geschraubt, genäht und nach Fehlern gesucht wurde, gab es am Vormittag besonderen Grund zur Freude: Das Repair Café wurde mit dem 1. Umweltpreis der Gemeinde Veitshöchheim 2026 ausgezeichnet und mit einem Preisgeld von 2.200 Euro bedacht.
Damit würdigte die Gemeinde ein Engagement, das Nachhaltigkeit ganz praktisch in den Alltag überträgt. Seit 2014 hat sich das Repair Café in Veitshöchheim fest etabliert. Statt defekte Gegenstände vorschnell wegzuwerfen, wird gemeinsam versucht, sie wieder funktionstüchtig zu machen und ihre Lebensdauer zu verlängern.
„Das Repair Café zeigt, wie wertvoll gemeinsames Reparieren ist – es schont Ressourcen und vermittelt Reparaturwissen“, unterstreicht Bürgermeister Jürgen Götz die Bedeutung der Initiative.
Dank Spenden konnte die Ausstattung des Repair Cafés im Laufe der Jahre kontinuierlich erweitert und verbessert werden. Das Preisgeld von 2.200 Euro bietet nun weitere Möglichkeiten, die erfolgreiche Arbeit fortzuführen.
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Auffallend groß war diesmal die Nachfrage nach Näharbeiten.
Weniger Besucher – aber viele erfolgreiche Reparaturen
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Ob es am außergewöhnlich schönen Herbstwetter oder an der diesmal etwas schwierigeren Parksituation lag: Zum 21. Repair Café kamen weniger Besucher als bei den vorangegangenen Veranstaltungen. Insgesamt brachten 25 Personen 49 Gegenstände mit, bei denen die ehrenamtlichen Fachleute ihr Reparaturglück versuchten.
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Die etwas geringere Besucherzahl tat dem Erfolg jedoch keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: 63 Prozent der Reparaturen konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Damit fiel die Erfolgsquote diesmal erfreulich hoch aus.
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Weitere 23 Prozent der Reparaturen waren zumindest teilweise erfolgreich. In diesen Fällen fehlte meist lediglich ein passendes Ersatzteil, um die Arbeiten abschließen zu können. Nur 14 Prozent der Reparaturversuche blieben ohne Erfolg, etwa aufgrund eines Totalschadens oder weil benötigte Ersatzteile nicht mehr erhältlich waren.
Kleidung diesmal besonders häufig auf dem Reparaturtisch
Auffällig war beim 21. Repair Café der hohe Anteil an Näharbeiten. 37 Prozent aller mitgebrachten Gegenstände entfielen auf Kleidung. Damit lagen Textilien nur knapp hinter elektrischen und elektronischen Geräten, die mit 45 Prozent weiterhin die größte Gruppe bildeten.
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Auf sonstige Reparaturgegenstände entfielen 16 Prozent, Fahrräder machten diesmal lediglich zwei Prozent der Aufträge aus.
Die Zahlen zeigen zugleich, wie breit das Spektrum des Repair Cafés inzwischen ist: Vom defekten Elektrogerät über beschädigte Kleidung bis zum Fahrrad versuchen die ehrenamtlichen Fachleute gemeinsam mit den Besitzern, den Gegenständen ein zweites Leben zu ermöglichen.
Jüngeres Publikum als bei früheren Repair Cafés
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Eine Veränderung zeigte sich auch bei der Altersstruktur. Während bei früheren Repair Cafés die über 60-Jährigen die Mehrheit der Besucher stellten, lag ihr Anteil diesmal bei 44 Prozent.
32 Prozent der Besucher waren zwischen 40 und 60 Jahre alt, 20 Prozent gehörten zur Altersgruppe von 21 bis 40 Jahren. Vier Prozent waren höchstens 20 Jahre alt.
Damit erreichte das Angebot diesmal einen vergleichsweise hohen Anteil jüngerer Besucher.
92 Prozent der Gäste kamen aus Veitshöchheim
Das Repair Café bleibt vor allem ein Angebot, das von den Veitshöchheimern selbst genutzt wird. 92 Prozent der Besucher kamen aus Veitshöchheim. Jeweils vier Prozent reisten aus Würzburg beziehungsweise aus dem Umland an.
Reparieren statt wegwerfen – seit 2014 in Veitshöchheim
Das Repair Café ist in Veitshöchheim längst zu einer festen Einrichtung geworden. Seit 2014 treffen sich dort regelmäßig Menschen, die defekten Alltagsgegenständen eine zweite Chance geben wollen. Dank Spenden konnte auch die Ausstattung im Laufe der Jahre kontinuierlich erweitert und verbessert werden.
„Das Repair Café zeigt, wie wertvoll gemeinsames Reparieren ist – es schont Ressourcen und vermittelt Reparaturwissen“, unterstreicht Bürgermeister Jürgen Götz die Bedeutung der Initiative.
Dabei geht es nicht nur darum, möglichst viele Gegenstände vor der Entsorgung zu bewahren. Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist das gemeinsame Reparieren und die Weitergabe von Wissen. Die Besitzer schauen nicht nur zu, sondern können gemeinsam mit den Fachleuten herausfinden, wo der Fehler liegt und wie sich ein Gegenstand wieder funktionstüchtig machen lässt.
Von der Nähmaschine bis zur Elektro-Werkstatt
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Federführend organisiert wird das Veitshöchheimer Repair Café von Daniel Schiel von dando-art Lichttechnik und dem gemeindlichen Klimaschutzmanager Jan Speth. Unterstützt werden sie von einem Team ehrenamtlicher Fachleute.
Die technische Ausstattung ermöglicht inzwischen Reparaturen in ganz unterschiedlichen Bereichen. Für Kleidung steht eine Nähmaschine bereit, für Fahrräder gibt es eine Reparaturstation und für elektrische und elektronische Geräte entsprechendes technisches Equipment.
Damit bietet das Repair Café nicht nur praktische Hilfe, sondern vermittelt zugleich Reparaturwissen. Im Idealfall verlassen die Besucher die Eichendorffschule deshalb nicht nur mit einem wieder funktionierenden Gerät oder einem reparierten Kleidungsstück, sondern auch mit neuem Wissen darüber, wie sich Dinge erhalten und länger nutzen lassen.
Viel Lob für Freundlichkeit und Fachwissen
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Auch wenn es diesmal etwas ruhiger zuging, fällt die Bilanz des 21. Repair Cafés ausgesprochen positiv aus. Das zeigt nicht nur die hohe Reparaturquote, sondern auch die Resonanz der Besucher.
Die Rückmeldungen auf den Anmeldebögen waren durchweg positiv. Besonders häufig wurden die Freundlichkeit und die Kompetenz der ehrenamtlichen Fachleute hervorgehoben.
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Damit erfüllte das Repair Café erneut seinen eigentlichen Zweck: Gegenstände, die ansonsten möglicherweise im Müll gelandet wären, konnten weiter genutzt werden. Gleichzeitig wurde Reparaturwissen weitergegeben und gezeigt, dass sich ein genauer Blick auf vermeintlich ausgediente Dinge häufig lohnt.
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Das 21. Repair Café in Zahlen
Besucher und Aufträge:
25 Personen brachten insgesamt 49 Gegenstände zur Reparatur.
Alter der Besucher:
0 bis 20 Jahre: 4 Prozent
21 bis 40 Jahre: 20 Prozent
40 bis 60 Jahre: 32 Prozent
über 60 Jahre: 44 Prozent
Art der Reparaturen:
Elektrische und elektronische Geräte: 45 Prozent
Kleidung: 37 Prozent
Sonstige Gegenstände: 16 Prozent
Fahrräder: 2 Prozent
Ergebnis der Reparaturversuche:
Erfolgreich: 63 Prozent
Teilweise erfolgreich: 23 Prozent
Nicht erfolgreich: 14 Prozent
Herkunft der Besucher:
Veitshöchheim: 92 Prozent
Würzburg: 4 Prozent
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Fotos Jan Speth