Overblog Alle Blogs Top-Blogs Reisen & Veranstaltungen
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Mit Swing, Jazz, Latin, Rock, Pop und Funk begeisterte die B 27 Bigband beim Weinfest im Rokokogarten

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Mit Swing, Jazz, Latin, Rock, Pop und Funk setzte die seit über 19 Jahren bestehende B 27 Bigband der Sing- und Musikschule Veitshöchheim am Sonntagnachmittag einen der beiden musikalischen Höhepunkte des diesjährigen Weinfestes im Rokokogarten. Zahlreiche Besucher erlebten ein rund zweistündiges Konzert voller Spielfreude, Virtuosität und mitreißender Soli, das mit lang anhaltendem Applaus belohnt wurde.


Musikalische Vielfalt auf höchstem Niveau

Unter der Leitung des Musiklehrers Lukas Espenlaub präsentierte die 17-köpfige Formation ein ebenso abwechslungsreiches wie anspruchsvolles Programm und bewies eindrucksvoll, warum sie seit vielen Jahren zu den Aushängeschildern der Sing- und Musikschule Veitshöchheim zählt.

Mit präzisem Zusammenspiel, klanglicher Ausgewogenheit und sichtbarer Begeisterung führte die Bigband durch die unterschiedlichsten Stilrichtungen. Von klassischen Swing- und Jazzstandards über südamerikanische Rhythmen bis hin zu Rock-, Pop- und Funk-Hits spannte sich ein weiter musikalischer Bogen.


Von Jazzklassikern bis zu modernen Pop-Hits

Den Auftakt bildete der Blues- und Swingklassiker „Now's The Time“ von Charlie Parker in einem Arrangement von Rick Stitzel. Es folgte mit „Spinning Wheel“ von Blood, Sweat & Tears (Arrangement John Berry) ein rockig-jazziger Brass-Klassiker mit kraftvollem Bläsersatz.

Lateinamerikanisches Flair brachte anschließend Antonio Carlos Jobims Bossa-Nova-Klassiker „Agua de Beber“ (Arrangement John Berry) in den Rokokogarten, bevor mit „Gonna Fly Now“, der legendären Titelmelodie aus dem Film Rocky von Bill Conti (Arrangement Victor López), rockige Filmmusik für Begeisterung sorgte.

Mit Horace Silvers temperamentvollem „The Jive Samba“ (Arrangement Mark Taylor) wechselte die Bigband erneut in die Welt des Latin Jazz. Gefühlvoll interpretierte sie anschließend Tony Bennetts Welthit „I Left My Heart In San Francisco“ (Arrangement Myles Collins), ehe Gordon Goodwins moderne Jazz-Fusion-Komposition „Morocco“ mit anspruchsvollen Rhythmen und virtuosen Bläsersätzen musikalische Akzente setzte.

Einen stimmungsvollen Abschluss des ersten Konzertteils bildete Sting's Pop-Ballade „Fields Of Gold“ (Arrangement Tomaro), deren warme Klangfarben beim Publikum hervorragend ankamen.


Mitreißender zweiter Konzertteil

Nach der Pause eröffnete die energiegeladene „Blues Brothers Revue“ (Arrangement Roger Holmes) den zweiten Programmteil mit einer Mischung aus Rock, Soul und Funk. Es folgte George Gershwins zeitloser Klassiker „Summertime“ (Arrangement Calvin Custer) in einer swingenden Bigband-Fassung.

Mit „The Tweet“ von Thorsten Maar zeigte die Formation ihre funkige Seite, bevor Harold Arlens „Blues In The Night“ (Arrangement Calvin Custer) klassischen Blues in sattem Bigband-Sound präsentierte.

Der lyrische Jazz-Walzer „Little Sunflower“ von Freddie Hubbard (Arrangement Paul Murtha) überzeugte mit entspanntem Cool-Jazz-Charakter. Schwungvoll ging es anschließend mit „Fliege Mit Mir“ von Thorsten Maaß weiter – einem modernen Uptempo-Swing-Titel, der die Spielfreude der Musiker eindrucksvoll unterstrich.

Mit Earth, Wind & Fires Welthit „September“ (Arrangement Peter Blair) hielt es viele Besucher kaum noch auf ihren Plätzen. Anschließend erklang Oliver Nelsons Jazzklassiker „Stolen Moments“ (Arrangement Mark Taylor), bevor mit Antonio Carlos Jobims „Quiet Nights Of Quiet Stars (Corcovado)“ (Arrangement Mark Taylor) noch einmal entspannte Bossa-Nova-Stimmung aufkam.

Cole Porters Evergreen „Night And Day“ (Arrangement David Pugh) verband Swing und Latin zu einer eleganten Bigband-Interpretation. Gefühlvoll wurde es mit Erroll Garners Ballade „Misty“ (Arrangement John Berry), ehe die Band mit Bruno Mars' Pop-Hit „Locked Out Of Heaven“ (Arrangement Paul Murtha) ein energiegeladenes Finale setzte.


Solisten setzen musikalische Glanzpunkte

Großen Anteil am Erfolg des Konzerts hatten die zahlreichen Solisten, die mit improvisierten Einlagen, technischer Brillanz und großer musikalischer Ausdruckskraft immer wieder Höhepunkte setzten.

Ihre Soli verliehen vielen Arrangements eine persönliche Note und unterstrichen eindrucksvoll die hohe musikalische Qualität sowie die enorme Spielfreude der gesamten Formation.

Das Publikum dankte der B 27 Bigband und ihrem Leiter Lukas Espenlaub mit lang anhaltendem Applaus für ein Konzert, das die stilistische Vielfalt des Bigband-Jazz ebenso eindrucksvoll präsentierte wie die Vielseitigkeit und das hohe Niveau der Musiker der Sing- und Musikschule Veitshöchheim.

Stammgast beim Weinfest in Veitshöchheim ist auch seit vielen Jahren der Münchener Dieter Stibi. Der Vater der Sing- und Musikschulleiterin Christina Stibi unternimmt noch im Alter von 88 Jahren ausgedehnte Fahrradtouren. So war er mit dem Zug von München nach Erlangen gefahren, um dann von dort  mit seinem Drahtesel die 100 Kilomter lange Strecke nach Veitshöchheim zurückzulegen, natürlich auch, um sich heute an der B27 Bigband zu erfreuen, in der seine Tochter mitspielte. Am Montag geht es dann mit dem Zug zurück nach München.

Beim Konzert gemütlich machten es sich die Mitglieder der Wasserwacht-Ortsgruppe, die den Sanitätsdienst übernommen hatten.

Den Gästen Wein und Wasser servierten derweil Marina und Marc Bertignoll.

Von dem tollen Konzert der B 27 Bigband nichts mit bekamen die Gäste, die sich am anderen Ende der Fasanenallee niedergelassen hatten.

Fotos Dieter Gürz

Kommentiere diesen Post