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Bahnhofs-Picknick der KOSTBAR Veitshöchheim: Ein Nachmittag voller Begegnungen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Am 14. August 2026 fand auf der Bahnhofswiese in Würzburg ein besonderes Bahnhofs-Picknick für Menschen statt, die auf die Unterstützung der Bahnhofsmission angewiesen sind. Organisiert wurde die Veranstaltung auf Initiative des Vereins KOSTBAR Veitshöchheim e.V. Im Mittelpunkt standen neben der Verpflegung vor allem Begegnung, Aufmerksamkeit und das Miteinander.


Die Idee: Mehr als eine Geldspende

Der Vorstand der KOSTBAR hatte sich dazu entschieden, den Menschen, die auf die Bahnhofsmission angewiesen sind, etwas Gutes zu tun. Im Frühjahr nahm Olga Kämmer deshalb Kontakt zum Geschäftsführer der Würzburger Bahnhofsmission, Michael Lindner-Jung, auf und fragte, wie sich der Verein einbringen könne.

Aus den Gesprächen mit dem Team der Bahnhofsmission entwickelte sich schließlich die Idee, ein Bahnhofspicknick zu veranstalten. Eine solche Veranstaltung hatte es offenbar bereits vor der Corona-Zeit gegeben.

Für Olga Kämmer war dabei von Anfang an klar, dass es um mehr als eine materielle Unterstützung gehen sollte.

„Eine Geldspende hätte sicherlich auch ihren Zweck erfüllt, doch ein Mensch braucht mehr als Geld, Essen oder Kleidung. Ein Mensch braucht Begegnungen, Aufmerksamkeit und das Gefühl, gesehen und wahrgenommen zu werden.“


KOSTBAR sorgt für Essen und Getränke

Die KOSTBAR beteiligte sich mit einem umfangreichen Beitrag an der Verpflegung. Für das Picknick wurden Fingerfood von der Bäckerei Grünwald und Heikes Esswagen, Getränke sowie selbstgebackener Kuchen gespendet.

Auch der REWE-Markt Veitshöchheim unterstützte die Aktion und stellte 150 Flaschen Getränke freundlicherweise gekühlt zur Verfügung.


Große Freude bei den Gästen

Die Resonanz auf das Angebot war laut Olga Kämmer überwältigend.

Viele Besucher konnten zunächst kaum glauben, dass die Speisen und Getränke einfach für sie bereitstanden.

„Die Menschen waren übervoll vor Freude. Viele konnten es gar nicht glauben, dass sie sich einfach etwas holen konnten, das so gut schmeckte und extra für sie hingestellt wurde.“

Bei hochsommerlichen Temperaturen waren vor allem die gekühlten Getränke gefragt. Die 150 Flaschen waren nach weniger als eineinhalb Stunden vollständig verteilt.

Doch nicht nur das Essen und die Getränke sorgten für Freude. Nach dem ersten Ansturm entwickelte sich das Picknick zu einem Ort für Gespräche und persönliche Begegnungen.

„Nachdem alle Speisen durchprobiert wurden, kamen viele zu den Ausgabe-Tischen und haben sich einfach unterhalten, von ihrem Alltag oder besonderen Ereignissen erzählt.“


Entspannte und fröhliche Atmosphäre

Die Stimmung auf der Bahnhofswiese wurde als ausgesprochen angenehm erlebt. Die Besucher seien freundlich gewesen, berichtet Kämmer. Trotz der Hitze herrschte eine entspannte und fröhliche Atmosphäre.

Besonders deutlich wurde die positive Resonanz daran, dass mehrere Gäste bereits nach einer Wiederholung fragten:

„Viele fragten auch, wann das Picknick das nächste Mal stattfindet.“

Für die Organisatoren war diese Reaktion eine besondere Bestätigung. Der Nachmittag sei sehr gut angekommen, und alle Beteiligten hätten sich mit dem Verlauf und der Resonanz zufrieden gezeigt.


„Die Anstrengung war es wert“

Hinter dem gelungenen Nachmittag standen zahlreiche Vorbereitungen und organisatorische Arbeiten. Für Kämmer hat sich der Einsatz dennoch eindeutig gelohnt.

„Auch wenn viel Arbeit und Organisation nötig waren, die Anstrengung war es wert.“

Das Bahnhofs-Picknick zeigte damit eindrucksvoll, dass Hilfe nicht immer nur aus einer materiellen Unterstützung bestehen muss. Zeit, Aufmerksamkeit, ein offenes Ohr und gemeinsame Begegnungen können für Menschen in schwierigen Lebenssituationen ebenso wertvoll sein.

Fotos: Wolfgang Radünz

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