Ein Abend für die Menschen, die Veitshöchheim ein bisschen besser machen
Helferfest der Nachbarschaftshilfe Veitshöchheim: Führung durch die jüdische Ortsgeschichte, Musik, Bütt und viele persönliche Dankeschöns
/image%2F1394268%2F20260928%2Fob_1f83c5_1-nbh-helferfest-2026-saal-von-hinten.jpg)
Im Bacchuskeller waren die Tische gedeckt, das Buffet wartete und die Musiker standen bereit. Doch bevor am Samstagabend gefeiert wurde, ging es für die Ehrenamtlichen der Nachbarschaftshilfe Veitshöchheim zunächst ein paar Jahrhunderte zurück in die Ortsgeschichte. Das Helferfest am 19. September 2026 begann mit einer Führung durch das Jüdische Kulturmuseum und endete viele Stunden später mit Musik, Bütt, gutem Essen – und vor allem viel Zeit füreinander.
Mit der Rikscha zum Museum
/image%2F1394268%2F20260928%2Fob_e04cd6_2-nbh-helferfest-2026-rikscha.jpg)
Treffpunkt war kurz vor 16 Uhr am Bacchuskeller. Für zwei Gäste begann das Programm mit einer besonderen Fahrt: Rainer Schwander brachte sie mit der Rikscha zum Jüdischen Kulturmuseum.
Schwander bietet Rikschafahrten auch über die Nachbarschaftshilfe an. Bei schönem Wetter fährt er in der Regel einmal pro Woche Bewohner des Seniorenheims St. Hedwig durch Veitshöchheim. Für die Senioren sind diese Ausflüge eine willkommene Abwechslung und eine schöne Gelegenheit, im Ort unterwegs zu sein.
/image%2F1394268%2F20260928%2Fob_33e20c_3-nbh-helferfest-2026-christine-hidrin.jpg)
Um 16 Uhr begann die Führung durch das Jüdische Kulturmuseum. Christine Hidringer nahm die Gruppe mit in die mehr als 300-jährige Geschichte jüdischen Lebens in Veitshöchheim. Die renovierte Synagoge, das jüdische Wohnhaus und die Ausstellung vermitteln anschaulich, wie jüdische Familien im Ort lebten und welche Spuren sie hinterlassen haben.
/image%2F1394268%2F20260928%2Fob_a8f98b_4-nbh-helferfest-2026-juedisches-muse.jpg)
Die Gäste hörten aufmerksam zu, stellten Fragen und erfuhren manches, was selbst für langjährige Veitshöchheimer neu war. Die Führung machte Lust darauf, diesen wichtigen Teil der Ortsgeschichte noch genauer kennenzulernen.
Musik zum Auftakt im Bacchuskeller
Anschließend ging es zurück in den Bacchuskeller. Beim Sektempfang kamen die Gäste miteinander ins Gespräch, bevor das fränkische Trio Meschugge für einen schwungvollen musikalischen Auftakt sorgte.
/image%2F1394268%2F20260928%2Fob_9b0f01_6-nbh-helferfest-2026-bandtrio-meschu.jpg)
Aus dem ursprünglich angekündigten Duo war ein Trio geworden: Michael Buttmann an der Posaune, Bruno Waldherr am Kontrabass und Rainer Schwander mit Gesang und Autoharp gaben dem Abend einen ebenso ungewöhnlichen wie passenden musikalischen Rahmen.
/image%2F1394268%2F20260928%2Fob_ab578d_7-nbh-helferfest-elmar-knorz-rede.jpg)
Im Anschluss begrüßte Zweiter Bürgermeister Elmar Knorz die Gäste. Im Mittelpunkt seines Grußwortes stand der Dank an die vielen Ehrenamtlichen. Mit Fahrten, Einkäufen, Begleitungen und Besuchen leisten sie einen wichtigen Beitrag für das Zusammenleben in Veitshöchheim. Knorz dankte ihnen ebenso wie dem Organisationsteam und unterstrich die Unterstützung der Gemeinde für die Initiative.
Unter den Gästen waren auch Pfarrer Riedel und Yvonne Bolinsky Pfeiffer, Ehrenamtskoordinatorin des Landratsamtes Würzburg. Ihre Teilnahme unterstrich die Verbundenheit mit der Arbeit der Nachbarschaftshilfe.
Aus kleinen Hilfen wächst gute Nachbarschaft
/image%2F1394268%2F20260928%2Fob_5f2412_8-nbh-helferfest-2026-jacqueline-schr.jpg)
Jacqueline Schreier griff den Gedanken des Dankes für das Organisationsteam auf. Nachbarschaftshilfe besteht selten aus spektakulären Aktionen. Sie lebt von den vielen kleinen Dingen des Alltags: Jemand geht einkaufen, fährt zu einem Termin, begleitet, hört zu, hilft beim Tragen oder kommt vorbei, wenn Unterstützung gebraucht wird. Und aus dem angekündigten ganz kurzen Einsatz kann durchaus einmal ein halber Nachmittag werden.
Wie stark die Nachbarschaftshilfe inzwischen gefragt ist, zeigen die Zahlen. Mittlerweile vermittelt das Organisationsteam fast vier Hilfsanfragen pro Woche. Im vergangenen Jahr waren es noch drei, im Jahr davor zwei.
Auch das Helferteam wächst. Seit dem Helferfest im September 2025 stieg die Zahl der Ehrenamtlichen von 79 auf 90 – ein Zuwachs von rund 14 Prozent. Sieben der neuen Helfer waren beim diesjährigen Fest dabei und wurden herzlich begrüßt.
Das nächste Ziel steht bereits fest: Bis zum 31. Dezember 2026 möchte die Nachbarschaftshilfe die Marke von 100 Helfern erreichen. Abreißzettel für Bäckereien, Supermärkte, Arztpraxen und weitere Einrichtungen sollen dabei helfen, neue Mitstreiter zu gewinnen.
Hinter den Einsätzen steht das fünfköpfige Organisationsteam mit Jacqueline Schreier, Ute Schnapp, Gert Noll, Bettina Lohmann und Jenny Meier. Das Team nimmt das ganze Jahr über Hilfsanfragen entgegen, koordiniert die Einsätze und vermittelt sie an die 90 Helfer. Vieles davon geschieht im Hintergrund – für das Funktionieren der Nachbarschaftshilfe ist diese Arbeit jedoch unverzichtbar.
/image%2F1394268%2F20260928%2Fob_4135f4_11-nbh-helferfest-bar-wein-ute-schn.jpg)
Ute Schnapp, Jacqueline Schreier und Bettina Lohmann vom Organisationsteam mit Helferin Caro Gödel.
Geschenke mit einer persönlichen Botschaft
/image%2F1394268%2F20260928%2Fob_43a789_9-nbh-heferfest-2026-tisch-deko-und-t.jpg)
Als Dankeschön erhielt jeder Helfer eine Tasse mit dem treffenden Spruch:
„Warnung, diese Tasse gehört jemandem, der Veitshöchheim ein bisschen besser macht.“
Dazu gab es einen Einkaufschip der Nachbarschaftshilfe, den Gert Noll mit dem 3D-Drucker gefertigt hatte. Andere Vereine vergeben Ehrennadeln. Zur Nachbarschaftshilfe passt ein Einkaufschip mindestens ebenso gut – schließlich gehört gerade die praktische Unterstützung im Alltag zu ihren Aufgaben.
Eine weitere Überraschung hatte Yvonne Bolinsky Pfeiffer vorbereitet. Für jeden Helfer hatte sie ein persönliches Geschenk gebastelt: Die Transkription einer Traumreise war liebevoll eingerollt und mit einem Faden sowie einem USB-Stick dekoriert. Eine aufmerksame Geste, über die sich die Beschenkten sichtlich freuten.
Ein Buffet von vielen für viele
Nach den Ansprachen wurde das Buffet eröffnet. Zahlreiche Helfer hatten herzhafte Speisen mitgebracht, weitere Leckereien stellte das Organisationsteam bereit. Die Bäckerei Rösner unterstützte das Fest mit Backwaren. So entstand ein vielfältiges Buffet, an dem sich die Gäste stärken konnten.
Vor allem blieb viel Zeit für Gespräche. Menschen, die sich sonst vielleicht nur vom Telefon oder von einzelnen Hilfseinsätzen kennen, konnten zusammensitzen und sich in Ruhe austauschen.
Das Organisationsteam dankte auch den Unterstützern und Sponsoren der Nachbarschaftshilfe. Dion solution hatte erneut die Einladungskarten für das Helferfest gesponsert. Wegmann automotive, Maincenter Mehlig, Rewe Panocha sowie Mehlig und Heller beteiligten sich am Helfergeschenk.
Ein besonderer Dank galt auch den Partnern der Ehrenamtlichen, die den Einsatz das ganze Jahr über mittragen und damit ebenfalls ihren Anteil daran haben, dass Nachbarschaftshilfe funktionieren kann.
Drei Angler bringen den Bacchuskeller zum Lachen
/image%2F1394268%2F20260928%2Fob_be9d2f_10-nbh-helferfest-2026-trio-chai-ch.jpg)
Nach dem deftigen Teil des Abends waren die Lachmuskeln an der Reihe. Simon Mauer, Jan Lyding und Basti Graf, besser bekannt als Chai, Choco und Cookie, übernahmen die Bühne.
Die drei Nachwuchsakteure aus den Reihen des Veitshöchheimer Carneval Clubs hatten bereits bei der Prunksitzung im Januar als Bergsteiger begeistert. Nun brachten sie ihre neue Bütt als Angler in den Bacchuskeller – und ernteten auch beim Helferfest viel Gelächter und Applaus.
Danach wartete das süße Buffet. Bei Dessert, Getränken und vielen Gesprächen klang der Abend langsam aus.
Das 20-jährige Jubiläum rückt näher
Zum Abschluss gab das Organisationsteam einen Ausblick. Die Nachbarschaftshilfe Veitshöchheim wurde 2008 gegründet und feiert 2028 ihr 20-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum soll einen besonderen Rahmen erhalten. Deshalb wird es 2027 kein Helferfest in der bisherigen Form geben.
Bis dahin geht die tägliche Arbeit weiter: Hilfsanfragen werden angenommen, passende Helfer gefunden, Fahrten organisiert und Menschen begleitet. Das Helferfest machte sichtbar, wie viel hinter all diesen Einsätzen steckt. Es sind Menschen, die bereit sind, einen Teil ihrer Zeit anderen zu schenken.
Das Organisationsteam bedankte sich bei allen Helfern, Unterstützern und Sponsoren und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit.
Denn gute Nachbarschaft zeigt sich genau dann, wenn jemand Unterstützung braucht und ein anderer sagt: Klar, das machen wir zusammen.
/image%2F1394268%2F20260928%2Fob_038aa1_12-nbh-helferfest-2026-helfer-tisch.jpg)
Beim gemeinsamen Essen blieb viel Zeit für persönliche Gespräche.
/image%2F1394268%2F20260928%2Fob_1d0599_13-nbh-helferfest-2026-tisch-rechts.jpg)
Gute Stimmung und fröhliche Begegnungen im Bacchuskeller.
/image%2F1394268%2F20260928%2Fob_6e61fb_14-nbh-helferfest-2026-yvonne-bolins.jpg)
Auch Yvonne Bolinsky Pfeiffer, Ehrenamtskoordinatorin des Landratsamtes Würzburg, war beim Helferfest zu Gast.
/image%2F1394268%2F20260928%2Fob_b635f0_15-helferfest-2026-saal-von-vorne.jpg)
Bei Essen, Musik und vielen Gesprächen verbrachten die Gäste einen geselligen Abend.
Fotos Nachbarschaftshilfe