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Abenteuerspielplatz „Holznagelhausen“: Krönender Aschluss der zweiten Woche mit Nachtwanderung und Hüttenübernachtung

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

 Große Abschlussnacht als Höhepunkt der zweiten Woche

Der große Höhepunkt der zweiten Woche auf dem Abenteuerspielplatz „Holznagelhausen“ war die traditionelle Hüttenübernachtung mit vorheriger Nachtwanderung, der die „Piratenkinder“ auf ihrem Schiff „Black Pearl“ mit ihrer Kapitänin entgegenfieberten. Rund 135 Kinder nahmen daran teil und erlebten zum Abschluss ein besonderes Abenteuerprogramm.

Für die nötige Stärkung sorgte zunächst ein klassischer Hamburger

und Mixgegtränke. 

Die Rindfleisch-Pattys brutzelten am Gasgrill des CSU-Ortsvereins,

während die Elterninitiative die Burger mit Brötchen, Salat, Tomaten, Gewürzgurken, Zwiebeln sowie Ketchup und Senf komplettierte.

Wie bereits in den vergangenen Jahren beteiligte sich auch die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Veitshöchheim am Abschlussabend. An ihrem Stand konnten sich die Kinder an der farbenfrohen Saftbar alkoholfreie Mixgetränke zusammenstellen.

Nach dem Einrichten der Hütten mit Schlafsäcken stand zunächst das große Ragnarok-Finale auf dem Programm: Das Gewinnerteam des Tages durfte gegen die Betreuer antreten.

Auf der Suche nach dem entführten Piratenkönig

Nach dem Abendessen startete die große Nachtwanderung. Ausgangspunkt war das Naturfreundehaus am Sendelbach. Von dort aus machten sich die Gruppen sternförmig auf den Weg zu verschiedenen Stationen im Wald sowie in Richtung Gadheim und Grillplatz.

Die Geschichte führte die Kinder auf die Suche nach dem „Piratenkönig“ alias Jugendpfleger Pascal Mader, der von den sogenannten „Erschreckern“ entführt worden war. An den einzelnen Stationen mussten die Gruppen Spiele und Aufgaben bewältigen und konnten dabei Goldmünzen gewinnen.

Für den Gruselfaktor sorgten die „Erschrecker“, Helfer des Abenteuerspielplatzes, die die Gruppen unterwegs erwarteten. Dabei konnten die Kinder selbst bestimmen, wie viel Grusel sie erleben wollten: Es gab unterschiedliche Stufen – von wenig gruselig bis hin zu ganz ohne Grusel. Die Nachtwanderung war bis Mitternacht geplant.

Am nächsten Morgen endete das Abenteuer mit einem gemeinsamen Frühstück mit Hörnchen und Kakao. Spätestens um 9 Uhr hieß es dann Abschied nehmen.

Zwei Wochen voller Abenteuer

Jugendpfleger Pascal Mader zieht nach den beiden Ferienwochen eine durchweg positive Bilanz. Beide Wochen waren vollständig ausgebucht, jeweils rund 200 Kinder konnten am Abenteuerspielplatz teilnehmen. „Die Eltern sind zufrieden“, berichtet Mader.

Auch das Wetter spielte weitgehend mit. Zwar setzte die Hitze dem Betreuungsteam in der zweiten Woche zunehmend zu, doch auf dem Gelände gab es ausreichend Schatten, und der staubige Boden wurde zwischendurch bewässert.

Größere Verletzungen habe es nicht gegeben. Die wenigen Blessuren, so Mader, seien typische kleinere Verletzungen gewesen, die auf einem Abenteuerspielplatz vorkommen.

Hüttenbau erfolgreich abgeschlossen

In der zweiten Woche konnten die Kinder ihre Bauwerke fertigstellen und teilweise aufwendig gestalten. Besonders stolz ist das Team auf eine der größeren Vorzeigehütten wie eingangs die "Black Pearl", die Mader als „Prestige-Ding“ bezeichnet.

Auch die Zusammenarbeit im Betreuungsteam habe sich erneut bewährt. Viele der jungen Helfer sind bereits seit Jahren dabei und entsprechend eingespielt. „Die haben sich eingegroovt und es läuft rund“, beschreibt Mader die gute Zusammenarbeit.

Feuerwehr sorgt für Abkühlung

Neben dem Hüttenbau sorgten Workshops und besondere Aktionen für Abwechslung. Bei den Wasserspielen war die Feuerwehr zu Gast. Hinter dem Ragnarok-Feld konnten die Kinder mit einer Kübelspritze Bälle bewegen und sich bei verschiedenen Wasserspielen abkühlen.

Auch die Sportschützen waren erneut mit einem Blasrohr-Workshop vertreten. Der Kommunale Jugendpfleger des Landkreises Würzburg setzte zudem die Arbeit an der sogenannten subjektiven Landkarte fort. Die Kinder markierten Orte, an denen sie sich gerne oder weniger gerne aufhalten. Dabei wurden unter anderem Eisdielen als beliebte Treffpunkte genannt.

Die Ergebnisse sollen im September oder Oktober ausgewertet werden. Dabei soll auch herausgearbeitet werden, welche Wünsche und Verbesserungsvorschläge sich aus den Angaben der Kinder ableiten lassen.

Kreativität mit Holz und alten Hemden

Auch die Kreativangebote kamen gut an. Aus alten Hemden fertigten die Kinder Piratenwesten, beim Batiken entstanden farbenfrohe T-Shirts. Beim Schnitzen mit Balsaholz wurden kleine Figuren gestaltet.

Als Vorlagen dienten unter anderem Vögel, menschliche Figuren und Wale. Anschließend konnten die Kinder ihre Werke individuell bemalen – etwa als Papagei oder Pirat. Auch der Wal passte zum maritimen Thema der Woche.

Rund 160 Essen wurden in der zweiten Woche von Heike Baumann mit ihrem Esswagen ausgegeben. Auch bei der Verpflegung habe alles gut funktioniert, berichtet Mader.

Volle Teilnehmerzahlen, fertiggestellte Hütten, zahlreiche Workshops und Aktionen sowie die abschließende Übernachtung mit Nachtwanderung machten nach seinen Worten auch die 41. Auflage von „Holznagelhausen“ zu einem gelungenen Ferienerlebnis für die Kinder.

Fotos Dieter Gürz

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