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Grillabend als Höhepunkt: Holznagelhausen feiert erste Woche mit 200 Kindern, Eltern und vielen Helfern

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Gemeinsam für Holznagelhausen

Die Verantwortlichen hinter dem erfolgreichen Abenteuerspielplatz: Gemeindejugendpfleger Pascal Mader, Luis Peter Bessa, Vorsitzender des ASP-Fördervereins, Dash Haack, Vorsitzender des Jugendbahnhofs Veitshöchheim e.V., und Rebecca Hofmann von der Gemeindejugendarbeit.


 

Gemeinschaft, Kinderlachen und ein gelungenes Fest auf den Mainwiesen

Es duftet nach Gegrilltem, aus der Popcornmaschine steigt der süße Geruch frisch zubereiteter Snacks und vor dem Eisstand dreht sich ein Glücksrad. Beim traditionellen Grillabend des Abenteuerspielplatzes „Holznagelhausen“ herrscht auf den Mainwiesen beste Stimmung. Zahlreiche Kinder, Eltern, Betreuer und Helfer feiern gemeinsam den erfolgreichen Start in die Sommerferien.

Der Grillabend am Ende der ersten Ferienwoche ist jedes Jahr ein besonderer Höhepunkt. Eltern nutzen die Gelegenheit, die selbst gebauten Hütten ihrer Kinder zu bestaunen, miteinander ins Gespräch zu kommen und einen geselligen Abend auf dem Gelände zu verbringen.


Viele Helfer machen den Abend möglich

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Am Grillstand wurden Würstchen und Steaks vom Verein Jugendbahnhof angeboten,

übernahmen jugendliche Vereinsmitglieder die Kasse, organisierte die Elterninitiative den Getränkeverkauf.

Ein besonderer Blickfang war das reichhaltige Salatbuffet, das durch zahlreiche Spenden der Eltern zusammengestellt wurde. Pascal Mader freut sich im Bild über die vielen selbst gemachten Salate, was einmal mehr zeigt, wie stark Familien hinter dem Abenteuerspielplatz stehen.


Popcorn, Eis und Hüpfburg sorgen für Begeisterung

Auch für die Kinder gab es zahlreiche Attraktionen. Besonders groß war der Andrang am Popcornstand des SPD-Ortsvereins.

Zeitweise bildeten sich lange Schlangen, bevor die begehrten Portionen verteilt werden konnten.

Am Eisstand von „Eis Stephan“ gab es neben den Sorten Schokolade, Vanille und Erdbeere eine besondere Aktion: Beim Glücksrad konnten Kinder Eiskugeln gewinnen. Rebecca Hofmann verteilte die süßen Erfrischungen und sorgte damit für viele strahlende Gesichter.

Während die Erwachsenen gemütlich zusammensaßen, herrschte auf der Hüpfburg reger Betrieb. Die Kinder tobten sich aus und genossen ihren Ferienabend in vollen Zügen.


Stolz auf die eigenen Bauwerke

Viele Eltern nutzten den Abend, um die selbst gebauten Hütten ihrer Kinder anzusehen. Unter dem diesjährigen Motto „Piraten“ entstehen auf den Mainwiesen fantasievolle Konstruktionen aus Holz – von Hütten bis zu Piratenschiffen.

Der elfjährige Lorenz (links), ein Urenkel des Veitshöchheimer Urgesteins Rudi Hepf, gehört  zu den Teilnehmern. Unter der Regie seines Gruppenführers Dash baut er emsig mit am Piratenschiff.

„Pascal hat uns als Pirat erzählt, dass wir nach einem Seesturm  jetzt alles wieder aufbauen müssen. Das macht richtig Spaß“, berichtet er und hat begeistert bereits die Piratenflagge gehisst.  Zum vierten Mal ist er bereits dabei. Mit 14  möchte er selbst Betreuer werden.


200 Kinder erleben Abenteuerferien

Der 41. Abenteuerspielplatz „Holznagelhausen“ bietet in diesem Jahr 200 Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren zwei abwechslungsreiche Ferienwochen. Neben dem Hüttenbau gehören Spiele, Workshops und gemeinsame Aktionen zum Programm.

Die erste Woche stand zunächst ganz im Zeichen des Bauens. Wegen der hochsommerlichen Temperaturen wurde an den besonders heißen Nachmittagen am Dienstag und Donnerstag jedoch bewusst auf den Hüttenbau verzichtet. Stattdessen fanden Workshops, Bastelangebote und Spiele statt. Da viele Hütten ohnehin noch nicht fertiggestellt sind, können die Bauarbeiten in der zweiten Woche fortgesetzt werden.


Workshops bringen zusätzliche Abwechslung

Die erstmals angebotenen Workshops wurden von den Kindern sehr gut angenommen. Auf dem Programm standen unter anderem Blasrohrschießen mit dem Schützenverein Veitshöchheim, ein Ragnarok-Trainingslager, Bastelaktionen und der beliebte Schubkarrenführerschein mit Hindernisparcours.

Ein weiteres Highlight war der selbst gebaute Lehmofen, in dem gemeinsam Brot und Pizza gebacken wurden.

Auch der Kommunale Jugendpfleger des Landkreises Würzburg beteiligte sich mit einem Projekt. Gemeinsam mit Kindern wurden Lieblingsorte in Veitshöchheim auf Karten markiert. Die Ergebnisse sollen später ausgewertet werden.


Ragnarok ein Publikumsliebling

Zu den beliebtesten Angeboten gehört weiterhin „Ragnarok“, das traditionelle Mannschaftsspiel des Abenteuerspielplatzes, das Kinder auch noch während der Grillfeier spielten.

Dabei treten die Gruppen gegeneinander an und versuchen, Punkte über spezielle Tore zu erzielen. „Wir haben schon 40:0 gewonnen“, berichtet Lorenz stolz.

Beliebt ist auch das Talersystem: Für verschiedene Aufgaben erhalten die Kinder Holznagelhausen-Taler, mit denen sie sich beispielsweise Pizza kaufen oder sich bei der Nachtwanderung Tipps sichern können.


Junge Betreuer investieren Freizeit und Urlaub

Dass Holznagelhausen seit Jahrzehnten erfolgreich ist, liegt vor allem am großen Engagement der jungen Betreuer. Insgesamt unterstützen 31 Honorarkräfte im Alter zwischen 14 und 22 Jahren den Abenteuerspielplatz.

Ein besonderes Beispiel ist Luis Peter Bessa. Der 23-Jährige ist Vorsitzender des ASP-Fördervereins und Vorstandsmitglied des Vereins Jugendbahnhof e.V. Er trägt gemeinsam mit Pascal Mader die Gesamtverantwortung.

Beruflich arbeitet Bessa als Industriemechaniker bei der Konecranes Noell GmbH in Würzburg. Für die erste Woche des Abenteuerspielplatzes wurde er von seinem Arbeitgeber freigestellt, für die zweite Woche nimmt er Urlaub.

Gemeinsam mit den weiteren Helfern begleitet er die Kinder auch beim Hüttenbau und sorgt dafür, dass die vielen Programmpunkte umgesetzt werden können. Viele der jungen Betreuer waren selbst früher Teilnehmer des Abenteuerspielplatzes und geben heute ihre Begeisterung an die nächste Generation weiter.


Holzknappheit als Herausforderung

Nicht ganz einfach war in diesem Jahr die Beschaffung des Baumaterials. Die gelieferten Schwartenbündel enthielten mehr Restholz als in den Vorjahren.

„Da merken wir die Situation in der Bauwirtschaft“, erklärt Pascal Mader. Trotzdem konnten alle Gruppen ihre Bauprojekte umsetzen. Dass viele Hütten nach der ersten Woche noch nicht fertig sind, sieht das Organisationsteam gelassen: Rund zwei Drittel der Kinder bleiben auch in der zweiten Woche und können ihre Bauwerke weiter ausbauen.


Zweite Woche mit Übernachtung als Höhepunkt

Nach dem gelungenen Start freuen sich Kinder und Betreuer bereits auf die zweite Ferienwoche. Neben weiteren Bastelaktionen und dem Hüttenbau steht die traditionelle Übernachtung auf dem Programm.

Geplant sind eine Nachtwanderung, Spiele und ein gemeinsames Frühstück am nächsten Morgen. 

Der Grillabend hat einmal mehr gezeigt, was Holznagelhausen ausmacht: engagierte junge Menschen, viele helfende Hände und eine starke Gemeinschaft, die Kindern unvergessliche Ferienerlebnisse ermöglicht.

Fotos Dieter Gürz

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