Abenteuerspielplatz in Veitshöchheim eröffnet: Mit einem lauten Countdown beginnt das Abenteuer in Holznagelhausen
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Noch trennt ein verschlossenes Holztor die rund 200 aufgeregten Kinder von ihrem Ferienabenteuer.
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Dicht gedrängt warten sie auf den Einlass, viele mit leuchtenden Augen, manche schon ungeduldig auf den Zehenspitzen.
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Oben auf dem Turm stehen Bürgermeister Jürgen Götz und Gemeindejugendpfleger Pascal Mader. Dann zählt die Menge lautstark herunter: „8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1!“.
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Sekunden später fliegt das Tor auf – und unter lautem Jubel stürmen die Kinder auf das Gelände. Der 41. Abenteuerspielplatz „Holznagelhausen“ auf den Mainwiesen ist eröffnet.
Zwei Wochen lang dreht sich nun alles um das diesjährige Motto „Piraten“ – mit Hüttenbau, Lagerfeuerromantik, kreativen Workshops, Spielen und jeder Menge gemeinsamer Erlebnisse.
Bürgermeister bedankt sich beim Betreuerteam
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Bevor das Tor geöffnet wird, richtet Bürgermeister Jürgen Götz noch einige Worte an die wartenden Kinder. Er freut sich über den riesigen Andrang und darüber, dass so viele bekannte Gesichter wieder dabei sind.
Sein besonderer Dank gilt der Gemeindejugendpflege mit Pascal Mader, Rebecca Hofmann und dem gesamten Betreuerteam, das die beiden Ferienwochen vorbereitet und begleitet.
Anschließend wünscht er den Kindern viel Freude beim Hüttenbauen, unfallfreie Ferien und vor allem trockenes Wetter, damit auch die traditionelle Hüttenübernachtung stattfinden kann.
200 Kinder pro Woche – beide Ferienwochen komplett ausgebucht
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Nur wenige Minuten später herrscht auf dem weitläufigen Gelände geschäftiges Treiben. Die Gruppenleiter empfangen die Kinder, innerhalb kürzester Zeit sind sie auf 14 Gruppen verteilt.
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Zunächst geht es darum, sich kennenzulernen, bevor schon bald die ersten Bauplätze abgesteckt werden.
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Dass der Abenteuerspielplatz nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat, zeigen die Anmeldezahlen. Beide Ferienwochen mit jeweils 200 Plätzen waren erneut vollständig ausgebucht, berichtet Gemeindejugendpfleger Pascal Mader.
Auch das gemeinsame Mittagessen erfreut sich großer Beliebtheit. Rund 160 Kinder pro Woche essen auf dem Platz. Das warme Essen liefert erneut der Veitshöchheimer Esswagen.
Teilnehmen können Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Die Kosten betragen 10 Euro pro Tag für Veitshöchheimer Kinder, 15 Euro für auswärtige Teilnehmer, wobei jeweils eine komplette Woche gebucht wird. Das Mittagessen kostet 7 Euro pro Tag.
31 junge Betreuer sorgen für ein buntes Ferienprogramm
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Gemeinsam mit Rebecca Hofmann leitet Pascal Mader den Abenteuerspielplatz. Unterstützt werden beide von 31 Honorarkräften im Alter zwischen 14 und 22 Jahren. Die jungen Betreuer kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen – von Schülern über Studenten bis hin zu Auszubildenden und jungen Handwerkern. Sie begleiten die Kinder nicht nur beim Hüttenbau, sondern gestalten auch das umfangreiche Rahmenprogramm.
Aus Brettern entsteht ein ganzes Piratendorf
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Schon seit Jahrzehnten bildet der Hüttenbau das Herzstück des Abenteuerspielplatzes. Aus Brettern, Paletten und Balken wächst innerhalb weniger Tage ein kleines Dorf heran – in diesem Jahr ganz im Zeichen der Piraten.
Dabei geht es längst nicht nur ums Hämmern und Sägen. Gemeinsam planen die Gruppen ihre Hütten, verteilen Aufgaben, lösen Probleme und treffen Entscheidungen. Ganz nebenbei lernen die Kinder Verantwortung zu übernehmen, Kompromisse zu schließen und als Team zusammenzuarbeiten.
Die Materialbeschaffung war diesmal allerdings anspruchsvoller als gewohnt. Restholz war schwieriger zu bekommen als in den vergangenen Jahren, sodass die Organisatoren auf ein anderes Sägewerk ausweichen mussten. Dafür standen zahlreiche Paletten zur Verfügung, darunter auch größere Privatspenden aus Veitshöchheim.
Mehr Zeit für Workshops – eine Reaktion auf die Sommerhitze
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Neu ist in diesem Jahr der Tagesablauf. Weil die hohen Temperaturen den Hüttenbau oft anstrengend machen, wurde das Programm bewusst erweitert. Während der heißesten Stunden wechseln sich Bauphasen und Workshops ab. Die Bäume auf dem Platz spenden ausreichend Schatten.
Auf dem Programm stehen unter anderem Piraten-Bastelangebote, Schnitzen mit Balsaholz, ein Ragnarok-Trainingslager, Blasrohrschießen mit den Veitshöchheimer Sportschützen, Erste Hilfe für Kinder mit einem externen Referenten, Mini-Games, Kooperationsspiele
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sowie das beliebte Pizzabacken im Lehmofen.
Hinzu kommt erneut die gemeinsam mit dem Kommunalen Jugendpfleger des Landratsamtes durchgeführte Sozialraumanalyse. Dabei erstellen die Kinder eine sogenannte subjektive Landkarte und zeigen, wie sie ihre Gemeinde erleben und welche Wünsche sie für ihren Lebensraum haben.
Geplant ist außerdem – sofern das Wetter mitspielt – eine große Wasserschlacht gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Veitshöchheim.
Ragnarok gehört längst zum festen Inventar
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Bereits am ersten Tag stehen auf dem angrenzenden Fußballfeld Schilder, Bälle und weitere Spielgeräte bereit. Hier wird wieder täglich „Ragnarok“ gespielt – eine an Quidditch aus den Harry-Potter-Geschichten angelehnte Mannschaftssportart, die seit Jahren zu den absoluten Lieblingsspielen der Kinder zählt und regelmäßig für ausgelassene Stimmung sorgt.
Eltern sind mittwochs willkommen
Jeweils mittwochs öffnet von 14 bis 16 Uhr das Elterncafé seine Türen. Bei Kaffee und Kuchen können Eltern den Abenteuerspielplatz besuchen, die Fortschritte beim Hüttenbau bestaunen und mit dem Betreuerteam ins Gespräch kommen.
Grillfest und Hüttenübernachtung als Höhepunkte
Wenn sich die erste Woche dem Ende zuneigt, wird traditionell gemeinsam gefeiert. Zum Grillfest am Freitagabend sind ab 17 Uhr Eltern, Geschwister und Freunde eingeladen. Der Essensverkauf beginnt gegen 17.30 Uhr. Für die Bewirtung sorgen erneut der Jugendbahnhof Veitshöchheim und der Förderverein des Abenteuerspielplatzes.
Der krönende Abschluss folgt nach zwei Ferienwochen am Freitag, 14. August. Ab 18 Uhr wird gemeinsam gefeiert, bevor nach dem Abendessen die traditionelle Hüttenübernachtung beginnt – für viele Kinder der schönste Moment des gesamten Abenteuerspielplatzes.
Ein Ferienprojekt mit Geschichte
Seit 41 Jahren gehört der Abenteuerspielplatz zu den festen Konstanten der Sommerferien in Veitshöchheim. Generationen von Kindern haben hier ihre ersten Hütten gebaut, Freundschaften geschlossen und erlebt, wie aus einem Stapel Bretter, etwas Fantasie und viel Teamgeist innerhalb weniger Tage eine eigene kleine Welt entsteht.
Auch die diesjährige Eröffnung machte deutlich, warum sich Jahr für Jahr Hunderte Kinder auf Holznagelhausen freuen. Der Abenteuerspielplatz verbindet Abenteuer, Kreativität und Gemeinschaft wie kaum ein anderes Ferienangebot – und schafft Erinnerungen, die oft weit über die Sommerferien hinaus bleiben.
Für den diesjährigen Abenteuerspielplatz sind laut Mader Ausgaben von rund 54.500 Euro einschließlich Personalkosten eingeplant. Dem stehen voraussichtliche Einnahmen von etwa 30.000 Euro aus den Teilnehmerbeiträgen gegenüber. Die Gemeinde investiert damit bewusst in eines ihrer traditionsreichsten und erfolgreichsten Ferienangebote.
Text und Fotos Dieter Gürz