Wildtiere litten unter der Hitze: Jäger brachten Wasser in den Gadheimer Wald - Regen kam zur rechten Zeit
Kräftiger Niederschlag entspannt die Lage im Gadheimer Wald
Die ergiebigen Niederschläge in der Nacht zum 1. Juli haben der Natur in Veitshöchheim eine dringend benötigte Verschnaufpause verschafft. Nach Angaben des Hochwassernachrichtendienstes Bayern (HND) fielen an der Messstelle Veitshöchheim 40,8 Millimeter Regen.
Für den Veitshöchheimer Jagdpächter Michael Hein bedeutet das zunächst Entlastung. „Der Niederschlag in der Nacht erspart mir das Wasserfahren heute“, teilt er mit. Eigentlich wollte er am Nachmittag erneut die vier Tümpel am Hauptforstweg im Gadheimer Wald mit Wasser versorgen, weil der anhaltende Wassermangel für die Wildtiere zunehmend kritisch geworden war.
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Ein am Morgen des 1. Juli aufgenommenes Foto zeigt einen der Tümpel wieder gut gefüllt – der Regen kam gerade noch rechtzeitig.
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In den vergangenen Tagen hatte sich dort ein ganz anderes Bild geboten: Die Wasserstellen waren weitgehend ausgetrocknet, sodass Hein mit Schlauch und Wasserfass nachhalf, um Rehen, Hasen und anderen Wildtieren das Überleben während der Hitzewelle zu sichern.
Wasser bleibt für Wildtiere lebenswichtig
Die vergangenen Wochen mit großer Hitze und ausbleibenden Niederschlägen hatten viele natürliche Wasserstellen austrocknen lassen. Besonders kleinere Tümpel und Senken verlieren bei hohen Temperaturen schnell ihr Wasser. Für zahlreiche Wildtiere sind sie jedoch unverzichtbare Trink- und Rückzugsorte.
Auch wenn die aktuelle Regenfront die Lage deutlich verbessert hat, bleibt abzuwarten, wie nachhaltig die Entspannung ist. Sollten erneut längere Trockenphasen folgen, könnten die Jäger wieder gefordert sein, die Wasserstellen künstlich zu befüllen.
Rücksicht im Wald bleibt wichtig
Unabhängig von der aktuellen Wetterlage bitten Jäger und Naturschützer Waldbesucher weiterhin um Rücksicht. Gerade Wasserstellen werden von Wildtieren gezielt aufgesucht. Wer auf den Wegen bleibt, Hunde anleint und die Tiere nicht unnötig aufscheucht, trägt dazu bei, dass sie die lebenswichtigen Wasserquellen ungestört nutzen können.
Text Dieter Gürz - Fotos Michael Hein