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Neue Spielgeräte für die Veitshöchheimer Kita „Zauberbaum“ offiziell übergeben - Kosten 51.000 Euro

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Große Freude herrschte am 12. Mai 2026 im Kindergarten „Zauberbaum“ in Veitshöchheim: Bürgermeister Jürgen Götz übergab offiziell die neu gestalteten Außenspielbereiche der Einrichtung. Herzstück der Erweiterung sind ein Spielturm mit Rutsche sowie eine neue Schaukelanlage. Auf dem Foto bei der Übergabe v.l.n.r. Johannes Hochmuth (Bereichsleiter Kinder- und Jugendarbeit beim Roten Kreuz Würzburg, dem Träger der Kita), Monika Maier (seit Februar 2026 Kita-Leiterin), Juliane Strifler (Sachbearbeiterin Hochbau Technik der Gemeinde), Bürgermeister Jürgen Götz und Irena Strobel (Elternbeirat).

Mit der Aufwertung der Außenanlage reagiert die Gemeinde auf fachliche Anforderungen, aber auch auf Wünsche vieler Eltern.

Der vom Bayerischen Roten Kreuz betriebene Interimskindergarten mit einer Regel- und zwei Krippengruppen befindet sich seit 2023 in einer Containeranlage. Ursprünglich war davon ausgegangen worden, dass die Einrichtung nur vorübergehend an diesem Standort bleiben würde und zusätzlich regelmäßig der nahegelegene Spielplatz „Sandäcker“ genutzt werden könne. Im Kindergartenalltag habe sich jedoch schnell gezeigt, wie wichtig eine attraktive und vielseitige Spielfläche direkt an der Einrichtung sei.

Mehr Spielmöglichkeiten und zusätzlicher Sonnenschutz

Anlass für die Neugestaltung war eine gemeinsame Begehung der Außenanlage im Juli 2025 mit der Fachaufsicht des Landratsamtes Würzburg. Dabei wurde deutlich, dass die Einrichtung voraussichtlich länger am bisherigen Standort bestehen bleiben wird als ursprünglich geplant. Im Zuge der neuen Betriebserlaubnis wurden deshalb zusätzliche Spiel- und Schattenangebote gefordert.

Die Gemeinde beschloss daraufhin im November 2025 die Erweiterung der Außenanlage. Mitte Februar 2026 begannen die Bauarbeiten, die nach rund sechs Wochen Ende März abgeschlossen werden konnten. Die Kosten beliefen sich auf rund 51.000 Euro und blieben damit nahezu vollständig im vorgesehenen Rahmen.

Entstanden sind neue altersgerechte Spielangebote für Kinder über drei Jahren. Neben der neuen Schaukel mit Fallschutz wurde ein Spielturm mit Rutsche errichtet, ebenfalls mit Fallschutz und zusätzlichem Sonnenschutz.

Darüber hinaus erhielten für die 24 Krippenkinder unter drei Jahren die bestehende Nestschaukel sowie der Sandkastenbereich zusätzliche Beschattungen.

Elternbeirat beteiligt sich aktiv

Um Platz für die neuen Spielgeräte zu schaffen, wurden kleinere Spielelemente versetzt. Ergänzend erfolgten Begrünungsmaßnahmen mit neuen Büschen und einem Baum. Die neu gepflanzten Himbeersträucher stellte der Elternbeirat der Einrichtung zur Verfügung.

Nach Abschluss der Arbeiten wurde zudem die gesamte Rasenfläche überarbeitet und neu eingesät. Der Rasen wächst derzeit noch an.

Bürgermeister Jürgen Götz wertet die Maßnahme als gelungenes Gemeinschaftsprojekt von Einrichtung, Elternbeirat, Träger und Verwaltung. Die Arbeiten wurden überwiegend von regionalen Firmen ausgeführt. Die Spielgeräte lieferte die Firma Eibe aus Röttingen, den Sonnenschutz übernahm die Firma RoFlex aus Karlstadt und die Garten- und Landschaftsbauarbeiten führte die Firma Gondosch aus Veitshöchheim aus.

Neubau hinter der Tennishalle kein Thema mehr

Die Investition in die Außenanlage gilt zugleich als weiteres Signal dafür, dass der Interimskindergarten länger bestehen bleiben dürfte als ursprünglich geplant. Bürgermeister Götz hatte bereits bei der Bürgerversammlung im November 2025 erklärt, dass die Betriebserlaubnis um zwei Jahre verlängert wurde und eine weitere Verlängerung grundsätzlich möglich sei.

Nach aktuellen Prognosen und Geburtenzahlen werde der Bedarf an zusätzlichen Kindergartenplätzen in Veitshöchheim in den kommenden Jahren nicht weiter steigen. Auch in der Kita "Zauberbaum" sind so noch  ab September zwei Krippenplätze frei. Wie von der AWO-Geschäftsführung zu erfahren war, ist derzeit in Kita "Das starke Kinderhaus" sogar eine ganze Gruppe nicht belegt.

Deshalb wird laut Götz die bereits im Oktober 2024 erstellte Planung für einen sechsgruppigen Ersatzneubau hinter der Tennishalle in der Wolfstalstraße  nicht weiterverfolgt. Sollte künftig doch wieder zusätzlicher Bedarf entstehen oder ein Ersatzbau für die Interimskita notwendig sein, könnten laut Götz alternative Standorte geprüft werden, etwa am Geisberg nach der Umsiedlung des dortigen Reiterhofs nach Gadheim.

Situation in der Kita Zauberbaum hat sich stabilisiert

Auch innerhalb der Einrichtung hat sich die Lage inzwischen beruhigt. Nachdem es 2025 wegen Personalengpässen und zeitweiser Notbetreuung erhebliche Sorgen bei Eltern gegeben hatte, berichten Vertreterinnen des Elternbeirats inzwischen von sehr positiven Entwicklungen. Mit der neuen Leiterin sei mehr Stabilität in den Alltag eingekehrt. Mit nunmehr zehn Beschäftigten im Erziehungsbereich gebe es nun keinerlei Personalengpässe mehr.

Besonders gelobt wurde die neue Leiterin vor allem auch für ihre tolle Arbeit mit den Vorschulkindern, die sie schon mit der Welt der Zahlen und Buchstaben vertraut mache, wie hier an der Wand zu sehen.

Mit den neuen Spielgeräten, erweiterten Schattenflächen und der verlängerten Betriebserlaubnis dürfte der rund 1,9 Millionen Euro teure Containerstandort damit noch über mehrere Jahre Bestand haben.

Fotos Dieter Gürz

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W
An die Herren Bogner und Wagner: In gewohnter Manier ignorieren Sie den Fakt, dass vor und während der Entstehung des Wohngebietes Sandäcker die Kinderzahlen in Veitshöchheim stark rückläufig waren. Der Bedarfsplan ging zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass mit Sandäcker gerade mal die bestehenden Kitas wieder halbwegs augelastet werden können. Vor diesem Hintergrund und im Hinblick auf die Erweiterungsmöglichkeit des Kuratiekindergartens wurde keine weitere Kita vorgesehen.<br /> <br /> Es kamen dann zwei Dinge zusammen, die damals nunmal nicht vorhersehbar waren: Zum einen kamen mit den Flüchtlingsströmen plötzlich viele Kinder nach Veitshöchheim. Zum anderen änderten sich die gesetzlichen Vorgaben im Bereich der Kinderbetreuung.<br /> <br /> Es ist immer leicht, im Nachgang auf jemand mit dem Finger zu zeigen. Aber man sollte dabei zumindest sachlich bleiben. Mit dem zweigruppigen Anbau am Kuratiekiga und der erweiterbaren Containeranlage hat die Gemeinde eigentlich ganz gut auf die geänderte Situation reagiert.
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B
Es ist erschreckend, welche enormen Summen in dieses Projekt investiert und gebunden werden.
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S
Wenn man den Aussagen einiger Sandäcker-Bewohner glauben darf, war der Bebauungsplan sehr streng und alle Häuslebauer mussten sich angeblich an Kleinigkeiten halten. Eine Container-Anlage weicht hier doch grundlegend vom eigentlichen B-Plan ab. Hauptsache die Bauwilligen halten sich an alles. Auch beim Thema Kinderbetreuung „nachzuschustern“ zeugt nicht gerade in Weitsicht. Die Pflichtaufgabe wäre es bei einem Baugebiet dieser Größe genügend Plätze in Kitas vorzuhalten.
D
Ist ja nun wohl eine längerfristige Lösung.
B
Lieber Herr Gürz,<br /> Sie müssen meine Aussage differenziert betrachten. Die Pflichten der Gemeinde sowie die gesetzlichen Vorgaben sind mir durchaus bekannt. Allerdings wurde hier vor Jahren ein Baugebiet geplant und dabei die Ansiedlung junger Familien fokussiert. In diesem Zusammenhang wurde es jedoch versäumt, parallel für den steigenden Bedarf an Kindergartenplätzen zu sorgen.<br /> Aus dieser Not heraus wurde diese Interims-Kita geschaffen. Meine Aussage bezieht sich daher nicht auf die Betreuung der Kinder, sondern ausschließlich auf die ursprünglich geplante „kostengünstige Übergangslösung“.
D
Erschreckend sind solche Aussagen. Das ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde!